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2°Campus-Abschlussveranstaltung 2016

Wie gestalten wir MINT-Angebote, um gesellschaftliche Herausforderungen wie den Klimawandel zu meistern?

Wie es gelingen kann, MINT und Nachhaltigkeit zu verbinden, wurde bei der gemeinsamen Veranstaltung von zdi.NRW und dem World Wide Fund For Nature (WWF) am 26.Oktober 2016 an der Bergischen Universität Wuppertal diskutiert. Anlass war der Abschluss der WWF-Schülerakademie 2°Campus 2016.

Klimaschutz geht weiter als man denkt ─ das haben 20 Jugendliche auf der Abschlussveranstaltung der WWF-Schülerakademie 2° Campus an der Bergischen Universität Wuppertal gezeigt. In Zusammenarbeit mit der Robert-Bosch-Stiftung führte der World Wide Fund For Nature das bundesweite Qualifizierungsprogramm in diesem Jahr bereits zum fünften Mal durch.

Wie lassen sich MINT und Nachhaltigkeit verbinden?

Abschlussveranstaltung 2°Campus

Bei der Veranstaltung waren die Teilnehmenden eingeladen, mitzudiskutieren.

Unter dem Motto “Forschen für den Klimaschutz” beschäftigten sich die Tüftlerinnen und Tüftler im Alter zwischen 15 und 19 Jahren mit unterschiedlichen Herausforderungen zu den Themen Ernährung, Wohnen, Energie und Mobilität. Im Fokus stand 2016 die Frage, wie sich eine lebenswerte Zukunft durch die Verbindung von MINT und Nachhaltigkeit gestalten lässt. Bettina Münch-Epple, Leiterin des Fachbereichs Bildung des WWF, erklärte dazu: “Der WWF steht für Naturschutz und Nachhaltigkeit. Diesen Fokus bringen wir ein, um Jugendliche mit den oft sehr technisch fokussierten Inhalten der MINT-Fächer in Berührung zu bringen. Für uns ist es wichtig, sich den MINT-Fächern aus einer ganzheitlichen Perspektive zu nähern, damit wir die Jugend für die Zukunft sensibilisieren und ermutigen, sich vielseitig mit gesellschaftlichen Herausforderungen zu beschäftigen.”

zdi durfte da natürlich nicht fehlen! Das zdi-Zentrum BeST bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Gastgeber der Veranstaltung die Möglichkeit, ihre Projektergebnisse zu präsentieren. So fanden beispielsweise vier Teilnehmerinnen der Schülerakademie heraus, dass in der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln zehn Prozent der Treibhausgasemissionen auf die Verpackung fallen, weshalb es ökologisch sinnvoll ist, beim Einkauf auf Verpackungen zu verzichten.

Für zdi sind Technik und Ökologie selbstverständlich

Außerdem informierten mehrere zdi-Netzwerke über Kurse, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Dazu gehören unter anderem ein Wettbewerb für Schüler, die ein Hybridkraftwerk bauen

Ein Schüler erklärt die Forschungsarbeit.

Ein Schüler erklärt die Forschungsarbeit.

oder ein Projekt, das sich mit der Herstellung von Biodiesel beschäftigt, und Informationen zum Studiengang Energie- und Umwelttechnik bietet. Prof. Dr. Anton Kummert, Leiter des zdi-Zentrums BeST, erläuterte den Beitrag von zdi näher: “Die zdi-Zentren bringen den Jugendlichen mit ihren vielfältigen Kursen nicht nur die unterschiedlichen MINT-Fächer näher. In vielen Projekten geht es zudem um gesellschaftliche Fragestellungen. Das Bergische Schul-Technikum bietet beispielsweise Kurse zum Brennstoffzellenauto und zum Thema Solarenergie an – definitiv technische Inhalte, die sich aber letztlich auch auf den Klimawandel beziehen.”

In einer abschließenden Diskussion waren sich Vertreter des NRW-Wissenschaftsministeriums, Experten des WWF, der Stiftung Jugend forscht e.V., der Robert-Bosch-Stiftung sowie der Universität Wuppertal einig mit den jungen Klimaschützern, dass es entscheidend für das Interesse junger Menschen an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ist, wenn ökologische Probleme aufgezeigt werden und es darum geht, mit Hilfe von MINT Lösungen für jene Probleme zu finden.

MINT und Nachhaltigkeit – der Weg in die Zukunft

Austausch im Foyer

Verschiedene zdi-Netzwerke präsentierten sich im Foyer.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze betonte dies bereits im Vorfeld der Veranstaltung und lobte das Engagement der Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher: “Es ist ebenso schön wie wichtig, dass sich auch junge Menschen Gedanken um die Zukunft unseres Planeten und der Gesellschaft machen. Viele Antworten, wie wir die Zukunft lebenswert und im Einklang mit der Umwelt gestalten, können mit Hilfe von MINT-Kenntnissen gefunden werden. Deswegen ist es wichtig, Jugendliche frühzeitig für die Naturwissenschaften und Technik zu interessieren.“

 

Auch 2017 können Jugendliche sich bei der Schülerakademie 2° Campus für den Klimaschutz engagieren. Nähere Informationen zum Programm gibt es auf der Webseite des 2° Campus.

Eine weitere Zusammenstellung von zdi-Aktivitäten im Bereich Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz ist hier zu finden.

 

 

zdi | Zukunft durch Innovation

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