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Mit dem Ballon ins All

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Die Sonde und das Maskottchen Max im All.

Das Herbstferienprojekt „Am Rande des Weltalls – ein Stratosphärenflug“ ermöglichte 15 Schülern aus Essen, zahlreichen Facetten des Fliegens kennenzulernen. Der Höhepunkt war der Start einer eigens konstruierten Sonde, die mithilfe eines gasgefüllten Ballons ins Weltall geschickt wurde. Ausgestattet war sie mit drei Kameras, einen Datenlogger für die Dokumentation von Höhe, Geschwindigkeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -druck sowie drei GPS-Geräte. In einer Höhe von 37.000 Metern platze der Ballon und die angehängte Sonde schwebte mithilfe eines Fallschirms zur Erde zurück. Die eingebauten Mess- und Aufzeichnungsgeräte zeichnete eine Menge Daten auf, die die Schüler mit Spannung auswerteten. Zu den Erkenntnissen gehörte unter anderem die maximale Geschwindigkeit des Ballons von 156 km/h über Grund und Temperaturschwankungen von 11,5 °C  beim Start, über frostige -50,8 °C in 11 km Höhe und 28,5 °C im Weltall.

Spannender Mix aus Theorie und Praxis

Weil ohne theoretische Kenntnisse nicht viel geht, erhielten die Kursteilnehmer vorab an der FOM Hochschule Essen theoretische Kenntnisse über das Fliegen. Nach der Theorie besuchten sie die Flugschule TFC Käufer und den Flughafen Essen/Mülheim, wo sie in einem Heißluftballon klettern konnten und in einem Flugsimulator, der für die Ausbildung von Pilotinnen und Piloten des Airbus 320 genutzt wird, Platz nahmen.

 

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Nach der theoretischen Grundsteinlegung bauten die Schüler unter Anleitung von Dozenten und Studenten der FOM Hochschule den Wettersensor und bereiteten ihn auf den Flug ins All vor. Zum Start des Wetterballons wurde der Countdown laut mitgezählt, diverse Handykameras filmen den raschen Aufstieg in Richtung des blau-weißem Himmels, und auch bei der späteren Bergung der Styroporkiste war viel Spannung in der Luft. Auch Laurenz Mohr, 15 Jahre alt, war begeistert bei der Sache. Er empfand es als Herausforderung, was vor dem Start der Sonde alles zu beachten war. „Ich bin gespannt, welche Daten und Bilder die Sonde von ihrem Flug mitbringt. Und besonders hoffe ich, dass sie so hoch wie möglich fliegt. Mindestens 35.000 Meter!“

Der Stratosphären-Flug war zum ersten Mal Teil des zdi-Feriencamps. „Wir haben das klassische Programm mit dem Besuch der Flughäfen durch die Komponente Weltall erweitert, um einen neuen Aspekt aus dem Themenspektrum Luftfahrttechnik aufzugreifen“, erläutert Christiane Schuld vom zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen. „Gleich geblieben ist das ‚Rahmenprogramm‘: Die Schüler erhalten on top zu den Exkursionen und zur Arbeit am Wetterballon Informationen zu Ausbildungswegen und Studiengängen rund um Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik.“

Starke Partner ermöglichen hohe Sachkosten

Existenziell für die Umsetzung des Kurses waren Partnerfirmen und Sponsoren. Allein der Bausatz für den Wetterballon kostete ca. 500 EUR.  Das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen war daher froh, von kompetenten Partnern aus der Flugszene unterstützt zu werden.

Video

Kontakt:
Christine Schuld
Tel.: 0201 81004-547
E-Mail: MINT.buero@bcw-gruppe.de

zdi-Zentrum Essen

18. Oktober, 2016 | 13:59
cm/zenit
zdi | Zukunft durch Innovation

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