Startseite » Aktuelles » Das große Finale: zdi-Roboterwettbewerb 2015 in Mülheim

Das große Finale: zdi-Roboterwettbewerb 2015 in Mülheim

Die Spannung der angereisten 20 Teams war ebenso groß wie die Hoffnung auf den Gesamtsieg. Vor dem Finale am Samstag wurde bis zuletzt an den Robotern gefeilt, waren kleine Änderungen zur Optimierung des Spielgeräts vorgenommen und an den Kulissen der Mädchenteams gearbeitet worden.

„Wir sind sehr stolz, so weit gekommen zu sein. Wir haben einige zusätzliche Übungseinheiten nach unserem Robot-Game-Regionalwettbewerb eingelegt. Unser Ziel ist es einfach, nicht letzter zu werden“, freute sich Teamcoach Wiebke Köhler. Angereist war sie mit der Roboter-AG der Sekundarschule Hamborn aus Duisburg, die aus zwei Mädchen und sechs Jungs der Jahrgansstufen 5 bis 9 besteht.

Finale_Fans

Auch die Fans ließen sich nicht lumpen: Die eigenen Teams wurden tatkräftig unterstützt

Unterschiedliche Motivationen fürs Mitmachen

Ebenfalls überrascht, es bis ins Finale geschafft zu haben, war Denise Reker, einziges Mädchen in dem siebenköpfigen Game-Team Robotron aus Coesfeld. „Mich stört es nicht, dass ich ausschließlich mit Jungs zu tun habe, ich freu mich einfach über die Möglichkeit, das Unterrichtswissen durch die Vorbereitung auf den Wettbewerb vertiefen zu können.“

Auch das Rahdener Performance-Team Dojohato von Coach Frank Knefel war bestens vorbereitet. „Wir haben uns den Feedbackbogen aus unserem Regionalwettbewerb sehr genau angesehen und die Verbesserungsvorschläge umgesetzt.“ Knefel, der bereits seit acht Jahren verschiedene Roboter-AGs auf unterschiedliche Wettbewerbe vorbereitet, lobt das Konzept des zdi-Wettbewerbs: „Es ist toll, dass es eine Kategorie ausschließlich für Mädchen gibt, da die Herangehensweise an Technik bei ihnen eine andere ist und das Thema Kreativität im Vordergrund steht.”

Einen starken Technibezug hat auch Julian Kutza vom Team Kopi-Rob-1 aus Rheine: „Ich interessiere mich schon lange für Roboter, habe schon früh mit Lego-Steinen gebaut und finde es toll, dass man im Team seine eigenen Ideen und technischen Fähigkeiten unter Beweise stellen und verbessern kann.“

Seit April hatten sich mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler in 153 Teams an der zehnten Auflage des zdi-Roboterwettbewerbs beteiligt. Er ist damit der größte regionale Lego-Roboterwettbewerb in Europa. Die Zehn- bis 16-Jährigen trafen in zwei Kategorien an 15 Wettbewerbsorten.

Finale_Interview

Ein besonderer Moment für Josephine und Blessing aus Düsseldorf: Sie erzählten im Interview mit Wissenschaftsministerin Svenja Schulze über ihr Engagement in der Roboter-AG, ihre Vorbereitungen auf den Wettbewerb und den Spaß an Teamarbeit. Norbert Dohms von der Hochschule Bochum moderierte das Gespräch

Wissenschaftsministerin freut sich über Engagement

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, die sich die Finalläufe ansah und die Siegerehrung durchführte, zeigte sich beeindruckt: „Es ist faszinierend, mit welcher Energie die Jugendlichen hier an technische Herausforderungen herangehen. Der zdi-Roboterwettbewerb ist ein tolles Instrument, um die Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik spielerisch zu fördern.“

Beim Finale vertreten waren jeweils zehn Teams der Kategorie Robot-Game (gemischte Teams) und Robot-Performance (reine Mädchenteams), die sich in den Regionalwettbewerben unter dem Wettbewerbsthema „Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion“ gegen die Konkurrenz durchgesetzt hatten.

