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Chemie-Projekttag in Rheinbach erfolgreich

Katholische Grundschule Wormersdorf: Hier wurde destilliert.

Katholische Grundschule Wormersdorf: Hier wurde destilliert.

Seit dem Jahr 2009 hat sich bei allen Rheinbacher Bildungseinrichtungen der zdi-Projekttag etabliert. In diesem Jahr fand er zum zehnten Mal statt. Kinder aus Tageseinrichtungen und Schulen forschen und experimentieren dabei gemeinsam zu einem festgelegten Thema. Diesmal drehte sich alles rund um die Chemie.

Die einzelnen Projekte werden dabei von den Lehrkräften, Erzieherinnen, älteren Schülern und auch externen Dozenten gestaltet. Zum einen soll durch solche Projekte das „Lernen durch eigenes Handeln“ gestärkt werden als auch eine bessere Gestaltung der Bildungsübergänge für die Kinder und Jugendlichen erreicht werden.  Finanziell unterstützt werden die zdi-Projekttage durch eine Spende von RWE. Die beteiligten Einrichtungen konnten damit Utensilien kaufen, die sie für die Projekte benötigen und auch später im Schul- und Kindergartenalltag einsetzen.

 

Kath. Grundschule Wormersdorf

Beim zdi-Projekttag widmeten sich die Schülerinnen und Schüler der KGS Wormersdorf verschiedenen Bereichen der Chemie. Gleich im Eingangsbereich erfüllten verschiedenste und für eine Grundschule eher ungewöhnliche Düfte die Räume. Kinder mit Laborkitteln und Schutzbrillen destillierten, um aus Pflanzen ätherische Öle zu gewinnen, oder stellten „Kunststoff“-Folien aus natürlichen Materialien her. Detektivarbeit musste die  Eisbären-Klasse leisten, um  unterschiedliche chemische Substanzen allein mithilfe von Experimenten zu bestimmen. Aber auch die Schönheit kam nicht zu kurz.  So stellte eine Projektgruppe Naturkosmetik aus natürlichen Zutaten her.

 

Tomburg-Realschule

Seife stellten die Schüler der Tomburg-Realschule her.

Seife stellten die Schüler der Tomburg-Realschule her.

Fünfzehn Schülerinnen und Schüler der Stufen 7 und 10 sowie fünf Gastschülerinnen und –schüler der Stufe 4 der Kath. Grundschule Wormersdorf haben sich an diesem Tag im Technikraum der TRR bei Herrn Köchling mit der Herstellung von Seife, ausgehend von weißer oder transparenter Basisseife, beschäftigt. Seifenblöcke wurden eingeschmolzen, gefärbt und parfümiert und dann mit Hautpflegezusätzen je nach Hauttyp versetzt. Die Gastschüler, die in Begleitung einer Praktikantin erschienen waren, fanden sich in der  neuen Umgebung schnell zurecht.  Neben einfach gefärbten Seifenstücken in den knalligsten Farben entstanden auch marmorierte und reich dekorierte Stücke mit Buchstaben oder Smileys aus Seife. Die selbst kreierten Rezepturen haben die Schüler aufgeschrieben und mit nach Hause genommen – ebenso wie die Seifenstücke.

 

Erzbischöfliches St. Joseph-Gymnasium

„Betrügern auf der Spur“ waren 17 Mädchen und Jungen der Klassen 3 und 4 der Kath. Grundschule Flerzheim mit Unterstützung von Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 und der Chemielehrerinnen Frau Otremba und Frau Löhr. Den kleinen Kommissaren wurde eine Arbeitsweise der Chemie vorgestellt, die helfen kann, bestimmten Betrügern auf die Spur zu kommen. Zunächst lernten die Grundschüler die Methode der Papierchromatographie kennen und trennten damit die Farbstoffmischung in verschiedenen schwarzen Filzstiften. Dabei entdeckten die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Farbstoffmischungen in den verschiedenen Filzstiftmarken. Nun sollten sie herausfinden, ob ein vorgegebener Scheck gefälscht war. Das konnte man erkennen, wenn man die handschriftlichen Zahlen des Überweisungsbetrags auseinander schnitt und die einzelnen Zahlen einer Papierchromatographie unterzog. Nach wenigen Minuten war sichtbar, ob die Zahlen alle mit dem gleichen Stift geschrieben wurden oder ob ein Fälscher am Werk war, der eine Zahl mit einem anderen Stift dazu geschrieben hatte.
Kath. Grundschule Merzbach

Alle Klassen der Katholischen Grundschule Merzbach experimentierten.

Alle Klassen der Katholischen Grundschule Merzbach experimentierten.

Die Kinder der  1. Klasse lernten, wie man Seifenblasen selbst herstellen kann. Hierbei wurde mit Tensiden (Waschmittel-Inhaltsstoffe, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen) experimentiert.  Die Klasse 2 untersuchte die Farbkomponenten von Filzstiftfarben und erfuhr, dass zum Beispiel schwarz nicht nur schwarz ist. Das Stauen war am Ende groß, als sich herausstellte, dass das Schwarz zum Beispiel aus blau und gelb bestand oder aus grün und rot (je nach Hersteller). In der 3. Klasse wurde geklärt, was man unter einer Emulsion versteht. Diese Erkenntnis fand ihre praktische Anwendung in der Herstellung von Mayonnaise, die für die Zubereitung eines Nudelsalates verwendet wurde. Ein Teil der Klasse 4 war Gast im Labor des Städtischen Gymnasiums Rheinbach und die anderen Kinder leiteten die Versuche für die Maxis aus den Kindertagesstätten Schatzinsel, Spielbude und Sumsemann. Hier faszinierte die Kinder, dass sich mit Backpulver und Essig ein Luftballon aufblasen lässt oder ein mit dieser Mischung gefülltes kleines Döschen in die Luft fliegt.

