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Neues Schülerlabor in Brakel simuliert Firma

Jost-Niklas, Michael und Flamur zeigen die selbst gemachten Uhren.

Jost-Niklas, Michael und Flamur zeigen die selbst gemachten Uhren.

Ein neues zdi-Schülerlabor ist am Kreisberufskolleg Brakel feierlich eröffnet worden. Im tec4you-lab entwickeln Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse ein eigenes Produkt – und produzieren es auch tatsächlich. In Brakel können die Jugendlichen eine kleine Uhr aus Metall bauen.

„Im tec4you-lab simulieren die Schülerinnen und Schülern an einem Tag eine Firma“, sagt Schulleiter Michael Urhahne. Die Jugendlichen werden in dieser Firma mit den Fragen konfrontiert, wie ein Produkt aussehen muss, damit es auch am Markt von den Nachfragern angenommen wird oder welchen Preis man ansetzen kann, damit Absatz und Gewinn stimmen.

Einblicke in die Produktentwicklung

Dabei finden sich zu Beginn des Tages Teams zusammen, die den Aufgabenbereich Design, Kommunikation, Forschung, Fertigung und Finanzen bearbeiten. Nur in einer guten Zusammenarbeit kann nämlich ein erfolgreiches Produkt entstehen. Dabei werden sie von Berufsschullehrern und Ausbildern aus der Region begleitet. Das didaktische Konzept hat das Schülerlabor Baylab plastics von Bayer MaterialScience entwickelt und den zdi-Zentren und zdi-Schülerlaboren zur Verfügung gestellt.

In Verbindung mit dem Tag im tec4you-lab-Labor sollen später auch Firmen besichtigt werden, um ihre Erfahrungen vom Produktionstag mit der realen Welt zu vergleichen. So können auch Kontakte geknüpft werden, um Ausbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen.

Das Konzept kommt bei den Jugendlichen gut an: „Hier lernen Jugendliche spielerisch, wie ein Unternehmen funktioniert“, sagt Jost-Niklas, der eine Ausbildung zum Industriemechaniker macht. „Viele wissen gar nicht, wie Produkte entstehen, da ist es gut, wenn sie auf diese Weise einen Einblick in die Entwicklung erhalten.“

Das tec4you-lab ist in Kooperation mit der Hochschule OWL aufgebaut worden und wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Weitere Informationen unter www.tec4you-lab.de.

 

Michael (l.) holt den Standfuß aus der Fräse, während Flamur (r.) die Programmierung kontrolliert. Jost-Niklas zeigt verschiedene Uhren-Platten.

Michael (l.) holt den Standfuß aus der Fräse, während Flamur (r.) die Programmierung kontrolliert. Jost-Niklas zeigt verschiedene Uhren-Platten.

11. November, 2013 | 14:40
zdi | Zukunft durch Innovation

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