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FabLab in Bottrop: Schüler arbeiten mit 3D-Druckern

Monika Bruckmann und Dr. Ralph Angermund (v.l.) im Gespräch mit Schülern.

Monika Bruckmann und Dr. Ralph Angermund (v.l.) im Gespräch mit Schülern.

Die Schülerinnen und Schüler sitzen konzentriert in Kleingruppen vor den Computern und zeichnen die Rotorblätter ihres Windradmodels. Es bleiben ihnen nur noch wenige Stunden, bis sie ein kleines Rad aus Holz betrieben mit einer Solarzelle in Händen halten sollen. Der Zeitdruck aber auch die spannende Atmosphäre tragen wahrscheinlich gleichermaßen zu der Konzentration bei.

12 Jugendliche nahmen an dem Berufs- und Studienorientierungskurs unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Schäfer an der Hochschule Ruhr West teil. Koordiniert wird die Maßnahme vom zdi-Netzwerk Mülheim, das Vertreter der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (RD) sowie des NRW-Wissenschaftsministeriums (MIWF) eingeladen hatte, um vorzustellen, wie Berufs- und Studienorientierung bei zdi umgesetzt werden. Dr. Ralph Angermund vom MIWF und Frank Umberg sowie sein Kollege André Bergmann von der RD zeigten sich begeistert von dem Tatendrang der Jugendlichen und der Ausstattung des FabLab.

Hauptschüler lernen Produktionstechnik kennen

Das FabLab ist ein perfekter Ort für Tüftler und zum Experimentieren. Es ist eines von deutschlandweit 21 FabLabs, wie die offene Werkstatt genannt wird.

Die 3D-Drucker im Bottroper FabLab.

Die 3D-Drucker im Bottroper FabLab.

Die Abkürzung steht für fabrication laboratory, also Fabrikationslabor. Ein FabLab soll ein offener Raum sein für Privatpersonen, Schüler und andere, die in die Welt der Produktionstechnik eintauchen wollen.

In Bottrop stehen neben einem Laser-Cutter fast zehn 3D-Drucker für die Besucher bereit. Diese beiden Maschinen nutzen auch die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Welheim. Zuerst lernten sie den Umgang mit beiden Geräten und bauten Schlüsselanhänger. Im zweiten Schritt konstruierten sie nach Anleitung das Windrad, das teilweise aus geschnittenem Holz und teilweise aus Plastikelementen, die im 3D-Drucker entstanden, besteht.

Ängste vor Studium und MINT abbauen

Anna-Kristin Albers (r. hinten) vom zdi-Zentrum MINT4u mit Schülerinnen und einer Betreuerin (l.).

Anna-Kristin Albers (r. hinten) vom zdi-Zentrum MINT4u mit Schülerinnen und einer Betreuerin (l.).

Betreut wurden sie von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern aus dem Team von Prof. Dr. Schäfer sowie dem zdi-Zentrum MINT4u in Bottrop. Schäfer arbeitet im Fachbereich Informatik mit dem Schwerpunkt Technische Informatik und leitet das FabLab. Für ihn ist klar: Die praktischen Erfahrungen, die die Jugendlichen im Labor machen, können einen Weg in Richtung Hochschulstudium eröffnen. Denn der direkte Kontakt zu Studierenden, Professoren und der Besuch vor Ort an der Hochschule baut Hemmungen und Ängste ab, die manch einen vielleicht davon abhalten nach dem Schulabschluss ein Studium zu beginnen. Und natürlich sollen solche Projekte ein grundsätzliches Interesse für MINT und MINT-Berufe wecken und Hemmnisse abbauen.

20. Januar, 2016 | 11:00
Autor: khe
zdi | Zukunft durch Innovation

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