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MINTegration mit zdi

Abou Konneh und Ibrahim Bah tüfteln konzentriert an der Steuerung ihres LEGO-Roboters. Fachmännisch begleitet werden sie von einem Mitarbeiter des zdi-Netzwerks IST.Bochum.NRW.

Abou Konneh und Ibrahim Bah tüfteln konzentriert an der Steuerung ihres LEGO-Roboters. Fachmännisch begleitet werden sie von einem Mitarbeiter des zdi-Netzwerks IST.Bochum.NRW.

Abou Konneh und Ibrahim Bah sind aus Guinea nach Deutschland geflohen – jetzt sind sie Teilnehmer des Projektes „MINTegration für junge Flüchtlinge“ in Bochum und bekommen vielfältige Unterstützung dabei, in Deutschland Fuß zu fassen. Dazu gehört zum Beispiel eine umfangreiche Berufsorientierung. Diese bekommen die beiden jungen Männer durch Klaus Trimborn und sein Team vom zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW. Gemeinsam mit 23 anderen Teilnehmern aus Syrien, Afghanistan und dem Irak bauen die beiden Guineer kleine Modellautos zusammen, beschäftigen sich mit 3D-Konstruktionen am Computer – oder sie programmieren einen LEGO-Roboter, um mehr über Technik und Elektronik zu lernen. „Dabei kommt es auf handwerkliches Geschick an. Das möchten wir fordern und fördern“, fasst Trimborn ein Ziel des Projektes zusammen.

Vielfältige Unterstützung ist der Schlüssel

Das Engagement mit den Geflüchteten geht aber noch weiter. Zu den Initiatoren des Projektes zählen die Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen, die MINT-Bildung Ruhr/Vest gGmbH und das Gisela Vogel Institut für berufliche Bildung, finanziert wird die Initiative von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter. So ist es möglich, den jungen Menschen eine ganzheitliche Perspektive zu bieten. Gisela Vogel erklärt: „Neben den Sprachkursen haben wir Bewerbungstrainings und EDV-Schulungen durchgeführt, aber auch konkrete Berufswegplanungen und Lebensläufe gemeinsam erarbeitet“. Der internationale MINT-Nachwuchs bekommt darüber hinaus Unterstützung bei der Wohnungssuche und bei Amtsgängen. Kultur darf natürlich ebenso nicht fehlen, um sich in der neuen Heimat schnell zurechtzufinden und vor allem gut einzuleben, deshalb standen schon Ausflüge ins Bergbaumuseum, an die Ruhr-Universität oder zur Jahrhunderthalle auf dem Programm.

Langfristige Perspektiven schaffen

Mit den bunten Eindrücken, tatkräftiger Hilfe von zahlreichen Unterstützern, jeder Menge MINT-Know-how vom zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW sowie einer großen Portion Motivation, gelingt es Abou Konneh und Ibrahim Bah am Ende nicht nur, ihren LEGO-Roboter richtig zu steuern. Sie haben außerdem die erste Praxisphase des Projektes „MINTegration für Flüchtlinge“ in einem der 420 Mitgliedsunternehmen der Arbeitgeberverbände absolviert und können sich in diesem Jahr auf ein weiteres, längeres Praktikum freuen, aus dem sich vielleicht sogar eine langfristige Beschäftigung ergibt.

16. Januar, 2017 | 18:09
Autor: zdi/cgl
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