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Gymnasiasten experimentieren gemeinsam mit Grundschulkindern

Der  naturwissenschaftlich-technische  Bereich  des  Sachunterrichts kommt in vielen Grundschulklassen zu kurz. Andererseits sind  Schülerinnen  und  Schüler gerade  von  naturwissenschaftlich-technischen  Themen  häufig  begeistert. Grundschullehrerinnen und –Lehrer wären hier gerne mehr aktiv, aber oft fehlen Konzepte für die Zielgruppe oder Material.  Die sogenannte KiNT-Box (Kinder lernen Naturwissenschaften und Technik) sind genau aus diesem Grund entstanden und bieten Experimentiereinheiten für Grundschüler zu den unterschiedlichsten Themen.
Das zdi Zentrum in Essen nahm sich vor etwa fünf Jahren dieser Thematik an und erwarb einige Boxen. Die Idee war, Grundschulkindern MINT-Sachunterricht anzubieten, der von Oberstufenschülerinnen und –Schülern durchgeführt wird.  

 

Wie bringe ich eine Glühbirne zum leuchten? – MINT-Botschafter vom Helmholtz-Gymnasium probieren dies zusammen mit Grundschulkindern aus.

In Kooperation mit dem Kompetenzteam Essen bot das zdi-Zentrum interessierten Lehrerinnen und Lehrer von weiterführenden Schulen Weiterbildungen im Umgang mit den KiNT-Boxen und Kindern im Grundschulalter. Dieses Know-how gaben die Lehrerinnen und Lehrer wiederum an engagierte Oberstufenschülerinnen und Schüler weiter und bildeten sie zu MINT-Botschaftern aus. Seitdem experimentieren Oberstufenschüler regelmäßig mit Grundschülern.

Das Helmholtz-Gymnasium in Essen ist seit Beginn dieses Projektes dabei. Auch in dieser Woche besuchten Viertklässler das Gymnasium und experimentierten an elf verschiedenen Stationen. Mit Bausteinen, die an „Duplo“-Lego erinnern, bauten die Kinder Schaltkreise und brachten so Glühbirnen zum Leuchten, betrieben ein Solar-Radio oder lernten, dass Strom auch gefährlich ist.

 

Gemeinsam experimentieren Grundschüler mit Gymnasiasten und gehen der Frage nach “Was schwimmt, was sinkt? – Und warum?”

„Wir wollen Grundschüler so früh wie möglich im MINT-Bereich fördern“, sagt Marcel Szünstein, der am Helmholtz die Fächer Technik, Informatik und Chemie unterrichtet. „Weil wir die Expertise und die Ausstattung dafür haben, ist die Kooperation mit den Grundschulen vor fünf Jahren ins Leben gerufen worden.“ Das Helmholtz-Gymnasium ist das einzige stadtweit, das gemeinsam mit dem benachbarten Maria-Wächtler-Gymnasium Technik-Leistungskurse in der Oberstufe anbietet. „Die Schüler nehmen danach oft ein Ingenieurstudium auf“, berichtet Waldemar Nowak, Lehrer am Helmholtz. Und dass der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt, sondern zum Beispiel auch mit Licht gewonnen werden kann – was die Grundschüler beim Solar-Radio eindrucksvoll zu sehen bekamen –, ist womöglich der Anfang einer Laufbahn in den Naturwissenschaften.

 

 

8. Dezember, 2017 | 14:17
cm/zdi
zdi | Zukunft durch Innovation

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