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Ministerin Schulze eröffnet zdi-Netzwerk MINT-Herne

Ministerin Schulze erkundet das Schülerlabor des LWL-Museums für Archäologie.

Ministerin Schulze erkundet das Schülerlabor des LWL-Museums für Archäologie.

Gesellschaftliche Herausforderungen sind nur zu bewältigen, wenn es gut gebildeten Fachkräftenachwuchs gibt, vor allem im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Dies hat Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bei der offiziellen Gründungsveranstaltung des zdi-Netzwerks MINT Herne betont. „Die junge Generation gestaltet maßgeblich den Fortschritt unseres Landes. Energiewende und technische Neuerungen, aber auch zivilgesellschaftliches Engagement werden durch den Nachwuchs geprägt.“ Deswegen sei es wichtig, dass mit Hilfe der Angebote des neuen zdi-Netzwerks, Kinder und Jugendliche früh und niederschwellig an die sogenannten MINT-Fächer herangeführt werden.

Bereits wichtige Partner wie die Hochschule Bochum sowie Unternehmen und Schulen konnten für die gemeinsame Arbeit gewonnen werden. Die Projekte des Netzwerks sollen sich zunächst auf die Bereiche Technik, Informatik und Biologie/Biotechnologie konzentrieren. Während die Fokussierung auf Technik und Informatik Spiegelbild der Herner Unternehmensstruktur ist, wird der Schwerpunkt Biologie/Biotechnologie unter anderem gesetzt, um die Initiative der Herner Wirtschaftsförderung zu unterstützen, langfristig ein biowissenschaftliches Forschungsinstitut in Herne anzusiedeln.

Besondere MINT-Förderstrukturen in NRW

Nordrhein-Westfalen erhält exzellente Noten für seine Förderung in den MINT-Fächern. Das war zuletzt einer Bestandsaufnahme der Körber-Stiftung zu entnehmen. Die Studie “MINT-Regionen in Deutschland“ gibt einen Überblick, welche Netzwerke zur Nachwuchsförderung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) existieren. NRW weist dabei die höchste Dichte regionaler Netzwerke auf: Von den 80 deutschlandweit erfassten MINT-Regionen befinden sich mehr als die Hälfte in Nordrhein-Westfalen. Die Studienautoren führen dies auf die speziellen Förderstrukturen im Land zurück.

Um die erfolgreiche Arbeit der zdi-Netzwerke auszubauen, setzt die Landesregierung in den kommenden Jahren bis zu acht Millionen Euro aus dem EU-Regionalfonds (EFRE) ein. Darüber hinaus fördert das Wissenschaftsministerium die Arbeit von zdi jährlich mit insgesamt rund 4,7 Millionen Euro, davon fließen pro Jahr 2,8 Millionen Euro in Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich. Die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit bringt pro Jahr denselben Betrag ein. Regionale Partner engagieren sich ebenfalls finanziell an zdi-Projekten. Im ganzen Land setzen sie nach einer Schätzung der zdi-Geschäftsstelle rund 9 Millionen Euro pro Jahr ein.

Bildmaterial von der Eröffnungsveranstaltung finden Sie unter www.zdi-portal.de/kontakt_service/presse.

11. April, 2016 | 19:26
Autor: zdi/cgl
zdi | Zukunft durch Innovation

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