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Konstruieren, Schweißen, Programmieren – Girls‘ Day 2016 mit zdi

Ausprobieren, Reinschnuppern und spannende Berufe kennenlernen, in denen Mädchen oder Jungen bislang jeweils unterrepräsentiert sind – das ist das Motto des Girls‘ und Boys‘ Day. Als bundesweit jährlicher Aktionstag bietet der „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag“ seit mehr als 15 Jahren Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 Einblicke in zukunftsträchtige Berufsfelder im Bereich der Naturwissenschaften und (Informations-)technologie sowie in handwerkliche Berufe. Unternehmen, Organisationen, Forschungszentren und Hochschulen laden dafür zu eintägigen Schnupperpraktika und Workshops ein. Parallel dazu können Jungen sich an diesem Tag beim „Boys‘ Day – Jungen-Zukunftstag“ über Berufsfelder informieren, in denen sie noch wenig vertreten sind, beispielsweise im sozialen Bereich. Als Gemeinschaftsoffensive zur MINT-Nachwuchsförderung in NRW beteiligten sich auch viele zdi-Netzwerke mit spannenden Angeboten für junge Mädchen. Eine Auswahl bietet die folgende Übersicht:

Aachen
Das Team des zdi-Schülerlabors InfoSphere an der RWTH Aachen bot in diesem Jahr gleich zwei Workshops an. In einem Informatik-Workshop entwickelten und programmierten 16 Mädchen mit dem Programm Scratch ihr erstes kleines PC-Spiel. Im Workshop „Es leuchtet, piepst und bewegt sich, mit Technik die Welt verbessern” konnten Schülerinnen gleich drei Fächer auf einmal kennenlernen und ausprobieren: Chemie, Physik und die Informatik. Dabei lernten die Teilnehmerinnen u. a. was ein Kristall ist und wie er entsteht, wieso es buntes Licht gibt und wie man LEDs und Piezo-Kristalle nutzen und programmieren kann.

Konstruktionen am Rechner.

Konstruktionen am Rechner in Bochum.

Bochum
Das eigene Traumauto konstruieren konnten Schülerinnen in der Arbeitsagentur in Bochum. Beim vom zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW organisierten Workshop erstellten die Teilnehmerinnen ihr eigenes 3D-Design mit einem Zeichenprogramm am PC. Am Computer zuvor gestaltete Chips für Einkaufswagen druckte ein 3D-Drucker direkt aus. Auch im Löten elektronischer Schaltungen konnten sich die Mädchen ausprobieren und damit Lampen zum Leuchten bringen.

Düsseldorf
Bereits einige Tage vor dem eigentlichen Termin des Girls‘ Day 2016 konnten sich Jugendliche in der Wandel- und Bürgerhalle des NRW-Landtags in Düsseldorf über Berufs- und Studienmöglichkeiten informieren – und das vielfach ganz praktisch. Auf dem Markt der Möglichkeiten boten u.a. Polizei, Feuerwehr, WDR und Chemiker-Verband Informationen aus erster Hand. Mit dabei waren auch die zdi-Netzwerke IST.Bochum, MINT.REgio (Kreis Recklinghausen), MINT Herne, die zdi-Schülerlabore TEC-Lab an der Hochschule Bochum und das KITZ.do aus Dortmund sowie die Ingenieurkammer Bau Nordrhein-Westfalen. An mehreren Aktionsständen luden sie zum Mitmachen ein: Die jungen Besucher brachten u.a. einen kleinen NAO-Roboter per Computerprogramm zum Laufen, bauten selbsttragende sogenannte Leonardo-Brücken oder kreierten kleine Chips für einen 3D-Drucker.

Der kleine NAO – mit der richtigen Programmierung kann der Roboter laufen.

Der kleine NAO – mit der richtigen Programmierung kann der Roboter laufen.

Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Was ist überhaupt ein Roboter? Aus welchen Elementen besteht er? Und welche Aufgaben können Roboter übernehmen? Diesen Fragen konnten Schülerinnen im ausgebuchten Workshop „Informatik zum Ausprobieren – Roboterbau und Programmierung“ im zdi-Schülerlabor TechLipp an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe nachgehen. Nachdem die grundlegenden Fragen geklärt waren, konstruierten und programmierten die Mädchen Roboter in Zweiergruppen. In einem kleinen Wettbewerb mussten die Roboter eine vorgegebene Strecke so genau wie möglich zurücklegen. Später war Teamwork gefragt. Die Roboter sollten möglichst synchron im Kreis fahren. Mit Hilfe einiger Programmiertricks und einem Ultraschallsensor bewegte sich der Roboter am Ende des Kurses frei im Raum.

Synchrones Kreiseln – mit ein paar Tricks und Teamgeist klappt es.

Synchrones Kreiseln an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe – mit ein paar Tricks und Teamgeist klappt es.

Köln
Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 verbrachten einen ganzen Tag im Schülerlabor ing.process der Rheinischen Fachhochschule Köln, um das vielseitige Arbeitsfeld des Ingenieurberufs zu erkunden. Sie gingen der Frage nach „Was sind überhaupt Automatisierung und Regelungstechnik?“ und wurden vom Laborteam bei der Durchführung von unterschiedlichen Experimenten in verschiedenen Laboren unterstützt. Wie in den Jahren zuvor berichtete Diplom-Ingenieurin Stephanie Gramm über ihre Erfahrungen als Frau in diesem Berufsfeld und wie sie für Technik und ihr späteres Studium begeistert wurde. Als Erinnerung an den diesjährigen Girls‘ Day gab es für jedes der Mädchen einen Kugelschreiber, welcher vor ihren Augen mit dem jeweiligen Namen laserbeschriftet wurde.

Schülerinnen experimentieren und messen Lichtspektren (Foto: Universität Paderborn)

Schülerinnen experimentieren und messen Lichtspektren (Foto: Universität Paderborn)

Paderborn
In Paderborn experimentierten Schülerinnen unter dem Motto „Die faszinierende Welt des Lichts“ im zdi-Schülerlabor im Heinz-Nixdorf Museumsforum in sechs verschiedenen Stationen. Sie fertigten 3D-Fotos an, bauten selbst einen per Lichtsensor gesteuerten Fahrroboter, erfuhren Interessantes rund um den Aufbau des menschlichen Auges und untersuchten das Farbspektrum verschiedener Lichtquellen. Gleichzeitig konnten sich die Schülerinnen über naturwissenschaftliche und technische Studiengänge an der Universität Paderborn informieren. „Es war ein rundum spannender Tag und wir konnten ganz viel selbst ausprobieren“, fasste eine Schülerin das Programm zusammen.

 

 

6. Mai, 2016 | 15:27
zdi/bdo/mhn
zdi | Zukunft durch Innovation

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