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Mit dem Hybridkraftwerk auf du und du

Pflanzen beim Wachsen zu beobachten oder die Bewässerung des Gartens per Fernwarte steuern, das könnte in nicht allzu ferner Zukunft im Schulgarten der Schiller-Schule Bochum möglich sein. Denn die Schülerinnen und Schüler des PIT-Kurses (Physik, Informatik, Technik) der Jahrgangsstufe 9 unter der Leitung von Dr. Sebastian Schmidt planen und bauen in den nächsten Wochen ein sogenanntes Hybridkraftwerk, das mittels Sonnen- und Windenergie Bilder aus dem Garten ins Internet stellt, PCs betreibt oder Wasser zwischen einer Regentonne und einem Tank hin und her pumpt. Fließt das Wasser zeitversetzt aus dem oberen Tank wieder bergab in die Tonne zurück, kann die dadurch gewonnene Energie wiederum ins System eingespeist werden – ein Mini-Pumpspeicherkraftwerk wird also entstehen.

Am Montag, 9. Mai 2016, prŠsentieren SchŸler der Jahrgangstufe 9 der Schiller-Schule in Bochum ein selbst erstelltes Hybridkraftwerk vor. Durch Solarenergie angetrieben pumpt eine Pumpe Wasser durche ienen Schlauch und erzeugt somit einen geschlossenen Wasserkreislauf. Auf dem Bild sind von links nach rechts Daniel Khandani Kashki, Tom Boetzel, Marlon Tyburzy, Fynn Brune (sitzend), Christian Leitmann, Alex Behre, Lisa Kšster, Nicolas Kuhl sowie Lehrer Dr. Sebastian Schmidt und Dr. Raphaela Mei§ner. Foto: Dietmar WŠsche / FUNKE Foto Services

Schulunterricht ganz praxisnah freute SchülerInnen und die Verantwortlichen. Foto: Dietmar Wäsche/WAZ-Fotopool

Aber was hat das Ganze mit Pflanzenbeobachtung oder gezielter Bewässerung zu tun? Die durch das Hybridkraftwerk erzeugte Energie kann nicht nur zum Pumpen des Wassers verwendet werden. In einer Ausbaustufe des Projekts soll auch eine Webcam im Schulgarten installiert werden. Die so gewonnenen Bilder können dann beispielsweise von Biologiekursen per Zeitraffer angesehen und das Wachstum bestimmter Pflanzen analysiert werden. Im Boden installierte Feuchtigkeitssensoren können außerdem bequem in den schulischen Räumlichkeiten ausgelesen werden, so dass von dort aus per Knopfklick gezielt die Bewässerung einzelner Pflanzen vorgenommen werden kann – beispielsweise mit dem vorher hinauf gepumpten Regenwasser.

Schülerwettbewerb als Anstoß für weitere Projekte

Die Planung und Umsetzung des Hybridkraftwerks erfolgt im Rahmen eines Schülerwettbewerbs, der von mehreren zdi-Netzwerken ausgeschrieben wurde. „Ich finde den Wettbewerb gelungen und faszinierend, da er das Thema Nachhaltigkeit sehr groß schreibt. Nicht nur das eigentliche Thema „Bau eines Hybridkraftwerks aus regenerativen Energiequellen“ baut darauf. Auch birgt das Kraftwerk selbst so viel Potenzial für einen Ausbau, dass noch viele Folgeprojekte über den Wettbewerb hinaus angedacht sind. Der Ausbau des Schulgartens um das Kraftwerk herum wird also noch vielen weiteren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, einen praktischen Einblick in die Naturwissenschaften aber auch in die Technik und Informatik zu geben“, so Sebastian Schmidt.

Am Montag, 9. Mai 2016, prŠsentieren SchŸler der Jahrgangstufe 9 der Schiller-Schule in Bochum ein selbst erstelltes Hybridkraftwerk vor. Durch Solarenergie angetrieben pumpt eine Pumpe Wasser durche ienen Schlauch und erzeugt somit einen geschlossenen Wasserkreislauf. SchŸler Nicolas Kuhl zeigt einige Komponenten. Foto: Dietmar WŠsche / FUNKE Foto Services

Schüler Nicolas Kuhl mit einige Komponenten des kleinen Hybridkraftwerks . Foto: Dietmar Wäsche/WAZ-Fotopool

Eine Unterstützung während der Projektphase sowie bei den Folgeprojekten durch das zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW ist der Schiller-Schule als Partnerschule selbstverständlich zugesichert.

Kontakt:
zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW
Dr. Raphaela Meißner
Telefon: 0234 – 388702 – 25

17. Mai, 2016 | 07:24
zdi | Zukunft durch Innovation

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