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Bochumer zdi-Schülerlabor eröffnet Standort in Heiligenhaus

Optische Experimente werden am zdi-Schülerlabor TEC Lab Mechatronik gemacht.

Optische Experimente werden am zdi-Schülerlabor TEC Lab Mechatronik gemacht.

Wie bringe ich Smartphones zum Klingeln, wie Herzen zum Leuchten und Roboter zum Sprechen? Im TEC Lab Mechatronik am Campus Velbert/Heiligenhaus der Hochschule Bochum können Schülerinnen und Schüler dies seit dem 13. Dezember 2013 selbst herausfinden. An diesem Vormittag weihte die Jahrgangsstufe acht des Naturwissenschaft- und Technik-Kurses der Gesamtschule Heiligenhaus ganz offiziell als erste Besuchergruppe das neue TEC Lab Mechatronik ein. Es ist der neue Standort der Bochumer zdi-Schülerlabore TEC Labs. Zu Beginn stand für die 14-Jährigen „Aerodynamik“ auf dem Stundenplan. Unter dem Titel „Stürmische Begegnungen – Messungen des Luftwiderstandes“ experimentierten die jungen Forscherinnen und Forscher an der Windmaschine. Mit Bildungsvertretern aus Schule und Hochschule wurde bei einer Podiumsdiskussion die Bedeutung von MINT-Schülerlaboren für den Unterricht und die Berufsorientierung diskutiert.

„Innovation und Wachstum in Deutschland hängen maßgeblich von hochqualifizierten Fachkräften in naturwissenschaftlichen Fächern ab“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Martin Sternberg, Präsident der Hochschule Bochum. „Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass wir als Hochschule schon frühzeitig junge Menschen für die Naturwissenschaften interessieren und so mittelfristig für ein ingenieurwissenschaftliches Studium begeistern können.“ Der Aufbau eines eigenen Schülerlabors am Campus Velbert/Heiligenhaus war somit eine logische Konsequenz, um auch im Kreis Mettmann den Ingenieurnachwuchs zu sichern.

Experimente gemeinsam mit Lehrern entwickelt

In den vergangenen Monaten wurde dazu gemeinsam mit Lehrern aus dem ganzen Kreisgebiet und den umliegenden Städten ein Kursprogramm für das Schülerlabor konzipiert. „Wir haben im Dialog mit Lehrkräften aus allen Schulformen spannende Experimente entwickelt und den Bedarf für zusätzliches Lehrmaterial ermittelt“, erläutert Norbert Dohms, Dezernent und Projektleiter der Schülerlabore der Hochschule Bochum. So können zum offiziellen Start des Schülerlabors elf unterschiedliche Experimente für die Jahrgangsstufen sieben bis zwölf angeboten werden, die sich thematisch auch im Lehrplan der einzelnen Schulformen wiederfinden. Von Robotik über Magnetismus und Optik bis hin zur Sensorik werden zahlreiche Themen aus dem Physik- und Technikunterricht aufgegriffen. In den Schulen selbst fehlt meistens das Geld, um in diesen Bereichen genug Experimentiermaterial für eine ganze Klasse anzuschaffen.

Qualifikation sichert Nachwuchs für heimische Industrie

Dem Campus Velbert/Heiligenhaus war dies durch großzügige Spenden der Städte Velbert und Heiligenhaus sowie der Thormählen-Stiftung möglich. Allein die Einrichtung des Schülerlabors hat rund 75.000 Euro gekostet. Ab 2014 fallen zusätzliche Kosten für eine Lehrkraft im Schülerlabor an. „Umso dankbarer sind wir für die Unterstützung aus Politik und Wirtschaft“, betonte Prof. Dr.-Ing. Martin Sternberg. Diese hat selbstverständlich auch ein eigenes Interesse an einer früh ansetzenden Nachwuchsqualifizierung: „In einem Unternehmen müssen ein Auszubildender in einem technischen Beruf und natürlich auch die Ingenieure ein praktisches Verständnis der Naturwissenschaften mitbringen, um Produkte entwickeln und verbessern zu können“, erklärte Dr. Thorsten Enge, Geschäftsführer des Vereins Die Schlüsselregion e.V. in Velbert. Somit profitieren auch die Unternehmen langfristig von dem neuen TEC Lab Mechatronik am Campus Velbert/Heiligenhaus.

Weitere Informationen bei Daniela Seppel unter Telefon 02056-158703 oder Mail an: daniela.seppel@hs-bochum.de

 

 

3. Januar, 2014 | 09:28
zdi | Zukunft durch Innovation

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