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Baylab plastics ist zdi-Partner

Die Schülergruppe der Gesamtschule Schlebusch im Baylab plastics

Die Schülergruppe der Gesamtschule Schlebusch im Baylab plastics

“Um den günstigen Preis von 1,50 Euro  für unseren Trinkbecher zu erreichen, haben wir an den Personalkosten gespart”, sagt ein Schüler der Gesamtschule Schlebusch in Leverkusen im Baylab plastics Schülerlabor. Wie viele Stellen denn gestrichen werden mussten, fragt Karl-Heinz Wagner, der die Gruppe von 18 Schülerinnen und Schülern der Stufe 11 an dem Tag betreut hat. Der Junge wirkt etwas zerknirscht. “Fünf”, sagt er. Und Wagner antwortet: “Das ist aber nicht Ihre Schuld. Sie haben ja schließlich vorher eine Befragung gemacht, wie viel die Leute für den Becher zahlen würden. Sie mussten den Preis so niedrig halten.” Er wendet sich an die gesamte Schülergruppe: “Sie haben alle dazu beigetragen, dass fünf von Ihnen nicht mehr beschäftigt werden können. Überlegen Sie also demnächst gut, ob Sie Billigprodukte kaufen oder etwas mehr ausgeben und Arbeitsplätze sichern.” Die Botschaft scheint angekommen zu sein.

In der Abschlussrunde ihres Besuchs im Baylab plastics, dem deutschlandweit bekannten Schülerlabor von Bayer MaterialScience, sind die meisten Schülerinnen und Schüler begeistert von den Ergebnissen. Die Gruppe hat den Tag dazu genutzt, ein Produkt von der Idee bis zur Produktion zu entwickeln.  „Bei uns lernen die Jugendlichen, wie ein Design-Eierbecher geplant und hergestellt wird, oder sie stellen andere Plastikprodukte wie die Becher heute her“, sagt Claus Schlechter, Leiter des Baylab Plastics. In einer Live-Simulation werden fünf Arbeitsbereiche eines Unternehmens nachempfunden: Forschung, Produktion, Finanzen, Design und Kommunikation. Die Gruppen arbeiten Hand in Hand – und ihre Entscheidungen beeinflussen sich gegenseitig.

Die zdi-Zentren und zdi-Schülerlaboren können ab sofort das didaktische Konzept nutzen. Die Kooperationsvereinbarung wurde in Gegenwart von Vertretern des NRW-Wissenschaftsministeriums unterzeichnet. Brigitte Timmer vom Wissenschaftsministerium ist überzeugt von dem Angebot: „Dieses Konzept ist einmalig. Schülerinnen und Schüler lernen, gemeinsam an einem Produkt zu arbeiten.“

Claus Schlechter, Leiter des Baylab Plastics, und Gregor Frankenstein-von der Beek (l.) von der zdi-Geschäftsstelle unterzeichnen in Anwesenheit von Brigitte Timmer vom Wissenschaftsministerium den Kooperationsvertrag.

Claus Schlechter, Leiter des Baylab Plastics, und Gregor Frankenstein-von der Beek (l.) von der zdi-Geschäftsstelle unterzeichnen in Anwesenheit von Brigitte Timmer vom Wissenschaftsministerium den Kooperationsvertrag.

Ziel der Kooperation ist, den zdi-Zentren das Unterrichtsmaterial zur Verfügung zu stellen, um beliebige Produktionsketten zu simulieren. Das Material reicht von Excel-Tabellen zur Kostenkalkulation über Tätigkeits-beschreibungen der Gruppen bis zur Gesamtidee des Schülerlabors. Außerdem sollen künftige Kursleiter im Baylab plastics geschult werden.

„Für uns als Unternehmen ist es gut, wenn Jugendliche früh verstehen, wie Produkte entwickelt werden“, sagt Schlechter. „Mit zdi haben wir einen starken Partner gefunden, um noch mehr Schülerinnen und Schüler mit unserem Konzept zu erreichen.“ Bereits im Vorfeld haben sich zahlreiche zdi-Zentren und zdi-Schülerlabore bei der zdi-Geschäftsstelle gemeldet und ihr Interesse an dem erfolgreichen Baylab-plastics-Konzept signalisiert.

19. April, 2013 | 11:37
zdi | Zukunft durch Innovation

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