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Nicht nur spielen – programmieren!

“Don’t just play on your phone. Program it!”

Der Aufruf von US-Präsident Barack Obama ist klar wie 1 und 0 eines Binärcodes. Junge Menschen rund um den Globus sollen lernen, wie man selbst programmiert.

Das kurze Video des US-Präsidenten gab den Startschuss für die Computer Science Education Week, kurz CESW, vom 8. bis zum 14. Dezember. Kinder und Jugendliche können während dieser Woche des Programmierens die Liebe zum Coden lernen. Unter dem Motto “Hour of Code” finden weltweit Aktionen statt, bei denen Schülerinnen und Schüler Spiele und Apps selbst programmieren. Die Aktion kommt aus den USA und kämpft gegen den Missstand, dass bislang die wenigsten Schulen Informatik unterrichten. Dabei ist technologisches Programmierwissen gefragt wie nie. Die Zahl der Jobs, in denen wenigstens geringe Coding-Kenntnisse von Nöten sind, steigt stetig. Jeder nutzt zwar täglich Handys und Computer, aber ein Spiel selbst programmieren oder auch nur den Quellcode auf einer Internetseite verstehen? Ist das nicht etwas nur für Nerds? Die CSEW will mit ihren Projekten mehr Informatik-Vermittlung anstoßen und mit Vorurteilen aufräumen.

Hour-of-Code

Auch das zdi-Schülerlabor InfoSphere an der RWTH Aachen beteiligte sich zum zweiten Mal an der spektakulären Aktion. “Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können bei der Hour of Code erkennen, dass sie dank Informatik selbst in der Lage sind unsere digitale Welt mitzugestalten”, erklärte Nadine Bergner vom InfoSphere die Beteiligung des Schülerlabors. Kinder aller Klassenstufen waren gemeinsam eingeladen, sich in dreistündigen Workshops einen Überblick über die Informatik und die Rolle der Programmierung zu verschaffen. Anschließend arbeiteten sie an Projekten, die auf ihren persönlichen Vorwissensstand und ihr Alter zugeschnitten waren.

Roboter und Angry Birds

Anleitungen für die Programmier-Workshops hatten die Initiatoren der “Hour of Code” online bereit gestellt. Wer Roboter programmieren oder eine Spielszene von “Angry Birds” festlegen will, lernt das Programmieren hier ganz spielerisch kennen. Die Konzepte haben zahlreiche Profi-Entwickler aus den USA mit verschiedenen Herausforderungen für jede Altersstufe und die unterschiedlichsten Vorwissensstände erarbeitet. Beim gemeinsamen Programmieren im Aachener InfoSphere sollten mit der Gruppenarbeit auch soziale Kompetenzen wie Teamarbeit vermittelt werden. Denn auch sie gehören zur Informatik dazu.

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Mit einfachen Algorithmen und Codes konnten Kinder und Jugendliche somit Teil eines globalen Projektes werden. Das Aachener Schülerlabor freute sich über einen Besucherrekord von 45 Mädels und Jungs von der 1. bis zur 10. Klasse.  Weltweit erreichte die Hour of Code Millionen von Kindern und Jugendlichen. Mehr Infos über die Initiative finden sich auf der Webseite der Computer Science Education Week. Einen Nachbericht zur Hour of Code im Aachener InfoSphere gibt es hier zu lesen.

10. Dezember, 2014 | 12:45
Autor: zdi/mwi
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