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Jugendliche stellen Plastik-Baustein bei Firmenbesuch her

Experimentierten mit Kunststoff bei BARLOG plastics: Die Schüler des Overather Paul-Klee-Gymnasiums.

Experimentierten mit Kunststoff bei BARLOG plastics: Die Schüler des Overather Paul-Klee-Gymnasiums.

Das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Rhein-Berg hat den Besuch von Siebtklässlern beim Kunststoff-Unternehmen BARLOG plastics in Overrath organisiert. Das Angebot zeigte den Jugendlichen, wie das Unternehmen funktioniert und wie Produkte entwickelt werden. Am Ende nahm jeder einen selbst hergestellten Baustein aus Plastik mir nach Hause.

Kunststoff von A bis Z erlebt

Der Tag bei BARLOG plastics war in Theorie und Praxis aufgeteilt. In der Theorieeinheit reflektierten die Jugendlichen in welchen Alltagsgegenständen Kunststoff vorhanden ist und diskutierten ihr Bild von „gutem“ sowie „schlechtem“ Kunststoff. Danach stand die Einführung in Stoffeigenschaften auf dem Plan. Dabei wurden von den Firmenmitarbeitern gemeinsam mit den Lehrern im Unterricht vorbereitete Inhalte aufgegriffen und fortgesetzt. Hier definierten die Schüler die Eigenschaften des Plastikbausteins – dazu gehörten Farbe und Stoßfestigkeit. Anschließend ging es in die Praxis. In der Produktion erfolgte das Einfärben des Kunststoffs, die Herstellung im Spritzgussverfahren und die Materialprüfung. In einer Fallhammer-Prüfvorrichtung wurde dabei unter anderem die Widerstandsfähigkeit des Teils geprüft. Schließlich sollte es so wenig wie möglich splittern, um das Verletzungsrisiko an den scharfen Kanten für Kinder zu minimieren. Bei einer Abschlussrunde reflektierten die Jugendlichen den Praxistag und sprachen über das Erlebte.

Werner Barlog, Gründer des Unternehmens, freute sich über das Interesse der Jugendlichen: „Das ist für uns eine tolle Gelegenheit, über die Vielfältigkeit und Bedeutung des Werkstoffes Kunststoff zu informieren. Und gleichzeitig stellen wir ein interessantes Berufsfeld mit Zukunftsperspektive vor.“ Entwickelt wurde dieser Praxistag in enger Zusammenarbeit zwischen dem Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG), das den Theorieteil beisteuerte, und BARLOG plastics.

Effektives Lernen durch Praxis

Das Angebot richtet sich an die 7. Jahrgangsstufen, da in diesem Schuljahr der Chemieunterricht auf den Stundenplan kommt und das Einstiegsthema Stoffeigenschaften sind. Genau um diese Aspekte dreht es sich vor Ort. Für gute Lernerfolge sorgt ebenfalls, dass die Schüler die Praxisstationen in Vierergruppen durchlaufen. „Dadurch ist effektives Lernen möglich“, hat Dr. Frank Nerowski, Chemielehrer am Overather Gymnasium, einen weiteren großen Vorteil ausgemacht. „In Zukunft sollen noch weitere Schulen die Möglichkeit erhalten, von diesen Praxistagen in Unternehmen zu profitieren“, erklären Sandra Haske und Kathrin Dörrenbach, die Koordinatorinnen des zdi-Zentrums.

Die frühe Berufsorientierung hält Dr. Nerowski für notwendig. „Nach dem Abitur beginnen inzwischen immer mehr Schüler eine Ausbildung statt gleich an eine Hochschule zu wechseln“, hat der Pädagoge festgestellt. „Sie haben erkannt, dass sie diesen Schritt auch danach noch machen können.“ Das sind Aussagen, die Werner Barlog sicher gerne hört. Mit seinem Engagement im zdi-Zentrum erhofft er sich natürlich auch, Nachwuchs für sein Unternehmen zu finden. BARLOG plastics bildet junge Menschen zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Werk-zeugmacher/Formentechnik und als Industriekaufleute aus.

Schülerinnen und Schüler begeistert

„Das Experimentieren war voll cool“, zogen Christian, Marcel, Felix und Gian-Luca ein positives Fazit ihres Besuchs. Die Schüler begeisterte besonders, dass sie an richtigen Maschinen arbeiten durften und den gesamten Produktionszyklus miterlebten. „Das war heute ein toller Einblick in das Unternehmen“, waren sich die Jugendlichen nach ihrem Ausflug in die Welt des Kunststoffs einig.

 

26. Februar, 2014 | 16:18
zdi | Zukunft durch Innovation

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