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Da rostet nichts! – Ferienangebot zur Berufsorientierung

Laborsituation

Im Labor arbeiten Schülerinnen und Schüler an ihrem Korrosionsschutz.

Was ist eigentlich ein Lack? Warum werden Bauteile beschichtet? Was haben Autolackierung und Nagellack gemeinsam? – Im Ferienangebot „Da rostet nichts!“ bearbeiten Schülerinnen und Schüler diese Fragen nicht nur in der Theorie, sondern können ihre Kenntnisse gleich in der Praxis anwenden. Durch die Initiative der Firma Dörken MKS-Systeme in Kooperation mit dem zdi-Netzwerk Ennepe-Ruhr wird den Kursteilnehmer ein umfassender Einblick in  Arbeitsfelder und Tätigkeiten der Beschichtungstechnik und Lacktechnologie im Rahmen ihrer Berufsorientierung gewährt.

Im fünften Jahr wird das erfolgreiche Angebot umgesetzt. Zehn Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse haben eine Woche in ihren Ferien die Möglichkeit, in einem konkreten Projektauftrag einen realitätsnahen Arbeitsablauf zu erleben – von der Fertigung eines Werkstückes über die Veredlung bis hin zur Qualitätsprüfung.

Sarah Marie Schrader hat sich auf der Berufsorientierungsmesse bewusst für diesen Herbstferienkurs entschieden, da sie überlegt, eine Ausbildung zur Lacklaborantin anzustreben und zuvor gerne praktische Erfahrungen sammeln wollte. Im Labor setzt sie jetzt mit ihrer Gruppe eine alkalische Lösung an, die sie benötigen, um eine Schraube halb mit Zink zu beschichten. Auszubildende Sally Hardt unterstützt sie dabei und erklärt, dass dadurch am nächsten Tag in der Salzsprühkammer deutlich wird, wie der unverzinkte Stahl im Unterschied zum verzinkten Stahl korrodiert.

Elektrolyten-Wasser

Sarah, Filip und Timo arbeiten mit Azubi Sally daran, dass ihre alkalische Lösung abkühlt.

Sally Hardt hat 2014 als Schülerin ebenfalls an diesem Ferienangebot teilgenommen und sich danach für eine Ausbildung zur Oberflächenbeschichterin entschieden. Sie freut sich, den Kursteilnehmern einen Einblick in ihren Beruf zu gewähren und informiert sie mit anderen Mitarbeitern ausführlich über berufliche Perspektiven und Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Projektleiter und Mitarbeiter der Dörken MKS-Systeme, Tobias Kleyer, ist es wichtig, dass jeder Kursteilnehmer selbst aktiv Erfahrungen sammelt, um für sich zu entscheiden, was ihm liegt: „Wir müssen als Unternehmen heute schon an unsere Mitarbeiter von morgen denken.“ Die DörkenGroup nutzt deshalb diese Ferienangebote, um für sich und wenig bekannte Ausbildungsberufe zu begeistern und zukünftige Auszubildende kennen zu lernen. Auf drei erfolgreiche Ausbildungsverträge könne sie schon zurückblicken und wolle deshalb auch zukünftig an diesem Angebot festhalten, so Kleyer.

Einen Einblick in das Projekt konnten auch Brigitte Timmer vom NRW-Wissenschaftsministerium und Cornelia Scheurer von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, gewinnen. Sie hatten sich am Rande des Projektes mit den Initiatoren über die zdi-Arbeit vor Ort und die Fachkräftesituation  ausgetauscht.

21. Oktober, 2016 | 14:25
Autor: mhn
zdi | Zukunft durch Innovation

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