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MINT-Bildung in NRW: Kongress zeigt Vielfalt und Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze betonte die Bedeutung von Praxisangeboten.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze betonte die Bedeutung von Praxisangeboten.  (c) MSW/MIWF(zdi)

Wie Partner aus Schule, Hochschule, Politik und Wirtschaft MINT-Bildung in NRW erfolgreich gestalten können, wenn sie in Netzwerken systematisch zusammenarbeiten, das zeigte der gemeinsam vom NRW-Schul- und Wissenschaftsministerium in Kooperation mit zdi veranstaltete Kongress “MINT-Bildung in NRW” in der Neusser Stadthalle. Auf dem Podium diskutierten NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Schulministerin Sylvia Löhrmann gemeinsam mit Experten aus Schulen, Hochschulen, der Wirtschaft und MINT-Förderung über den Stand der MINT-Bildung und -Nachwuchsförderung in Nordrhein-Westfalen.

 „Wichtig ist, dass Jugendliche Gelegenheit zum praktischen Ausprobieren erhalten. Nur so können sie die MINT-Fächer und ihre eigenen Talente entdecken und feststellen, ob sie ihre berufliche Zukunft in einem naturwissenschaftlich-technischen Beruf sehen”, betonte Ministerin Schulze. „Um diese Angebote zu ermöglichen, braucht es starke Strukturen und Netzwerke“, so Schulze.

 „Indem wir die MINT-Kompetenzen entlang der gesamten Bildungskette und den Übergangsbereich zwischen Schule und Berufsleben stärken, investieren wir in die Zukunft der Schülerinnen und Schüler und in die Zukunft unseres Landes“, sagte Schulministerin Löhrmann.

Während einige Herausforderungen blieben, lobte Matthias Mayer, Leiter des Bereichs Wissenschaft bei der Körber-Stiftung, die systematische  MINT-Förderung in Nordrhein-Westfalen. Die Strukturen und Art der Zusammenarbeit der verschiedener Partner sei „sensationell”. Eine entsprechende Studie der Körber-Stiftung bescheinigte der Förderstruktur in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr ein sehr hohes Niveau im bundesweiten Vergleich.

zdi unterstützt systematische MINT-Förderung in NRW

In mittlerweile 44 regionalen Netzwerken und rund 50 Schülerlaboren bringt zdi über 3.600 Partner aus Schule, Hochschule und Wirtschaft zusammen. Vor Ort bieten sie mit vielfältigen Praxisprojekten, Unternehmens-Workshops und Angeboten zur Berufs- und Studienorientierung Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Talente und Interessen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich auszuprobieren und kennenzulernen. Jährlich nehmen rund 300.000 Schülerinnen und Schüler an den Angeboten teil.

Podiumsgast Michael Schäfer berichtete von seinen Erfahrungen als Leiter des FabLabs an der Hochschule Ruhr West. Vor Ort bietet er Schülerinnen und Schüler aller Schulformen die Möglichkeit Techniken des 3D-Drucks kennenzulernen. Er betonte, dass es wichtig sei beim Thema MINT-Bildung wirklich alle Jugendlichen mitzunehmen. Petra Spier, die sich als Unternehmerin auch im Vorstand des Vereins Natur und Technik in Höxter engagiert, berichtete von der Zusammenarbeit im Rahmen von zdi mit verschiedenen Partnern in der Region. Michael Funke, stellvertretender Schulleiter des MINT-EC-Gymnasiums zum Altenforst sowie Jan Matthias Schäfers, Schüler aus Bad Münstereifel und erfolgreicher Wettbewerbsteilnehmer bei Jugend forscht e.V., schilderten aus Schüler- und Lehrersicht ihre Erfahrungen, wie Wettbewerbe und das Engagement von Schulen und Lehrerinnen und Lehrern die Begeisterung für die MINT-Fächer systematisch fördern können.

Am Nachmittag wurde in Workshops intensiv weiter diskutiert.

Am Nachmittag wurde in Workshops intensiv weiter diskutiert.                          (c) MSW/MIWF(zdi)

 

Vielfältige Best-Practice-Beispiele, Austausch, Impulse und weitere Vernetzung

Die Vielfalt der Ansätze und Projekte zeigte zudem die begleitende Posterausstellung, in der rund 80 Projekte und Initiativen einen Querschnitt der MINT-Bildungslandschaft in NRW präsentierten – darunter eine Vielzahl von zdi-Netzwerken. Am Nachmittag diskutierten die mehr als 330 Kongress-Teilnehmerinnen und Teilnehmer an sechs Themeninseln Ideen, erfolgreiche Ansätze, aber auch Herausforderungen für eine gelingende MINT-Förderung von der Grundschule bis zum Abitur und beim Übergang ins Studium und den Beruf. Auch die Lehreraus- und -fortbildung sowie die erfolgreiche Zusammmenarbeit von Netzwerken und Strukturen in NRW thematisierten die Workshopangebote. Ob die Lernwerkstatt für die Grundschule, ein Hybridkraftwettbewerb für Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I oder die Zusammenarbeit zwischen zdi, dem Landesprogramm “Kein Abschluss ohne Anschluss” (KAoA) und den Regionalen Bildungsnetzwerke – viele zdi-Koordinatorinnen und -Koordinatoren beteiligten sich mit ihren Projekten und berichteten von ihren Erfahrungen.

Weitere Eindrücke vom Veranstaltungstag finden Sie in unserer Bildergalerie:

 

25. November, 2016 | 12:39
bdo/zdi
zdi | Zukunft durch Innovation

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