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Geburtstag² – Ministerin Schulze weiht Evonik-Schülerlabor ein

Am Rasterelektronenmikroskop: NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (l.), Dr. Klaus Engel, Evonik-Vorstandsvorsitzender (M. stehend),  Uni-Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke (vorne), Schüler Kevin Wolters (sitzend) und Alexander Levisch, Masterstudent Nano Engeneering (r.). Foto: Uni Duisburg-Essen

Am Rasterelektronenmikroskop: NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (l.), Dr. Klaus Engel, Evonik-Vorstandsvorsitzender (M. stehend), Uni-Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke (vorne), Schüler Kevin Wolters (sitzend) und Alexander Levisch, Masterstudent Nano Engeneering (r.). Foto: Uni Duisburg-Essen

Gleich zwei Geburtstage auf einmal wurden im Schülerlabor des zdi-Zentrums an der Uni Duisburg-Essen gefeiert: Zum einen die neue Kooperation mit dem Spezialchemie-Konzern Evonik. Zum anderen der Geburtstag der NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Sie ließ es sich sogar an ihrem eigenen Ehrentag nicht nehmen, das neue Evonik Schülerlabor im zdi-Zentrum DU.MINT selbst einzuweihen:

“In Duisburg ist das gelungen, was wir uns langfristig für alle zdi-Schülerlabore wünschen: Die regionale Wirtschaft übernimmt einen großen Teil der Finanzierung und ermöglicht damit den Ausbau der Angebote. Die Kooperation ist ein großer Erfolg und setzt ein Zeichen für die gesamte Arbeit von zdi.”

Mit knapp 1000 jungen Besuchern in den letzten Jahren war die personelle Kapazität des Schülerlabors im zdi-Zentrum DU.MINT ausgeschöpft. Um noch mehr Jugendlichen das Forschen an Geräten zu ermöglichen, die auch in der Industrie angewandt werden, half Evonik aus. Der Konzern sichert die Finanzierung für weitere vier Jahre. Dazu sind gemeinsame Veranstaltungen für die jungen Forscher geplant, eine Juniorprofessur wird ebenso gestiftet wie Stipendien und Preise.

Mehr Schüler, mehr Chemie und eine höhere Reichweite

Durch diese attraktive Kooperation kann sich das Labor in Zukunft in drei Aspekten erweitern: Thematisch kommen zu den Physik- und Technikkursen nun auch Chemie-Klassen. Auf spezielle Zielgruppen wie Bildungsaufsteiger und Mädchen kann nun noch spezifischer eingegangen werden. Und bald dürfen auch schon Achtklässler unter Anleitung selbstständig experimentieren. Sie sehen, wie sich chemische und physikalische Eigenschaften verändern, wenn man mit immer leistungsfähigeren Geräten Dimension für Dimension vordringt – bis in den Nanokosmos. Auch das Einzugsgebiet der Jugendlichen kann sich nun von Duisburg auf das Ruhrgebiet und den Niederrhein ausweiten.

Forschen auf höchstem Standard – schon in der Schule

Seit vier Jahren forschen Schülerinnen und Schüler an der Uni Duisburg-Essen selbst. Mithilfe des Landes hat die Uni eigens für sie ein Labor mit HighTech-Mikroskopen geschaffen, die es an Schulen nicht gibt. Betreut von Studierenden der Natur- und Ingenieurwissenschaften entdecken die Schüler beispielsweise im hochauflösenden Rasterelektronenmikroskop, dass ein Schmetterlingsflügel keine Farbpigmente besitzt. Die topmoderne Ausstattung mit einem hochauflösenden Lichtmikroskop, einem Rasterelektronenmikroskop sowie einem Rastertunnelmikroskop ist für Physik-Lehramtsstudentin Lara ein großer Pluspunkt des Labors. Sie betreut seit zwei Jahren die Schüler, so auch am Tag der Eröffnung: “Es ist toll, mit Schülern Experimente machen zu können, die so an der Schule unmöglich sind, weil die Geräte sonst einfach zu teuer sind.” Die Möglichkeiten des Nano-Labors brachte auch Evonik-Vorstandschef Klaus Engel augenzwinkernd auf den Punkt: “Man sieht nicht nur mit dem Herzen gut, sondern auch mit dem Elektronenmikroskop”, zitierte er frei nach Antoine de Saint-Exupéry. Er selbst sei in den Nano-Kosmos damals noch mit dem Kosmos-Chemiebaukasten vorgedrungen. Da bietet das Schülerlabor nun noch viel tiefere Einsichten dank modernster Technik.

 

Während Lara mit einigen Schülern an einer Farbstoffsolarzelle bastelte, führte ihr Kommilitone Petros Ministerin Svenja Schulze in die Kunst des Zaubersands ein. Mit diesem kann man auch unter Wasser Sandburgen bauen. Die Ministerin hatte so viel Spaß am Experimentieren, dass Petros ihr spontan zum doppelten Geburtstag eine Packung Zaubersand schenkte.

2. Oktober, 2014 | 09:43
Autorin: mwi
zdi | Zukunft durch Innovation

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