Die Aufgaben

In der Mädchenkategorie Robot-Performance gestalteten die Teilnehmerinnen eine eigene Kulisse und programmierten für ihre Roboter eine mit Musik hinterlegte Tanz-Performance. Darüber hinaus hielten die Teams kleine Vorträge über die Entstehung der Aufführung. Bei der Bewertung spielten auch die Idee der erzählten Geschichte, die Choreographie und die Gestaltung eine wichtige Rolle. Gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte sich das Team BMVuture Kids aus Essen, das eine Geschichte über die Möglichkeiten einer positiven Zukunft der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion erzählte.

Finale_Performance

Gewohnt kreativ: In der Mädchenkategorie Robot-Performance wurde viel Liebe ins Detail gesteckt

Anders als bei der Robot-Performance galt es beim Robot-Game, vorgegebene Aufgaben zu erfüllen: So wurden auf der 200 mal 150 cm großen Spielmatte symbolisch Nahrungsmittel geerntet, transportiert oder verkauft und auf die richtige Lagertemperatur geachtet. Für alle erfolgreich bewältigten Aufgaben gab es Punkte. Wie und in welcher Reihenfolge der Roboter die Aufgaben meisterten, blieb den Teams selbst überlassen. Wichtig war nur, dass verschiedene Gegenstände wie Schulverpflegung, Getreide oder Lebensmittel für den Wochenmarkt an die richtigen Orte gebracht werden. Am besten schaffte dies das Team „Die Robots“ aus Rahden.

Die Wissenschaftsministerin gratulierte den Gewinnerinnen und Gewinnern und lobte sie für ihr Engagement: „Ihr habt in den vergangenen Monaten viel gelernt, vor allem in der Programmierung, aber auch in der Teamarbeit.“

Die Siegerteams erhielten jeweils 500 Euro, die zweitplatzierten 400 Euro und die drittplatzierten Teams 300 Euro für MINT-Aktivitäten an ihrer Schule.

Ergebnis Teams Robot-Performance (Mädchenteams)
1. Essen, B.M.V.-Schule Team MBVuture Kids
2. Rahden, Gymnasium der Stadt Rahden, Team Dojohato
3. Düsseldorf, Freie Christliche Gesamtschule Düsseldorf, Team RoBotaniker FCGS
4. Wesel, Andreas-Vesalius-Gymnasium, Team Greenies
5. Gummersbach, Städtisches Lindengymnasium, Team Supergirls
6. Borken, Schönstätter Marienschule, Team First Lego Ladies
7. Moers, Gymnasium Rheinkamp Europaschule Moers, Team The GREM-Bees
8. Marienheide, Gesamtschule Marienheide, Team Roboholics
9. Essen. B.M.V.-Schule, Team2
10. Essen, B.M.V.-Schule, Team BMV1

Ergebnis Teams Robot-Game (gemischte Teams)
1. Rahden, Realschule Rahden, Team Die Robots
2. Steinheim, Realschule Steinheim, Team L.E.G.O.-Stein-Heim
3. Lüdenscheid, Zeppelin Gymnasium, Team RCC Roberta Chaos Club
4. Lippstadt, Gymnasium Schloss Overhagen, Team gsoBots
5. Rheine, Kopernikus-Gymnasium, Team Kopi-Rob-1
6. Aachen, Couvengymnasium, Team Couven
7. Duisburg, Realschule Hamborn 2, Team robostorm,
8. Wiehl, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Team Möp – Die Oberberger Landmaschinen
9. Bottrop, Josef-Albers-Gymnasium, Team BottRob
10. Coesfeld, Nepomucenum, Team Robotron

22. Juni, 2015 | 09:21
Autor: aw
zdi | Zukunft durch Innovation

zdi | Zukunft durch Innovation