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Mülltrennung in Mülheim mit der iSAM AG

Bernd Jotzo, Andreas Stockhausen (beide iSAM) und Lehrer Peter Klatte präsentieren das Förderband, mit dem die Schulgruppen arbeiten.

Bernd Jotzo, Andreas Stockhausen (beide iSAM) und Lehrer Peter Klatte (v.l.n.r.)  präsentieren das Förderband, mit dem die Schulgruppen arbeiten.

“Es ist ganz einfach, Schüler für Technik zu begeistern”, erklärt Peter Klatte, Lehrer für Technik an der Willy-Brandt-Schule in Mülheim, “wenn man den Unterricht praxisnah gestaltet.”

Klatte spricht aus Erfahrung. Im Lauf der Zeit hat sich seine Gesamtschule ein klares, technisches Profil erarbeitet, das weit über Mülheim hinaus bekannt ist. Die gute Ausstattung der Schule, begeisterte Lehrer und ein engagierter Förderverein haben vieles möglich gemacht. Aber manchmal stößt selbst die Willy-Brandt-Schule an ihre Grenzen. “Die Geräte für unser neues Projekt ‘Mülltrennung’ waren zu teuer für unseren Förderverein”, erzählt Klatte.

Doch die zdi-Zentren Mülheim und Bottrop, die im Rahmen des zdi-EFRE-Programms eng miteinander kooperieren, sahen eine Chance, das Schulprojekt “Mülltrennung” zu realisieren. Die Willy-Brandt-Schule wird von zdi-Mülheim betreut. Das zdi-Bottrop hingegen hat Kontakt zur iSAM AG, einem Unternehmen, dem das Thema Nachwuchsförderung besonders am Herzen liegt. Und so wurde die iSAM AG zum perfekten Partner der Willy-Brandt-Schule.

Unternehmen bringt das Projekt “Mülltrennung” in die Schule

Die iSAM AG ist ein mittelständischer Software-Dienstleister mit 48 Mitarbeitern, ein junges, innovatives Unternehmen, Weltmarktführer bei Automatisierungslösungen für Schüttgutabbau bzw. -verladung. iSAM steht vor einer Herausforderung: “Es ist sehr schwer, gute Leute für die Ausbildung bzw. für den Job zu bekommen”, bedauert Bernd Jotzo, Personalvorstand der iSAM AG, “es gibt einfach zu wenig junge Leute, die sich für Technik interessieren.” Das wollte der engagierte Mann nicht länger hinnehmen, und als die zdi-Zentren ihn zu einer Kooperation mit der Willy-Brandt-Schule einluden, griff Jotzo zu.

Für das Projekt “Mülltrennung” spendete das Unternehmen ein Förderband der Firma Christiani und stellt leihweise einen Lichttunnel und andere Geräte zur Verfügung. So können die Schüler lernen, wie optische Sensoren bei der Mülltrennung arbeiten. Mitarbeiter der Firma begleiten den Unterricht und beraten die Lehrer. “Es ist toll zu sehen, mit welcher Begeisterung Lehrer und Schüler hier zusammenarbeiten”, lacht Bernd Jotzo. “Und hoffentlich kommt bald der ein oder andere Jugendliche mal zu einem Praktikum zu uns.”

Diese Hoffnung ist durchaus begründet: In diesem Jahr war die Nachfrage nach Technikkursen in der Willy-Brandt-Schule so stark, dass erstmals drei große Kurse angeboten werden konnten.

14. Januar, 2015 | 13:48
zdi | Zukunft durch Innovation

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