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Junge Forscherinnen und Forscher am 2°Limit – Erfahrungen vom 2°Campus 2016

Was haben Power-to-Gas, Superkondensatoren, Raumkühlung und Lebensmittelverpackungen mit unserer Zukunft zu tun? Ein Dialog zwischen Julia und Lena zu ihren Erfahrungen bei der Schülerakademie 2°Campus – ein gemeinsames Projekt von WWF Deutschland und der Robert Bosch Stiftung

Bereits zum fünften Mal findet in diesem Jahr die WWF Schülerakademie 2°Campus statt. 20 Jugendliche aus ganz Deutschland verfolgen dabei ein Ziel: Sie möchten mit Ihren Forschungsideen einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. 2°Celsius: so lautet das international festgelegte Limit für den Anstieg der globalen Mitteltemperatur. Um dies einzuhalten, müssen wir in Deutschland die Treibhausgase bis 2050 um 95% reduzieren.

Lena

Lena

Lena: „Kein leichtes Unterfangen, oder Julia?“

Julia: „Da hast du Recht, aber wir nahmen die Herausforderung an und bewarben uns erfolgreich auf einen der begehrten Stipendienplätze!“

Lena: „Ich realisierte immer mehr, dass Klimaschutz nicht nur eine Angelegenheit für Politiker/innen ist, sondern jedem Einzelnen Engagement abverlangt, insbesondere in Industrieländern.“

Julia

Julia

 

Am 20. März trafen wir uns, das gesamte 2°Campus Forscherteam zum ersten Mal in Berlin. Von Forscher/innen des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung bis zu WWF Expert/innen zur Studie „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050. Vom Ziel her denken.“ trafen wir viele Wissenschaftler/innen, die vielseitig auf die komplexe Thematik des Klimawandels eingegangen sind und uns die Grundlagen für die wissenschaftliche Arbeit im Sommer vermittelten. Zukunftsvisionen rückten in unseren Fokus.

Vier Forschergruppen, Vier Forschungsfragen

Wir teilten uns in vier Forscherteams zu den gesellschaftlich relevanten Sektoren Energie, Gebäude, Ernährung und Mobilität ein. Zusammen mit unseren wissenschaftlichen Mentorinnen und Mentoren der Partneruniversitäten Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Bergische Universität Wuppertal und Hochschule für nachhaltige Entwicklung entwickelten wir unsere Forschungsfrage:

Inwiefern eignen sich Superkondensatoren auf Basis ökologischer Rohstoffe hinsichtlich der Ladeeffizienz für die Nutzung in E- Bikes? (MOBILITÄT)

Wie ist es möglich, das elektrolytische Verfahren „Power-to-Gas“ hinsichtlich Nachhaltigkeit und Effizienz zu optimieren? (ENERGIE)

Welche Optionen haben Verbraucher*innen, bei der Verpackungswahl die Klimabilanz ihres Lebensmittelkonsums zu optimieren? (ERNÄHRUNG)

Wie lässt sich das sommerliche Raumklima angesichts längerer Hitzeperioden auf nachhaltige Weise optimieren? Und welchen Beitrag leistet dies zum 2°Limit? (GEBÄUDE)

 

Das Team Gebäude_Wetter und Klimadatenerfassung auf dem Dach der Bergischen Universität Wuppertal Energie_Vorbereitung für die Messungen

 

 

 

 

 

 

 

Lena: „Wir fanden heraus, dass es möglich ist, durch einfache bauliche Maßnahmen und intelligentes Nutzerverhalten gänzlich auf Klimaanlagen zu verzichten und erhebliche Mengen CO2 einzusparen. Zwar nimmt Kühlung heute einen vergleichsweise geringen Anteil am gesamten Energieverbrauch des Gebäudesektors ein, dennoch ist mit steigenden Sommertemperaturen und wachsenden Komfortansprüchen der Gebäudenutzer ein steigender Energiebedarf zu erwarten und zudem tragen die vielen Klimaanlagen zur weiteren Erwärmung bei.

Was habt ihr im Bereich Energie herausgefunden in Bezug auf Power-to-Gas?“

Julia: „Das verrate ich am Gebäude_Diskussion im Team_Wie fassen wir unsere Ergebnisse zusammenbesten auf unserer 2°Campus Abschlussveranstaltung!“

Wir laden Sie, liebe Leserinnen und Leser recht herzlich zu unserer 2°Campus Abschlussveranstaltung ein. Eine gemeinsame Veranstaltung mit Zukunft durch Innovation, kurz zdi. Dort möchten wir unsere Forschungsergebnisse vorstellen sowie mit Ihnen und Svenja Schulze, Wissenschaftsministerin Nordrhein-Westfalen gemeinsam die Frage beantworten, wie MINT-Angebote eine nachhaltige Entwicklung fördern können.

Wann? 26. Oktober 2016 von 14 bis 17:30 Uhr

Wo? Bergische Universität Wuppertal

Ausführliches Programm und Anmeldungen unter: http://www.zdi-portal.de/2campus-abschlussveranstaltung-2016/

 

 

Alle Fotos: WWF/Arnold Morascher

 

1. September, 2016 | 17:02
zdi | Zukunft durch Innovation

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