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EnergyLab in Gelsenkirchen: Mit Energie ins zdi-Ferienlabor

ie Schüler untersuchten die Stärle des Windes.

Mit einem Anemometer untersuchten die Schüler die Stärke des Windes.

Experimente rund um Sonnen- und Windenergie erlebten Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 11 und 13 Jahren beim Herbstferienprogramm im EnergyLab Gelsenkirchen. Das Angebot ‚Energie aus Sonne und Wind‘ in der ersten Herbstferienwoche erfreute sich einer so großen Nachfrage, dass die Plätze sehr schnell vergeben waren. Einige Kinder hatten sich den Termin schon Monate vorher vorgemerkt. Mit 16 wissbegierigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vergingen die fünf Tage wie im Flug.

Die Experimente wurden von den Kindern mit großer Begeisterung aufgenommen und fanden großen Anklang. Obwohl die Anzahl der Mädchen mit vier von 16 Teilnehmern deutlich geringer war als die der Jungen, machten die Mädchen das durch ihre Schnelligkeit, sowie ihren Einfalls- und Ideenreichtum mehr als wett.

Wie stark die Sonneneinstrahlung ist und dass man mit ihrer Hilfe Energie gewinnen kann, wurde schon manchen Teilnehmern klar, als am ersten Tag die Stärke des Lichtes mit Hilfe eines Luxmeters bestimmt wurde. Über die Eigenschaften des Lichtes (Licht und Schatten) bis zu den Wärmewirkungen (Basteln eines Fingerwärmers) wurde alles ‚durchleuchtet‘. Die Begeisterung erreichte einen Höhepunkt, als die Kinder mit Solarzellenbruchstücken selbstständig Strom erzeugen konnten.

Drinnen erzeugten die Teilnehmer mit selbstgemachtem Wind Strom und brachten LEDs zum Leuchten.

Selbstgemachter Wind erzeugte Strom und brachte LEDs zum Leuchten.

Zuvor war in der Solarausstellung des Wissenschaftsparks ausreichend veranschaulicht worden, wie schwierig es ist, Solarzellen aus Sand herzustellen. Auch die Größenordnung der Stromgewinnung mit Solarzellen wurde bei der Besichtigung der Solarkraftanlage auf dem Dach in beeindruckender Weise dargestellt. „100 Häuser, das ist ja wirklich viel“, meinte ein Teilnehmer und drückte das aus, was die anderen dachten.

Die Benutzung des hauseigenen Solarkochers zeigte einmal mehr, wie vielseitig und direkt Sonnenenergie einsetzbar ist. Aber richtig spannend wurde es, als mit Hilfe von Solarmodellen viele Verbraucher wie Summer, Leuchtdioden und Motoren mit Ventilatoren betrieben wurden. Die Mädchen kamen zu der Erkenntnis, dass nicht nur Kupferdraht, sondern auch Aluminiumpapier den Stromfluss an die Verbraucher weiterleiten kann. „Ich baue jetzt eine Alarmanlage, so dass kein Einbrecher mehr ins Haus kommt“, ließ ein Teilnehmer wissen. Den Experimentiermöglichkeiten schienen keine Grenzen gesetzt zu sein.

Dass Sonne durch Erwärmung der Luftmassen auch den Wind erzeugt, begriffen die Kinder schnell, ihn zu messen und einzuschätzen, stellte viele jedoch vor Probleme. Mit Windmessern, sogenannten Anemometern, und selbst gebastelten Windrädern erprobten sie die Stärke und Wirkungsweise von Wind und ließen ihn sich um die Nase wehen. Wie dabei Strom erzeugt werden kann, ließ sich im Labor gut darstellen, indem die Ferienlaborteilnehmer selbst Windräder durch Pusten betrieben, um LEDs zum Leuchten zu bringen.

Am letzten Tag bastelten die Schüler schließlich ein eigenes mit Solarzellen betriebenes Auto – ein echtes Highlight des Ferienkurses, das an Sonnentagen bestimmt noch öfters zum Einsatz kommen wird. Die Kinder werden an dieses Ferienangebot bestimmt noch so einige Male zurückdenken. „Nächstes Jahr machen wir bestimmt wieder mit“ war die einheitliche Aussage der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als sie sich nach der Woche von Projektmitarbeiter Ralf Engelbrecht-Schreiner verabschiedeten.

26. Oktober, 2015 | 13:46
zdi | Zukunft durch Innovation

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