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Energie aus dem Schulgarten: Hybridkraftwerkwettbewerb prämiert Schülerideen

Platz 1 in der Kategorie weiterentwickelter Hybridkraftwerke für das Bottroper Josef-Albers-Gymnasium (Kategorie 2)…

Eine windbetriebene Handy-Ladestation für den Schulgarten und ein transportables Sonnen-Wind-Mobil – das sind die beiden Siegerprojekte im zdi-Hybridkraftwerkwettbewerb 2017. Aufgabenstellung im Schülerwettbewerb war, ein Hybridkraftwerk selbstständig zu entwickeln bzw. ein bereits bestehendes Kraftwerk weiter auszubauen. Bei der Abschlusspräsentation im Städtischen Gymnasium Herten hat eine Jury nun die besten Projekte prämiert.

Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten insgesamt sechs Teams nachhaltige Mini-Kraftwerke in zwei Kategorien: Ganz neu entwickelte Hybridkraftwerke in Kategorie 1 sowie weiterentwickelte und ausgebaute Kraftwerkmodelle aus dem Vorjahr in Kategorie 2. In  Kategorie 1 überzeugte die Jury das Energie-Mobil der Gladbecker Erich-Fried-Schule. Das fahrbare Hybridkraftwerk ist mit Solarzellen und einer Windturbine ausgestattet und kann so auch Schulen im Umkreis erreichen. Unter den vorgestellten weiterentwickelten Hybridkraftwerken erreichte das Bottroper Josef-Albers-Gymnasium Platz 1. Die Jury lobte die methodische, strukturierte Herangehensweise und Weiterentwicklung des Windrads im Schulgarten, das mit zusätzlicher Sonnenenergie eine Handyladestation betreibt. „Wir haben gut im Team gearbeitet, viel ausgetestet und zum Beispiel auch einen Forschungsausflug für unser Windkraftwerk gemacht,” berichtet Annika vom Bottroper Josef-Albers-Gymnasium. Gemeinsam mit ihrem Team kann sich die 16-Jährige über den Erfolg und den Preis freuen: Belohnt mit einem Besuch im Kletterpark. Das Team der Gladbecker Erich-Fried-Schule wird mit einem Ausflug in den Movie Park Germany nach Bottrop inklusive Technikführung gesponsert.

Die Übersicht der Teamplatzierungen:

Kategorie 1: Neuentwicklung eines Hybridkraftwerks

…und Platz 1 für das neugebaute Sonnen-Wind-Mobil der Gladbecker Erich-Fried-Schule (Kategorie 1).

Platz 1: Erich-Fried-Schule (Gladbeck)

Platz 2: Private Montessori-Schulen für die Primar- und Sekundarstufe I  (Hagen)

Kategorie 2: Weiterentwicklung eines bestehenden Hybridkraftwerks

Platz 1: Josef-Albers-Gymnasium (Bottrop)

Platz 2: Leibniz-Gymnasium (Dortmund), Gesamtschule Ückendorf (Gelsenkirchen), Städtisches Gymnasium (Herten)

Jury-Mitglied Klaus Trimborn verkündet das Ergebnis der Jury.

Jurymitglied und Landeskoordinator des Schulministeriums für die Landesinitiative zdi, Klaus Trimborn, lobte die Kreativität der Jugendlichen: „Die Teams haben spannende, praktische und individuelle Lösungen entwickelt, die zeigen, zu welchen innovativen, selbstständigen Leistungen Schülerinnen und Schüler fähig sind.“ Schwierig gestaltete sich die Auswahl für die Jury in jedem Fall. Zu den weiteren Projekten zählten u.a. ein automatisch steuerbares Gewächshaus oder ein mit umweltfreundlichen Energien betriebenes, leuchtendes Namensschild für die Schule. Begutachtet wurden die Projekte von Vertreterinnen und Vertretern des Schulministeriums, der Hochschule Bochum, des Unternehmens WILO SE und der EnergieAgentur.NRW.

Rund fünf Monate hatten die Teams Zeit, ein Hybridkraftwerk zu entwickeln und zu bauen, bzw. ein bereits vorhandenes Modell weiterzuentwickeln. Im vergangenen Jahr war der Wettbewerb erstmals ausgeschrieben worden. Voraussetzung für neue Mini-Kraftwerke war, dass diese mindestens zwei erneuerbare Energiequellen und eine Form der Zwischenspeicherung nutzen. Im Falle der Weiterentwicklung eines bestehenden Modells sollten eine weitere Energiequelle eingebunden werden, bzw. die technische Leistungsfähigkeit oder die Anwendungsmöglichkeiten weiter verbessert werden. Um die Aufgabenstellung umzusetzen, kooperierten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Jahrgansstufen 8 bis 10 mit Technikunternehmen und Hochschulen vor Ort, eigneten sich die nötigen Technikkenntnisse an und erhielten dabei gleichzeitig Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder und beruflichen Chancen im Bereich Erneuerbarer Energien.

„Im Wettbewerb lernen Jugendliche Erneuerbare Energien und ihre Bedeutung als Zukunftstechnologie ganz praktisch kennen“, so Mitorganisator und Koordinator des zdi-Netzwerks MINT.REgio in Marl, Markus Real, „Sie arbeiten dabei in Teams und verbinden Technik mit Kreativität.

Insgesamt elf zdi-Netzwerke hatten den diesjährigen Wettbewerb gemeinschaftlich organisiert, darunter die zdi-Netzwerke Bergisches Städtedreieck, Bochum, Bottrop, Hagen/Märkischer Kreis Dortmund, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne und Kreis Recklinghausen.

13. Juli, 2017 | 15:28
bdo/zdi
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