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FUELCELLBOX 2016 – zdi-Partnerschule gewinnt Schülerwettbewerb

Beim 11. NRW-Schülerwettbewerb FUELCELLBOX 2016 der EnergieAgentur.NRW und der H-TEC EDUCATION GmbH zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik wurden am 30. Juni die besten fünf Teams der ursprünglich über 100 Gruppen im Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) in Duisburg geehrt. Die Siegerteams kommen aus Essen, Brakel, Herten, Gladbeck und Lippstadt von drei Gymnasien und zwei Berufskollegs.

Keine Angst vor komplexer Aufgabe

Der Wettbewerb wird seit 2004 veranstaltet und soll Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 11 die Zukunftstechnologien Wasserstoff und Brennstoffzelle näher bringen. Schirmherr ist seit 2010 NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel. In diesem Jahr ging es um die Speicherung erneuerbarer Energien durch Wasserstoff und der anschließenden Nutzung des Wasserstoffs als Treibstoff für eine Brennstoffzelle. Mit der Brennstoffzelle sollte ein Rechenzentrum unterbrechungsfrei betrieben werden. Mit Hilfe eines Baukastens, der Fuelcellbox, musste ein entsprechendes System inklusive Wasserstoffinfrastruktur entwickelt werden, um als finale Aufgabe einen Modelltag für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung durch Solarkraft, Windkraft sowie Elektrolyseure und Brennstoffzellen zu simulieren.

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Joel Kharim Notthoff und Jonas Deseive bei der Präsentation ihrer Arbeit im Duisburger ZBT

Schule abseits des üblichen Trotts

Christian Lübbering, Lehrer am Essener Don-Bosco-Gymnasium, fand in seinen Technikkursen schnell zwei Schüler, die Interesse an einer Teilnahme an dem zweiphasigen Wettbewerb hatten. Zunächst galt es, den theoretischen Teil zu absolvieren. Das gelang den beiden so gut, dass man es unter die besten 20 Teams schaffte, die eine praktische Aufgabe rund um die Fuelcellbox erhielten. Jonas Deseive und Joel Kharim Notthoff: „Die zweite Phase des Wettbewerbs wurde gegen Ende der Bearbeitungszeit richtig zu „unserem Ding“. Während wir in der ersten Phase noch manchmal durch unseren betreuenden Lehrer ins richtige Wasser geschoben werden mussten, wuchsen wir langsam aber sicher mit den Aufgaben. Die Brennstoffzellentechnologie stellt unserer Meinung nach ein wirklich zukunftsweisendes regeneratives Energiemodell dar, dessen ganz großer Durchbruch sicherlich noch bevor steht. Der Wettbewerb eignet sich prima dazu, uns Schüler an ein sonst völlig fremdes Thema heranzuführen und auch Hemmschwellen abzubauen. Eigentlich ist die ganze Sache gar nicht so kompliziert, wie zunächst angenommen. An dieser Stelle möchten wir uns für die Möglichkeit bedanken, mit den zur Verfügung gestellten Materialien experimentieren zu dürfen. Abschließend können wir mit Fug und Recht behaupten: es hat wirklich Spaß gemacht und wir haben in dieser Zeit Schule auch mal Abseits der sonst manchmal sehr eintönigen Realität kennen gelernt.”

Fuelcellbox

Allen Grund stolz auf seine Schüler zu sein: Lehrer Christian Lübbering (rechts). Fotos: Foto: eventfotograf.in

Der Schülerwettbewerb rund um die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie ist und bleibt eine wichtige Investition für die Zukunft des Klimaschutz- und Wirtschaftsstandortes NRW. Das bekräftigte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel in seiner Videobotschaft: „Nicht immer wurde der Brennstoffzelle so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie wir das heute tun. Manche Entwicklungen sind zeitintensiv und brauchen einen langen Atem. Wie man bei der Brennstoffzelle sieht, führen sie aber häufig zum Erfolg. Sie hat eine große Zukunft vor sich, wenn es darum geht, unsere Energieversorgung insgesamt umweltfreundlicher und CO2-freier zu gestalten. Der Wandel von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien ist die große Aufgabe und Herausforderung in unserer Welt. Ich sehe hier wichtige Zukunftsperspektiven für unser Land in der Forschung und in den Unternehmen. Umso wichtiger ist es, sich schon in der Schule mit solch zukunftsweisenden Technologien zu befassen.“

Mehrwert für Schüler und Schule

„Aus der Sicht eines Lehrers kann ich abschließend behaupten, dass es sich in jedem Fall lohnt, am Wettbewerb teilzunehmen. Nicht zuletzt wegen der Fuelcellbox mitsamt der Komponenten, die nach Wettbewerbsende in den Schulbesitz übergeht. Natürlich ist die Betreuung einer Wettbewerbsgruppe mit einer nicht unerheblichen Mehrarbeit verbunden. Der Gedanke, dass die Schüler neue berufliche Perspektiven kennenlernen, selbstständig und intrinsisch motiviert arbeiten, etwas Gutes für sich und die Schule tun und zu guter Letzt auch noch eine Menge lernen, wiegt das zusätzliche Engagement aber vollends wieder auf. Gerne werde ich in den Folgejahren wieder am Wettbewerb teilnehmen” ist sich Christian Lübbering jetzt schon sicher.

Bericht auf der Schulhompage des Don-Bosco-Gymnasiums

Pressemitteilung der EnergieAgentur.NRW

 

25. Juli, 2016 | 08:15
zdi | Zukunft durch Innovation

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