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Europa vor Ort – Journalistenreise Münsterland

“Europa zum Anfassen” – so bezeichnete Stephan Koppelberg den Zweck der Journalistenreise Münsterland. Der Leiter der Regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn hatte zu dieser Exkursion eingeladen. Auf dem Programm standen drei von der EU geförderte Projekte, zu denen auch das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt gehörte. Für die Pressevertreter entstanden dabei aus abstrakter EU-Fördertheorie konkrete Bilder regionaler Förderprojekte. In Steinfurt erwartete sie unter anderem eine angeregte Podiumsdiskussion mit zdi-Akteuren und Vertretern der Zielgruppe: jungen Schülerinnen und Schülern.

Europäisches Ziel Innovation

Das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt repräsentierte bei der Journalistenreise das Innovationspotential EU-geförderter Projekte. Denn seine erstklassige Netzwerkarbeit verkörpert genau das, was die EU fördern will: Über 80 feste Partner schaffen und fördern Wachstumspotential und zeigen jungen Menschen Berufsperspektiven auf. Ein Schritt in die richtige Richtung, weiß Stephan Koppelberg: “Gut ausgebildete Leute sind eine wesentliche Stärke Europas!”

Nachhaltige Netzwerkarbeit

Lisa und Malin lernten bei der MINT-Ralley Unternehmen aus der Umgebung kennen.“Hilfe hat ein Gesicht bekommen”, lobte dann auch Karl Watermann, Schulleiter der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck, die Arbeit des noch jungen Zentrums in der Podiumsdiskussion. An seiner Schule mit starkem MINT-Profil fand kürzlich eine Job-Ralley statt. Das zdi-Zentrum vermittelte hierfür die Kontakte zu Unternehmen, die Schülerinnen und Schüler bei der Ralley kennenlernen konnten. Lisa (14) und Malin (13) gefiel die Aktion sehr gut. Malin bekam dank der Job-Ralley auch einen besseren Überblick über Unternehmen in ihrer Umgebung. “Wir müssen in der neunten Klasse ein Pflichtpraktikum machen. Durch die Ralley weiß ich jetzt, was es hier so gibt”, so die Dreizehnjährige.

Berufsziel Ingenieur

Abiturient Jesaja berichtet von seiner Physik-Facharbeit. Mitte: Christian Rapien vom zdi-Zentrum Kreis Steinfurt. Rechts: Jesajas Physiklehrer Martin Czekalla, der das zdi-Zentrum um Hilfe bat.Für Jesaja (20) war die Hilfe des zdi-Zentrums sogar berufsweisend. Der Abiturient wollte in der 11. Klasse die Akustik seiner Schulmensa messen. “Dafür brauchte ich allerdings viel technisches Equipment. Über das zdi-Zentrum kam ich mit der Firma KÖTTER in Kontakt, die mir einen Geräuschgenerator und Mikros zur Verfügung stellte.” Andernfalls hätte Jesaja seine Physik-Facharbeit gar nicht schreiben können. Nun will er sogar nach bestandenem Abi ein duales Studium zum Ingenieur beginnen.

Fokus Mädchenförderung

Für Christof Wetter, Professor für Umwelttechnik an der FH Münster, gab auch die Mädchenförderung den Ausschlag zur Kooperation mit dem zdi-Zentrum. “Seit 15 Jahren sind wir auf Mädchensuche”, beklagt er den Frauenanteil in seinem Fachbereich, der noch immer lediglich 12,1 % beträgt. “Wir wollen mehr Mädchen für den Ingenieurberuf begeistern. Daher arbeiten wir eng mit zdi zusammen”, erklärte der renommierte Umweltwissenschaftler. Mit Angeboten speziell für Mädchen schafft zdi dafür eine kontinuierliche Basis. So lernen bei der MINT-Kreuzfahrt beispielsweise Schülerinnen mit zwei Bussen mehrere Unternehmen kennen, ganz ohne Jungs. In einem eigenen KFZ-Technik-Kurs können sie Werkstattluft schnuppern oder Hilfe beim Bau einer Homepage erhalten.

Zukunftsweisend mit MINT-Förderung

Neben der Mädchenförderung konzentriert sich das zdi-Zentrum stark auf Robotik und Klimaschutz. In eigenen Legoseminaren lernen Lehrkräfte den Umgang mit Lego-Mindstorm-Robotern. Für 2015 ist zudem ein Klimaschutztag geplant.

 

 

80.000 Euro stehen dem Steinfurter zdi-Zentrum für seine MINT-Aktivitäten an europäischen Geldern zur Verfügung. Damit wurden bereits viele nachhaltige Strukturen geschaffen, die auch nach Ende der Förderung fortbestehen sollen. Seit der Gründung des Zentrums konnte die Zahl der Kooperationen von rund 40 auf über 80 verdoppelt werden.Und das innerhalb nur eines Jahres. Neben einer intensiven Netzwerkarbeit bietet das Zentrum seinen Partnern Hilfe in der Öffentlichkeitsarbeit, schafft bleibende Kooperationsstrukturen und gewinnt immer wieder neue Partner.

Europa im Kleinformat

Stephan Koppelberg und die geladenen Journalisten waren beeindruckt von dieser MINT-Schaltstelle zwischen Schülern, Unternehmen und Hochschulen. Der Leiter der Regionalvertretung ließ sich im Anschluss an die Präsentation unter anderem in die Kunst des 3D-Drucks einführen. Fasziniert blickte er auf ein kleines blaues zdi-Zeichen in seiner Hand, frisch aus dem Drucker. Ein Blau von der Farbe der Europäischen Union – Europa im Kleinformat. Das zdi-Zeichen nahm er ebenso mit nach Bonn, wie die Sicherheit, dass die EU-Gelder in Steinfurt gut angelegt sind.

18. November, 2014 | 12:55
Autorin: mwi
zdi | Zukunft durch Innovation

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