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Neuss: zdi-Netzwerk stellt sich neu auf

Landratsvertreter Jürgen Steinmetz (rechts) und die Aktivposten des zdi-Netzwerks präsentierten die neuen Plakate und Faltblätter der Initiative. Foto: Rhein-Kreis Neuss

Landratsvertreter Jürgen Steinmetz (rechts) und die Aktivposten des zdi-Netzwerks präsentierten die neuen Plakate und Faltblätter der Initiative. Foto: Rhein-Kreis Neuss

Insgesamt 18 Unternehmen engagieren sich im zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss, wenn es heißt, junge Menschen für naturwissenschaftliche oder technische Berufe zu begeistern. Genau 1150 Jugendliche aus über 40 Schulen nahmen im vergangenen Jahr an zdi-Maßnahmen teil. „Und diese Zahlen wollen wir noch deutlich steigern“, so Landratsvertreter Jürgen Steinmetz bei der Vorstellung des neu aufgestellten zdi-Netzwerks Rhein-Kreis Neuss, das seit Juli 2014 bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt ist. Es ist hervorgegangen aus dem zdi-Zentrum, das Claudia Trampen unter dem Dach des Schulamtes geführt hat. Für das Netzwerk zeichnen nun mit Frank Heidemann und Martina Meeuvissen zwei Projektmanager verantwortlich.

Die zdi-Angebote im Rhein-Kreis Neuss gibt es seit 2009. Sie leisten mit ihrer Berufs- und Studienorientierung einen wichtigen Beitrag, um dem Fachkräftemangel im MINT-Bereich entgegenzuwirken. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind für den Rhein-Kreis Neuss von besonderer Bedeutung. „Wir sind ein traditionell stark industriell geprägter Standort und möchten deshalb einen Beitrag zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich leisten, um auch in Zeiten des demografischen Wandels und zurückgehender Erwerbstätigenzahlen den Fachkräftebedarf zu decken“, so Steinmetz. Durch die personelle Aufstockung des zdi-Netzwerks, die dank des erfolgreichen Einwerbens von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung möglich geworden sei, wolle man noch mehr Schulen und Unternehmen beteiligen. „Auf den Punkt gebracht lautet unsere Vision: Heute Schüler, morgen Fachkraft!“, sagte Steinmetz.

Currenta, RWE und Bayer unterstützen die zdi-Arbeit

„Wir bieten künftig Schülerinnen und Schülern in Kooperation mit dem zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss freiwillige Praktika vor allem in der Ferienzeit an, um ihnen frühzeitige Einblicke in die Berufswelt zu ermöglichen“, so Stephan Busbach, Standortsprecher Bildung Dormagen der Currenta GmbH & Co OHG. „Als Experten für Energie möchten wir jungen Leuten neue Zukunftstechnologien erklären und aufzeigen, dass diese ihren Ursprung in den MINT-Fächern haben“, kündigte Judith Meuter, Referentin für Kommunikation und regionales Marketing der RWE Deutschland AG, an. In Kooperation mit dem zdi-Netzwerk werde man wieder Lehrerfortbildungen anbieten und die Kooperation im Rahmen der MINT-Intensivkurse fortsetzen.

Torsten Brandt, zuständig für das Ausbildungsmarketing der Bayer AG, denkt in eine ähnliche Richtung: „Gemeinsam mit dem zdi-Netzwerk als neutralem Partner wollen wir mit unseren berufsorientierenden Maßnahmen vor allem Schüler, Lehrer und Eltern erreichen, die die wichtigsten Multiplikatoren sind.“ So sei beabsichtigt, im Herbst in Zusammenarbeit mit Currenta und dem zdi-Netzwerk eine Informationsveranstaltung für Schüler und Lehrer im Chempark Dormagen zu organisieren.

Neues Design für das zdi-Netzwerk

Die beiden Projektmanager des zdi-Netzwerks sind Frank Heidemann und Martina Meeuvissen. Heidemann ist neuer Mitarbeiter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss mbH und wird sich künftig um die Unternehmen und Schulen im Süden des Kreises kümmern. Zunächst hat er ein neues Erscheinungsbild für das zdi-Netzwerk entwickelt, das bereits – zusammen mit dem neuen Slogan „MINTmachen!“ – auf Faltblättern und Plakaten umgesetzt wurde. Geplant ist außerdem, die Internetseite des zdi-Netzwerks weiter auszubauen, um etwa Online-Anmeldungen zu ermöglichen. Meeuvissen hat zuvor beim Rhein-Kreis Neuss das Projekt „CSR“ (Corporate Social Responsibility) für den Mittelstand betreut und wird sich um die zdi-Schul- und Unternehmenskontakte im Norden des Kreises kümmern.

Neben der Weiterführung bereits erfolgreicher Angebote sollen beide Projektmanager neue praxisbezogene Angebote entwickeln, um Jungen und Mädchen für ein Studium oder eine Berufsausbildung im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu begeistern. Darüber hinaus wird ein tragfähiges zdi-Konzept erarbeitet, um zusätzliche Partner und Förderer für das Netzwerk zu gewinnen. So soll das Netzwerk möglichst bald finanziell „auf eigene Füße“ gestellt werden. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe, bei denen der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt ist, sollen stärker beteiligt werden. Außerdem sollen Kooperationen, beispielsweise mit den Berufskollegs wie dem BTI Hammfeld, ausgeweitet und Projekte beziehungsweise Maßnahmen in ausgewählten MINT-Themenbereichen erweitert werden.

Kontakt für Unternehmen und Schulen, die sich für eine Teilnahme am zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss interessieren:
Telefon 02131 / 928-7505 und -7506, zdi@rhein-kreis-neuss.de

Mehr unter www.mint-machen.de bzw. www.wfgrkn.de

29. Juli, 2014 | 12:31
zdi | Zukunft durch Innovation

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