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Integrationshilfe mit Spezialeffekten

Am 24. Juni war es soweit. Mit einem Abschlussfest konnte die erfolgreiche erste Etappe des Projektes „Sprachförderung beim Experimentieren“ für Flüchtlingskinder und Jugendliche bei KITZ.do, dem Kinder- und Jugendtechnologiezentrum Dortmund, gefeiert. „Nur wenn ich die richtigen Begriffe kenne, kann ich beschreiben, was ich mache“, lautet das Leitmotiv dieses innovativen Förderprojektes. Durch die konstante Unterstützung der Stiftung help and hope ist es nun möglich, sprachfördernde Angebote mit praktischer Erfahrung und selbstständigem Experimentieren zu kombinieren und so einen wertvollen Beitrag zur Integration von Flüchtlingskindern und –jugendlichen zu leisten. Als Höhepunkt des Abschlussfestes wurde den TeilnehmerInnen aus den Pilotklassen feierlich eine Urkunde zum erfolgreichen Projektabschluss überreicht. Neben vielen kleinen Experimenten, die die Jugendlichen selbst durchführten, musste jede/r TeilnehmerIn über einen Pool laufen, der mit einem nichtnewtonschen Fluid gefüllt war.

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Kinder verschiedener Dortmunder Auffangklassen, die am Projekt teilgenommen haben, beim Abschlussfest. Im Hintergrund Martina Blank (links) vom Technologiezentrum Dortmund und Dr. Ulrike Martin, Leiterin des KITZ.do.

Anreize durch Sprechen und Experimentieren

Das Projekt „Sprachförderung beim Experimentieren“, das von KITZ.do umgesetzt wurde, setzte dabei auf die Kombination von Sprechunterricht und motivierenden Experimenten. An zehn aufeinanderfolgenden Terminen wurden naturwissenschaftliche Phänomene genutzt, um Sprachanlässe zu schaffen und Neugier zu wecken. „Die naturwissenschaftlichen Gesetze sind für alle gleich, darum stellen sie die ideale Grundlage für eine sprachübergreifende Verständigung dar“, so Dr. Ulrike Martin, Leiterin der Einrichtung. Das Reden über selbst hergestellte technische Apparaturen oder eigenständig durchgeführte Experimente helfe dabei, praktisches und theoretisches Lernen zu verknüpfen. Das Gesamtverständnis werde auf diese Weise zusätzlich gefördert. „Wenn ich weiß, wie die Werkzeuge heißen, kann ich auch meine Tätigkeiten beschreiben“, erläutert Uwe Ewe, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei KITZ.do, die Leitidee des Projektes. Besonders Kinder mit Migrationshintergrund oder anderweitigem Sprachförderbedarf erweitern spielerisch ihren Wortschatz. Sie erlernen die wissenschaftliche Fachsprache durch die Verwendung der von KITZ.do entwickelten „Sprach-Werkzeuge“ sowie durch die Begleitung von sprach-sensibilisierten BetreuerInnen. Diese wurden im Vorfeld geschult, um sprachliche Probleme und Hürden zu erkennen und diesen mit geeigneten sprachfördernden Maßnahmen zu begegnen.

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Stolz auf die Projekturkunde aus den Händen von Martina Blank, Dr. Ulrike Martin und Uwe Ewe, dem Projektverantwortlichen des KITZ.do

Weitere Sponsoren gesucht

Doch nicht nur die TeilnehmerInnen lernten in den durchgeführten Kursen dazu, auch die Projektverantwortlichen gewannen an Erfahrung. Um diese Erfahrungswerte zu teilen und gemeinsame Kräfte zu bündeln, waren einige KITZ.do-Förderer geladen. So überzeugte sich Martina Blank, Mitglied der Geschäftsleitung des Technologiezentrums Dortmund, persönlich, dass es eine gute Entscheidung war, Räumlichkeiten im Biomedizinzentrum (BMZ) bereitzustellen. Damit konnte das Projekt in einem voll ausgestatteten Labor stattfinden und den Kindern ein entsprechendes Platzangebot bereitgestellt werden. Das positive Ergebnis war beim Abschlussfest deutlich spürbar. Die Kinder und Jugendlichen beschäftigten sich ganz selbstverständlich mit den bereit gestellten Experimenten und tauschten sich dabei rege aus. Auch im nächsten Schuljahr soll das erfolgreiche Projekt weitergeführt werden. Zur Finanzierung des Programms wünscht KITZ.do sich weitere Partner.

Homepage des KITZ.do

4. Juli, 2016 | 13:17
zdi | Zukunft durch Innovation

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