 

Gemeinschaftshauptschule

Frau Lohmüller und ihre Schülerinnen und Schüler der 9.Klasse trafen sich an diesem Tag in der Schulküche, um Lebensmittel chemisch zu untersuchen. Dabei ging es beispielsweise um die Bestimmung des Vitamin-Gehaltes oder des Stärkeanteils verschiedener Lebensmittel. Die Schülerinnen und Schüler waren mit Interesse und Eifer bei der Sache.

 

Städtisches Gymnasium Rheinbach

Im Städtischen Gymnasium Rheinbach war man den Tätern auf der Spur.

Im Städtischen Gymnasium Rheinbach war man den Tätern auf der Spur.

Welche weiße Substanz klebt in den Rillen des Fußabdrucks des Täters? Hat der Täter auch Scheckfälschungen vorgenommen? – Die Schülerinnen und Schüler klärten einen fiktiven Raub auf.  Z u diesem Zweck besuchten zwei Grundschulklassen, der Kath. Grundschule St. Martin und der Kath. Grundschule Merzbach, das Städtische Gymnasium. Die 7 bis 9-jährigen Schülerinnen und Schüler begaben sich als Kommissaranwärter auf die Spur nach dem Räuber des „magisultralogistronikonischen Spu“, einem magischen Ei, das einer den Kindern erzählten Geschichte nach jedes Jahr zu Ostern in Rheinbach im Rathaus ausgestellt werde. Doch dieses Jahr sei das Ei kurz vor der Ausstellung gestohlen worden. „Kriminaloberkommissarin“ Frau Rump und die Kinder der Grundschule Merzbach versuchten die Täter zu fassen, doch wie? Die einzigen Anhaltspunkte, die sie hatten, waren ein „Erpresserbrief“ und ein „Fußabdruck im Beet vor dem Fenster des Rathauses“. In den Rillen des Fußabdrucks klebten Krümel einer weißen Substanz. Um zu erfahren, um welche weiße Substanz es sich in der Geschichte handelte, baten die Schüler den  Chemiker Herrn Stettler und seine Chemiemannschaft, vier Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10, um Hilfe. Durch Anwendung verschiedener chemischer Verfahren rückten sie dem vermeintlichen Täter immer mehr auf die Pelle. So wurden auch in einem ähnlichen Projekt unter Anleitung der Chemielehrerinnen Frau Henseler und Frau Kelbel Stoffe gefiltert und so voneinander getrennt oder im Reagenzglas erhitzt. Flüssigkeiten wurden getrocknet, um die Rückstände zu bestimmen und die bei dem vermeintlichen Einbruch sichergestellte weiße Substanz wurde durch ein Ausschlussverfahren bestimmt. Wenn bei dieser spannenden Analysearbeit jemand Kopfschmerzen bekommen hätte, hätte sich dieser theoretisch nach einem geeigneten Medikament  bei der Projektgruppe der Jahrgangsstufe 9 und 10 erkundigen können. Diese stellte nämlich den Wirkstoff Acetylsalicylsäure, der in vielen Kopfschmerztabletten enthalten ist, in einem langwierigen chemischen Verfahren unter der Leitung von Frau Dr. Breitbach her.

 

Theodor-Fliedner Kindergarten

Die kleinen Foscher befassten sich an 5 Stationen mit dem Thema Chemie.  An einer Station konnten die Kinder ausprobieren, wie sich ein Zuckerwürfel auflöst. Jedes Kind nahm sich einen Zuckerwürfel und tropfte darauf etwas Tinte. Dieser Würfel wurde dann mit der gefärbten Seite nach unten in den flachen Teller gelegt. Und siehe da: Unter dem Mikroskop wurden Risse und Zuckerkristalle sichtbar.

 

Tageseinrichtung für Kinder „Hopsala“

Vulkanausbruch

Vulkanausbruch

Vulkanausbruch mitten im „Werkraum“ der KITA. Einem ganz besonderen Naturschauspiel konnten die Kinder der TfK Hopsala nachgehen. Hierbei wurde eine handelsübliche Flasche mit Backpulver gefüllt und anschließend mit einer roten Essiglösung übergossen. Der Effekt war ein Sprudelnder Vulkan. Die Kinder und Erzieherinnen waren begeistert.

Der nächste zdi-Projekttag findet im Herbst 2014 statt. Wenn Sie Fragen zum zdi-Zentrum Bildungsregion Rheinbach haben oder die Arbeit unterstützen möchten, so setzen Sie sich mit Frau Anne Schragen (02226/917-640 oder E-Mail schreiben) in Verbindung.

24. April, 2014 | 10:26
zdi | Zukunft durch Innovation

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