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MINTegration. Gelebte Integration in Steinfurt

Vor allem praktische Erfolgserlebnisse schaffen Brücken in der Integration. In Steinfurt entstand daraus die Idee eines mehrwöchigen „Technikkurses für Schüler mit Migrationshintergrund“. Was sich eher trocken anhört, rief viel Begeisterung hervor. Fünf Flüchtlinge im Alter zwischen 14 und 16 Jahren konnten dabei ihre Kompetenzen in verschiedenen MINT-Berufen erproben. Über fast drei Monate hinweg bauten sie in den evangelischen Werkstätten unter Anleitung selbstständig Autos, Uhren und Palettenbänke aus Holz. Unterstützt wurden sie von Werkstättenleiter Peter Schmitz sowie den Schülern Kevin, Jan und Sarah, die sich als freiwillige Integrationshelfer gemeldet hatten. „Unter anderem ein Automodell und eine Uhr sind dabei entstanden. Die Teilnehmer haben ihre Stärken bewiesen, so ihr Selbstbewusstsein gestärkt und auch schon mal in mögliche spätere Berufsfelder geblickt“, weiß Verbindungslehrer Dennis Beckmann.

Technikkurs_Flüchtlinge_Steinfurt

Mit Liebe zum Detail: Praktische Integration im Holzbearbeitungsprojekt

Die Flüchtlinge aus Marokko, Syrien und dem Libanon sind in dem Kurs inzwischen richtig aufgeblüht. Peter Schmitz ist begeistert: „Die Dynamik in der Gruppe ist großartig. Anfängliche Berührungsängste sind komplett verflogen. Die Jugendlichen haben Erfolgserlebnisse und auch sprachlich machen sie sehr gute Fortschritte.“ Ziel des Kurses ist es, nicht nur die Deutschkenntnisse zu fördern und ihnen die Integration zu erleichtern, sondern sie auch für technische Berufe zu begeistern. Das zdi-Zentrum Steinfurt unterstützt das Projekt.

Die im Kurs entstandenen Sitzbänke aus Europaletten wurden am 19. Juni der Schule übergeben, sollen dort den Schulhof verschönern oder als Dankeschön an außerschulische Projektunterstützer weitergegeben werden.

zdi-Zentrum Kreis Steinfurt

22. Juni, 2016 | 08:57
zdi | Zukunft durch Innovation

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