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Junge Tüftler aus Rheine bauen Luftkissensessel

Tim, Marcel, Lucas (im Sitz), Pasquale, Fabian, Niklas und Benedikt (v.l.n.r.) haben den Luftkissensessel gebaut.

Tim, Marcel, Lucas (im Sitz), Pasquale, Fabian, Niklas und Benedikt (v.l.n.r.) haben den Luftkissensessel gebaut.

Eine Woche ihrer Sommerferien haben Tim (12), Marcel (15), Lucas (16), Pasquale (14), Fabian (15), Niklas (15) und Benedikt (14) im Projektlabor Rheine verbracht, um einen Ikea-Sessel zum Fliegen zu bringen. Wie ihr “Hoverchair” aussehen wird, wussten die sieben Jungs zu Beginn der Woche noch nicht. Sie wussten nur, dass sie ein Laubgebläse und einen roten Sessel verwenden würden.

“Wir haben zuerst ein Modell entwickelt, um zu testen, ob unsere Idee funktionieren kann”, erzählt Fabian. Ein umgedrehter Staubsaugermotor dient als Antrieb. Etwas getunt wurde er, damit er einen Menschen tragen kann. Die Idee für das Luftkissen ist simpel: Der Motor pumpt Luft von oben durch eine Platte, an der eine LKW-Plane befestigt worden ist. Die Plane ist unten geöffnet, sodass ein Luftstrom entsteht. Dieser Strom führt dazu, dass das Gefährt einige Zentimeter über dem Boden schwebt.

Nach zwei Tagen der erste Test

Das Motto des Projektlabors: KISS, keep it simple stupid. Baue es einfach einfach. Daran haben sich auch die Jungs bei der Konstruktion gehalten. Nachdem das Modell (siehe Fotos) gezeigt hat, dass die Idee funktioniert, machten sich die Maker daran, den richtigen Hoverchair zu bauen. Nach zweieinhalb Tagen war es so weit: Der erste Test stand an. “Es war super, weil der Sessel wirklich geschwebt ist”, erzählt Berthold Sommer, Leiter des Projektlabors Rheine, das zum zdi-Zentrum Kreis Steinfurt gehört.

Mit 170 Kilometern pro Stunde saust die Luft nun durch das Gebläse. Angetrieben wird der Motor mit Benzin, was ganz schön stinkt. Über 800 Liter Luft werden pro Sekunde auf den Boden gepustet, damit der Sessel schwebt. Der Sessel selbst wiegt 63 Kilo. Beeindruckend, dass problemlos ein Erwachsener auf dem Sessel Platz nehmen kann, um herumzuschweben.

 

 

Präsentation in Hannover

Die Tests zeigten den Bastlern auch einige Schwächen, die am kommenden Tag behoben worden sind. Am Ende der Woche hieß es dann: Auf nach Hannover! Dort besuchten die Jugendlichen die Makers Faire, ein großes Technikfestival, wo Bastler ihre Werke präsentierten. Zwar hatte der Hoverchair bis dahin noch keinen Vorwärtsantrieb, doch waren die Zuschauer dennoch begeistert von der Erfindung aus Rheine.

Die Jungs aus Rheine haben es sogar zu medialem Ruhm geschafft: Spiegel online zeigt den Hoverchair in einer Fotostrecke über die Makers Faire.

Und herein.tv hat sogar ein Video gedreht (online ansehen).

Weitere Informationen über das Projektlabor unter: www.bkr-projekt.de

 

 

26. August, 2013 | 14:21
zdi | Zukunft durch Innovation

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