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Mathe zum Anfassen – MINTmacher vor Ort

Das Galton-Brett, ein Kugelwettlauf und die "Pendelnde Welle" - die selbstgebauten Exponate veranschaulichen abstrakte mathematische Phänomene.Die Gaußsche Normalverteilung anhand von Murmeln lernen, Brückenbau nach Leonardo, ein Kaleidoskop aus alten Spiegelschranktüren – im St. Ursula Gymnasium in Dorsten kann man Mathematik nun anfassen und ausprobieren. Schüler der Mathe-AG haben eine Mitmach-Ausstellung erstellt, bei der mathematische Phänomene anwendungsorientiert dargestellt werden. Ein Jahr lang baute Lehrerin Verena Weimann, Mitglied der zdi-MINTmacher Marl, mit ihrer AG an verschiedenen Stationen zu Bruchrechnung, Beschleunigung und Stochastik. Die Idee, Mathematik erlebbar zu machen, hatte sie schon im Refrendariat. Anregungen für die einzelnen Stationen holte sich die Gruppe bei der Wanderausstellung Mathematikum.

Vom Abstrakten zum Plastischen

Handwerklich unterstützt wurden die Zahlenspieler von Handwerksbetrieben aus der Umgebung. Die Kombination aus Mathematik und Handwerk hat die Schülerinnen und Schüler von Klasse 8 bis 12 fasziniert, berichtet Verena Weimann. “Es macht total Spaß zu sehen, wie Schüler sich für Mathe begeistern. Und zwar sogar eben jene, die nicht ganz so gut in Mathe sind”, ist die engagierte Lehrerin zufrieden. Ihre Exponate sind nun fertig gebaut und stehen zum Ausprobieren in der Aula der alten Klosterschule bereit. Egal ob einfache Bruchrechnung oder plastischer Zugang zur zweiten Ableitung – mit den Mathe-Ausstellungsstücken lässt sich der Unterricht in allen Stufen veranschaulichen.

MINTmacher in Marl

Dank der Aktion MINTmacher in Marl können auch andere Partnerschulen des zdi-Netzwerks MINT.Marl die Exponate für ihren Unterricht nutzen. Die MINTmacher Marl sind ein Erfolgskonzept. NRWs erste MINTmacher-Runde besteht aus engagierten MINT-Fachlehrern von rund 28 Schulen. Die über 150 Kollegen treffen sich zum Austausch regelmäßig im zdi-Zentrum MINT.Marl. “Es ist die Lebensader unseres Netzwerks, unser Arm in die Schulen hinein”, beschreibt es Markus Real vom zdi-Netzwerk. zdi bringt hier die Kollegen zusammen, die ein hohes Entwicklungspotential freisetzen. So wie beim Mini-Mathematikum am St. Ursula Gymnasium. Verena Weimann bekam von den MINTmachern bei ihrer Präsentation der Ausstellungsstücke durchweg positives Feedback. “Meine Fünfer wollten gar nicht mehr weg. Die wollten am liebsten auch gleich eine Matheausstellung machen”, berichtete ein Lehrerkollege schmunzelnd.

28. November, 2014 | 15:48
Autorin: mwi
zdi | Zukunft durch Innovation

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