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Jugendliche erlebten Roboter in der Logistik

Elf Jugendliche lernten die Welt der Logistik kennen.

Elf Jugendliche lernten die Welt der Logistik kennen.

Logistik ist ein zentrales Element moderner Gesellschaften. Ganze Industriezweige verlassen sich auf die zuverlässige Anlieferung von Waren und Rohstoffen, genau dann, wenn sie gebraucht werden. Auch im Alltag spielt diese Form der Logistik eine Rolle, zum Beispiel wenn jemand über das Internet Waren bestellt, die teils noch am selben Tag geliefert werden. Welche Rolle Roboter bei diesen Aufgaben spielen, haben elf Schülerinnen und Schüler aus Duisburg in den Herbstferien gelernt. Sie nahmen an den Workshops „Platz da – Roboter in der Logistik“ und „Gerade noch rechtzeitig? – Just-in-Time-Logistik mit Roboter“ des Duisburger zdi-Zentrums DU.MINT teil.

Im ersten Workshop leitete Sergej Stoetzer die Jugendlichen an, einen eigenen Lagerroboter zu bauen. Er war erstaunt von dem Engagement und der Hartnäckigkeit der Teilnehmer: „Ich habe mich gefreut, dass die Schülerinnen und Schüler aus eigenem Antrieb sich in einer Robotik-Gruppe auf What’s App vernetzten und auch außerhalb der Workshops noch kommunizierten.“

Roboter holte Paletten aus dem Regal

Diese Hartnäckigkeit brachte Nora (14) auf den Punkt: „Ich will das jetzt wissen, wie es genau geht. Ich gehe erst nach Hause, wenn der Roboter macht, was ich will und wenn es die ganze Nacht dauert!“ Am Ende des ersten Workshops konnte der Regalroboter selbständig Paletten aus dem Regal holen und ausliefern. Komplexe und verschachtelte Programmabläufe, Sensorkalibrierung und die Abstimmung mehrerer Roboter haben die Schülerinnen und Schüler selbständig erarbeitet.

Im zweiten Teil wurde damit eine Lieferkette aufgebaut und simuliert. Dazu mussten Gabelstapler und Lieferwagen gebaut werden, die abhängig von der jeweiligen Lieferung unterschiedlich zusammen arbeiten. Auch hier gehörten der Einsatz von Sensoren, die zeitliche und inhaltliche Koordinierung mehrerer Roboter und die Entwicklung von Algorithmen ebenso dazu wie die Abstimmung der Teilaufgaben im Team. Myriam (12) sagte: „Als wir die einzelnen Programme zusammengesetzt haben, war auf einmal alles glasklar. Ich wusste, wie alles im Detail funktioniert und war total begeistert.“

Gesellschaftliche Verflechtungen diskutieren

Der Workshop war so aufgebaut, dass die Anforderungen langsam gesteigert werden können: Versorgt werden müssen eine Stadt mit Lebensmitteln, ein Kraftwerk, das Energie für die Stadt und für Industrieanalagen erzeugen muss. Die stellen auch Ersatzteile für das Kraftwerk her. Eine Unterbrechung der Lieferketten hätte in jedem Fall schwerwiegende Konsequenzen, so das Planspiel. Die Aufgabe war extra als Dilemma entwickelt, um neben den technischen Aspekten auch die gesellschaftlichen Verflechtungen der Logistik diskutieren zu können.

“Jugendliche früh für High-Tech begeistern”

Berufsorientierung und „spielerischer“ Zugang zu Technik waren die Hauptziele der Workshops. Jörn Linke, Niederlassungsleiter der ITQ GmbH in NRW, hielt einen Vortrag über die Mechatronik und zeigte Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten sowie den Alltag im Berufsfeld und Zukunftsoptionen. Während der Besichtigung eines Regalbediengeräts im EffizienzCluster LogistikRuhr demonstrierte der Entwicklungsingenieur Christian Sturm als neuste Entwicklung im Bereich der Roboterlogistik einen Seilroboter, der besonders wendig und energiesparend ist, und stand für Fragen zur Verfügung.

Jörn Linke bewertete die Workshops positiv: „Mit der die Durchführung derartiger Projekte werden in einer neuen didaktischen Form komplexere technische Sachverhalte vermittelt und gleichzeitig Schülerinnen und Schüler frühzeitig für High-Tech begeistert. Mit dem Projekt Lego-Mindstorms sollen möglichst viele junge Menschen frühzeitig für Wissenschaft und Technologie begeistert werden und Berührungsängste vor komplexer Technik abgebaut werden.“

Einen tieferen Eindruck erhalten Interessierte in einem Video über den Herbstferienworkshop:

http://youtu.be/UDB2WOqheYM

28. November, 2013 | 13:15
zdi | Zukunft durch Innovation

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