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IT-Lehrer-Rallye stärkt Partnerschaft zwischen Schulen, Unternehmen und Hochschuleinrichtungen

Inhalte der Informatik werden oft falsch eingeschätzt

Häufig klafft die Kenntnis darüber, was in der Schule gelehrt und von einem Unternehmen oder einer Hochschuleinrichtungen erwartet wird, auseinander. Dies gilt vor allem für den Bereich Informatik.
Ein bisschen ein IT kann jeder. Auf diese Fehleinschätzung trifft man häufig bei Jugendlichen als auch bei Unternehmen. Jugendliche unterliegen meist dem Missverständnis, dass  eine hohe Frequenz in den sozialen Netzwerken oder das Basteln von YouTube-Videos, eine gute Ausgangsbasis für ein Studium ist. Unternehmen betrauen Fachfremde mit IT-Problemen, nur weil er sich besser mit Computern auskennt als seine Kolleginnen und Kollegen.
Und Lehrkräfte stehen noch ganz anderen Herausforderungen gegenüber. Oftmals haben sie keinen Einblick in Alltag der Unternehmen und den Anforderungen an Hochschulen. Dennoch müssen sie ihre Schülerinnen und Schüler auf eine berufliche Zukunft vorbereiten.
Daher ist bei der Thematik Fachkräftesicherung das Zusammenspiel von Unternehmen, Universitäten und Schulen immer wichtiger, um Jugendliche genauer und besser bei der Berufswahl zu unterstützen.

Teilnehmer und Dozenten der IT-Lehrer-Rallye auf dem Campus Steinfurt der Fachhochschule Münster

IT-Lehrer-Rallye vermittelt genaue Studien- und Berufsanforderungen an einen Informatiker

Das zdi-Zentrums Kreis Steinfurt hat eine Veranstaltungsreihe für Lehrer entworfen: die IT-Lehrer-Rallye. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen besuchen Unternehmen oder Hochschulen in der Region Steinfurt und bekommen einen intensiven Einblick in unternehmerische Abläufe, die neusten IT-Trends oder Studienanforderungen. Im Gegenzug bekommen Unternehmen und Unis einen besseren Zugang zu Jugendlichen. Lehrkräfte werden zu Partnern und Multiplikatoren. Sie haben den direkten Draht zu Jugendlichen und leiten genauere Berufs- und Studienbeschreibungen oder interessante Angebote an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. Gleichzeitig können sie die Ansichten und Erwartungen der Jugendlichen an die ausbildenden Institutionen weitergeben.

Am 22. November besuchten 14 Lehrerinnen und Lehrer den  Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster. Jürgen te Vrugt, Dekan des Fachbereichs, stellte zu Beginn die genauen Lehrinhalte des Fachbereichs vor. Dabei widmete er sich im Besonderen den Lehrplaninhalten der Informatik. Im Anschluss durften die Lehrerinnen und Lehrer sich selbst als Programmierer ausprobieren. Das beliebte 3D-Spiel „Minecraft“ bietet einen guten Einstieg in die Programmierung. Lutz Kuster, Lehrer von der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule aus Saerbeck, fand die Schulung sehr nützlich: „Mit den Inhalten der Lehrer-Rallye können wir Schülern zeigen was Programmieren bedeutet ohne sie zu überfordern.“

Partnerschaft zwischen Schule und Universität verbessert Studien- und Berufswahl junger Menschen

„Bei Informatik dreht sich im Wesentlichen alles um Logik. Ein Informatiker strukturiert Prozesse. Mathematik spielt dabei eine große Rolle. Und je mehr Vorkenntnisse die Schülerinnen und Schüler mit an die Uni bringen, desto besser meistern sie ihr Studium.“Dekan te Vrugt betonte, wie wichtig eine gute und genaue Berufs- und Studienorientierung sei. Vielen jungen Menschen, sei nicht bewusst, was sie im Studium leisten müssen oder ob es vielleicht besser wäre, erst eine Ausbildung zu machen. „Ich wünsche mir interessierte und gut informierte junge Menschen an unserer Fachhochschule.“, sagt te Vrugt. Und hier kommen die Lehrerinnen und Lehrer ins Spiel. te Vrugt sieht sie als Partner für eine verbesserte Kommunikation mit Jugendlichen.

 

24. November, 2017 | 16:09
zdi | Zukunft durch Innovation

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