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3D-Druck- Raumschiff Enterprise lässt grüßen

Der 3D-Druck nimmt seinen Anfang in den 1980er-Jahren. Mit dem sogenannten Prototyper konnten mit 3D-Druck Ideen einfacher, schneller und billiger visualisiert werden als mit Styropor-, Sperrholz- oder Gussmodellen. Die Technik des 3-Drucks ist bis heute so verbessert worden, dass er als Alternative für konventionelle Produktionstechnologien – Gießen, Fräsen, Schleifen, Drehen oder Bohren – gehandelt wird. Zu der Vision gehört auch, dass 3D-Druck in Privathaushalten Einzug halten wird: Was man braucht, druckt man einfach selbst! Der Traum von einem Replikator, bekannt aus „Raumschiff Enterprise“, ist allerdings noch Zukunftsmusik. Viele Probleme wie neue Kontrollinstrumente für Qualitätsstandards, fehlende Materialeigenschaften, Kosten für manuelle Nachbereitung oder die lange Druckdauer sind noch nicht zufriedenstellend für die Industrie gelöst.

Dennoch, vieles macht der 3D-Drucker bereits möglich, wie z.B. Grußformen für Produktionsbetriebe, medizinische Prothesen, Brillen, individuelle Smartphone-Hüllen, Spielzeug oder Dekorationsobjekte. Davon konnten sich neun Schüler*innen bei der bm – gesellschaft für bildung in medienberufen mbH – selbst überzeugen. Beim dreitägigen Praxisprojekt 3D-Druck des zdi-Zentrums Köln lernten die Jugendlichen den 3D-Druck von der Pike auf kennen.

Zwei Ergebnisse der Kursarbeit.

Jeder Teilnehmer hatte den Auftrag, sich ein geeignetes Objekt auszudenken und es unter Berücksichtigung von Materialeigenschaften am Computer mit einem CAD Programm für den 3D-Druck vorzubereiten. Auf diese Herausforderung wurden sie mit dem notwendigen technischen Know-how die ersten zwei Kurstage vorbereitet. Dozenten der bm gaben einen historischen Überblick zur Entwicklung des 3D-Drucks und den aktuellen Stand der Technik. Technisches Know-how kam in Form einer Einführung in das Arbeiten mit der CAD-Anwendung Autodesk 123D. Am dritten Tag schickte jeder Teilnehmer seinen Objekt an den 3D-Drucker und gab der Oberfläche des Objekts den letzten Feinschliff.

Der Vorher-Nachher-Effekt

 

Der Entwurf am Bildschirm.

Das Objekt im Druck.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schüler*innen entwarfen die unterschiedlichsten Objekte: einen Kubus in dem eine Kugel frei schwingen konnte, Scharniere, ineinander liegende Ringe, Spielfiguren oder Dekorationsobjekte. Svea, eine 15 jährige Gymnasiastin, besuchte bereits zum zweiten Mal einen Kurs des zdi-Zentrums Köln. Sie ist naturwissenschaftlich begeistert und war neugierig, wie 3D-Druck genau funktioniert und was damit alles möglich ist. „Auch nach drei Tagen intensiver Beschäftigung mit dem 3D-Druck ist es schwierig für mich, mir vorzustellen, wie mein am Bildschirm entworfenes Objekt, ein gedruckter Gegenstand zum Anfassen wird. Es ist wirklich spannend.“

 

 

               

 

4. August, 2017 | 11:43
cm/zdi
zdi | Zukunft durch Innovation

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