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Ein Garten für Marokko. Nachhaltig und solidarisch

Das Ergebnis von Teamarbeit: Der Brunnen für die Bewässerung des neuen Schulgartens

Theorie und Praxis

Vor der Reise stand zunächst die Projektplanung sowie der Bau einer Solaranlage und die Zusammenstellung der für die Versorgung der Wasserpumpe notwendigen Solarkoffer. Diese wurden im Rahmen des zdi-geförderten Technikunterrichts (Schulgarten- und Marokko-AG) in der gymnasialen Oberstufe angegangen. Die Kosten betrugen rund 2.400 Euro, Koffer, Solaranlage und Wasserpumpe wurden über zdi gefördert. Unterstützung gab es darüber hinaus von der marokkanischen Gemeinde in Gladbeck, der evangelischen Jugend von Westfalen, vom Landesverband Westfalen Lippe (LWL), der ev. Kirche von Westfalen, der ev. Kirche in Gladbeck, Optiker Tewes in Gladbeck und der INEOS Phenol GmbH.

Die beiden im Technikunterricht zusammengestellten Solarkoffer werden jetzt von den marokkanischen Schülern genutzt.

Hoch motiviert vor Ort angekommen, gab es zunächst einmal Ernüchterung. Die Erde war steinhart, es mussten Steine geschleppt , Löcher gehackt und Kies und Erde geschaufelt werden. Aber die Anstrengung trug schnell erste Früchte und nach einigen Tagen gab es ein Ergebnis, das sich sehen lassen konnte. “Der Unterschied von vorher zu nachher macht einen Stolz auf die Leistung, die man trotz des Wetters, das wir nicht gewohnt waren, erbracht haben”, fasst die siebzehnjährige  Julia den Lohn der Arbeit zusammen.

Um die Versorgung der Pflanzen zu sichern, wurde eine solare Wasserpumpe installiert. Außerdem erhielten die marokkanischen Schüler die im Technikunterricht zusammengestellten Solarkoffer inklusive der notwenigen Zellen, Motoren, Potentiometern, Messgeräte und Kabel, die jetzt im Unterricht eingesetzt werden können.

Harte Arbeit, die sich am Ende für alle Beteiligten gelohnt hat.

Gesellschaft und Technik

zdi-Koordinator Guntram Seippel, der ähnliche Projekte bereits seit vielen Jahren betreut, ist sich sicher, dass sich das Engagement auch für die Gladbecker Schülerinnen und Schüler selbst lohnt: “Es ist eine tolle Erfahrung, wenn man trotz aller Neuigkeiten und Schwierigkeiten wie einer unbekannten Sprache und Kultur und widriger äußerer Bedingungen etwas sehr anschauliches und nützliches schafft.” Zum Thema Teamworking ergänzt Ines, 17 Jahre alt: “Man hat einfach gemerkt, wie die Gruppe immer mehr zusammengewachsen ist und wir gemeinsam stärker wurden. Trotz der Sprachschwierigkeiten haben wir es geschafft und zusammen eine tolle Leistung erarbeitet.”

Zum positiven Erlebnis trug auch die die ausführliche marokkanische Medienberichterstattung bei. Sogar das Fernsehen war vor Ort. “Für November 2017 ist ein Gegenbesuch in Deutschland geplant und wenn alles gut läuft, dann fahren wir 2018 wieder dorthin”, freut sich Guntram Seippel schon jetzt auf den Projektfortgang.

Kontakt:
zdi-Zentrum I+I=Z.Gladbeck
Guntram Seippel

12. Dezember, 2016 | 11:37
aw
zdi | Zukunft durch Innovation

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