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Ein Schülerlabor für das Internet der Dinge – Feierliche Eröffnung am Campus Mülheim

Exakte Modelle aus dem 3D-Drucker – die benötigte Technik können Jugendliche nun im IoT-Labor ausprobieren. (c)HRW

Die Hand kurz stillhalten, scannen und im Anschluss das perfekte Ebenbild vom 3D-Drucker drucken lassen – das können ab sofort Schülerinnen und Schüler sowie Studierende im “IoT”- (Internet of Things)-Labor der Hochschule Ruhr West am Campus Mülheim an der Ruhr ausprobieren. Internet of Things, auf Deutsch: Internet der Dinge, bezeichnet die Gegenstände und Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, miteinander kommunizieren und so beispielsweise verschiedene Alltagsaufgaben unterstützen oder erledigen können.

Ermöglicht wurde die Einrichtung des zdi-Schülerlabors aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH, betonte die Veränderungen für Unternehmen, die sich durch die Digitalisierung ergeben: „Damit Unternehmen bei ihren Umstellungs- und Optimierungsprozessen Unterstützung erfahren, haben wir die Einrichtung eines IoT-Labors an der HRW intensiv unterstützt und begleitet. Durch das zdi-Netzwerk Mülheim an der Ruhr in Trägerschaft von Mülheim & Business war es uns möglich, die Finanzierung des Labors durch Beantragung von EFRE-Fördermitteln aus dem Landesprogramm “Zukunft durch Innovation (zdi).NRW” aktiv zu unterstützen. Hierdurch wurde eine Labor-Ausstattung möglich, die modernsten Standards entspricht.”

Bei der feierlichen Eröffnung beschrieb Prof. Dr. Joachim Friedhoff, Professor für CAX Technologien und Institutsleiter Maschinenbau an der Hochschule Ruhr,  wie wichtig solche Angebote für die Studierenden sei – denn noch sei Digitalisierung in den Lehrplänen kaum ein Thema: „Die moderne Informations- und Kommunikationstechnik wird künftig für eine noch stärkere Vernetzung im alltäglichen Leben sorgen. Dadurch wird sich der Umgang mit den Gegenständen, die uns umgeben, enorm verändern. Aber auch vor Produktion, Entwicklungs- und Fertigungsprozessen werden diese Veränderungen nicht Halt machen. Da wir als Hochschule ein großes Interesse daran haben, Zukunftstechnologien zu erforschen und zu entwickeln, sind wir sehr dankbar dafür, dass wir dies nun mit Hilfe des neuen IoT-Labors tun können”, so Friedhoff.

Die feierliche Eröffnung des Labors durch (v.l.) Jürgen Schnitzmeier (Geschäftsführer Mülheim & Business), Ulrich Scholten (Oberbürgermeister der Stadt Mülheim), Prof. Dr.-Ing. Gudrun Stockmanns (Präsidentin HRW), Prof. Dr.-Ing Joachim Friedhoff (Prodekan FB 3). (c)HRW

In Fachgebieten wie dem Maschinenbau oder der Elektrotechnik spielt das Thema Digitalisierung eine immer größere Rolle. Beispielsweise bei der Fertigung von Maschinenteilen wird datengestützte Technik eingesetzt, um Prozesse zu optimieren oder in der automatisierten Produktion sind Maschinen untereinander vernetzt und können sich so miteinander abstimmen.

Das 112-Quadratmeter große Labor ist ausgestattet mit verschiedenen 3-D Druckern, 3-D Scannern, Mess-Equipment, Funksteckern,  Einplatinencomputern, neun PC-Arbeitsplätzen sowie verschiedenem Material wie Lötkolben, Lötzinn, Kabeln und Kleinbauteilen. Ergänzt wird die Ausstattung vom im gleichen Gebäude ansässigen Technikum des Instituts, das über weiteres Equipment für die additive und subtraktive Fertigung verfügt,  mit denen auf Basis von 3-D Konstruktionsdaten ein Bauteil gefertigt werden kann.

Ob Smart Home, 3D-Design, Bio-Hacking oder Industrie 4.0 – zu vielen verschiedenen Themen bietet das Labor Kurspakete und Module, die mit interessierten Kursleitern abgestimmt werden können. Offen steht das Labor nicht nur Studierenden und Schülerinnen und Schülern, auch Beschäftigten örtlicher Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründern steht die Nutzung des Labors offen.

Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten zeigte sich beeindruckt von den neuen Möglichkeiten, die die Ausstattung des IoT-Labors verspricht, bedankte sich bei allen Beteiligten und hob die  besondere konzeptionelle Ausrichtung des Labors hervor: „Das neue IoT-Labor ist ein weiterer  wichtiger Mosaikstein, der eine erfolgreiche Nutzung der digitalen Möglichkeiten für Bildung, Forschung und Wirtschaft in unserer Stadt verspricht.”

Auf welche Weise Schulen und Unternehmen von dem Labor profitieren werden, hängt vom  gewünschten Projektumfang ab: Von Kursangeboten für Schulen über individuell abgestimmte Konzepte mit Unternehmen bis hin zu Forschungsarbeiten im Rahmen von Praxissemestern Studierender und die Abwicklung größerer Forschungsprojekte. Für interessierte Unternehmen und Gründerinnen und Gründer öffnet das IoT-Labor am 20. März und am 26. April (jeweils um 18:00 Uhr) sowie am 11. Juni (16:30 Uhr) seine Pforten. Um Anmeldung wird gebeten: Sophie Schmidt, S.Schmidt@muelheim-business.de, Tel. 0208-48 48 58.

15. Februar, 2018 | 16:16
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