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Jugendliche kreieren eigene PC-Spiele

Die Teilnehmer des Spiele-Kurses (v.l.n.r): Tobias (15), Marian, Sebastian, Tobias, Tim, Philip, Dozent Michael und Sonja.

Die Teilnehmer des Spiele-Kurses (v.l.n.r): Tobias (15), Marian, Sebastian, Tobias, Tim, Philip, Dozent Michael und Sonja.

Die einen wissen schon heute, dass sie nach dem Abitur Informatik studieren oder Concept Artist werden und in der Spielebranche arbeiten möchten. Die anderen haben keine Ahnung von ihrer beruflichen Zukunft und probieren Verschiedenes aus. Wie kreativ und ansprechend sogenannte Berufsorientierungskurs im Bereich der MINT-Fächer sein kann, zeigt das zdi-Zentrum Mülheim mit dem Workshop „Grafikberufe in der Praxis – wir erschaffen Spielewelten“. Fünf Tage lang schlüpfen die Jugendlichen, die zwischen 14 und 16 Jahre alt sind, in die Rolle des Grafikers und Spieleentwicklers. Am Ende können sie ein selbst kreiertes PC-Spiel mit nach Hause nehmen.

Dozent Michael Filipowski hat die acht Teilnehmer in drei Gruppen geteilt. „Teamarbeit ist wichtig, wenn man in der Spielebranche arbeiten möchte“, sagt der selbständige 3D-Grafiker. Er hat sich darauf spezialisiert, virtuelle Figuren zu erfinden. Durch seinen eigenen Werdegang kennt er die Schwierigkeiten, auf die Jugendliche stoßen. „Manch einer spielt sehr gerne PC-Spiele und stellt sich einen Beruf in dem Bereich sehr interessant vor. Doch nicht jeder, der gerne spielt, hat auch Spaß an dem Erfinden von Computerspielen.“ Ob die Arbeit als Spieleentwickler etwas für die Jugendlichen ist, können sie bei dem zdi-Kurs herausfinden. „Die Leidenschaft muss einfach da sein, sonst wird das nichts mit dem Job“, sagt Filipowski.

Viele haben den Einsteigerkurs schon besucht

Leidenschaft bringen die Jugendlichen sicherlich mit. Warum sonst sollten sie eine Woche ihrer Sommerferien im Seminarraum verbringen? Tobias (16) zum Beispiel hat – wir die meisten anderen Teilnehmer – bereits einen Einsteigerkurs des zdi-Zentrums zum Thema Spieleprogrammierung besucht. Er zeichnet gerne Figuren und kann sich vorstellen, später Concept Artist zu werden, also jemand, der die Ideen der Spieleentwickler visuell umsetzt.

Gemeinsam mit Tobias (15) und Marian (13), die ebenfalls schon am Einsteigerkurs teilgenommen haben, erfindet Tobias eine Weltraum-Spielewelt, in der ein Held gegen Aliens kämpfen muss.

 Der Held von Tobias, Marian und Tobias muss sich gegen Aliens behaupten.

Der Held von Tobias, Marian und Tobias muss sich gegen Aliens behaupten.

Der 15-Jährige Tobias möchte später einen technischen Beruf ergreifen: „Spiele finde ich interessant, könnte mir aber auch vorstellen, Ingenieur zu werden.“ Marian hat noch etwas mehr Zeit, bevor er sich für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden muss und möchte sich noch etwas orientieren.

Spieleentwicklung als Hobby

Philipp (14) und Sebastian (16) erfinden gemeinsam ein Spiel, in dem der Held Zombies bekämpft.

Philips und Sebastians Held kämpft gegen Zombies.

Philips und Sebastians Held kämpft gegen Zombies.

Beide sehen die Spieleentwicklung als ein Hobby. Sebastian kommt aus Duisburg und plant, Vermessungsingenieur zu werden. „Da bin ich sowohl am PC, als auch draußen unterwegs. Das finde ich interessant und abwechslungsreicher als nur am PC zu arbeiten.“ Philip hat schon verschiedene Berufe ausprobiert: Frisör, Maler, Lackierer und jetzt Spielegestalter. „Später möchte ich aber Informatik studieren“, sagt er.

Workshop kommt bei Jugendlichen gut an

Das einzige Mädchen, das den Kurs besucht, ist Sonja. Die 14-Jährige spielt am liebsten Konsolenspiele. Gemeinsam mit Tim (14) und einem Kind, das nicht namentlich genannt werden möchte, arbeitet sie an einer Zeitmaschine. „Mit dem Raumschiff fliegen wir durch verschiedene Zeitalter. Urzeit, Mittelalter, Neuzeit und Zukunft.“ Sie zeichnet gerade eine Hexe, die als Gegner dienen soll (siehe Gruppenfoto).

 

Sonja und Tim haben eine Zeitreise gestaltet.

Sonja und Tim haben eine Zeitreise gestaltet.

 

Sonja kann sich vorstellen, beruflich Spiele zu gestalten und zu programmieren. Tim hingegen sagt: „Ich habe keine Ahnung, was ich beruflich machen möchte. Deswegen probiere ich alles aus.“

Nach einer Woche haben die Jugendlichen einen guten Eindruck gesammelt, welche Voraussetzungen sie erfüllen müssen, um als Spielegestalter und -entwickler erfolgreich zu arbeiten. Sie sind sich einig: Die Sommerferienwoche würden sie immer wieder gegen den zdi-Kurs eintauschen.

 

In den Herbstferien sind weitere Spiele-Kurse beim zdi-Zentrum geplant. Interessierte können sich bei Jan-Alexander Scheideler informieren und anmelden. (E-Mail schreiben oder Telefon: 0208 / 48 48 62)

3. September, 2013 | 12:16
zdi | Zukunft durch Innovation

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