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Robotik für Grundschulkinder? Das geht!

Bernd Rosenfeld (1.v.l.), TGZ NRW, übergibt Roboter Bausätze von Lego an zwei Grundschulen in Hünxe und Mülheim. Mit dabei sind Vertreter des zdi-Netzwerks in Mülheim/Bottrop (l.), die Präsidentin der HS Ruhr-West Gudrun Stockmann (r.h.) und Rainer Hagedorn (2.v.l.) von der zdi-Landesgeschäftsstelle.

zdi-Roboterwettbewerbe für Grundschulkinder? Das geht prima, hat sich im letzten Jahr gezeigt! 2016 wurden das erste Mal Wettbewerbe in der Altersgruppe der Grundschüler ausgetragen. Um noch mehr Teams eine Teilnahme zu ermöglichen, erhalten nun ausgewählte Grundschulen in den zdi-Regionen  Lego-Mindstorms-Bausätze, die im diesjährigen zdi-Roboterwettbewerb selbst Regionalentscheide für Grundschulen ausrichten. Dazu gehören Gummersbach, Paderborn, Ahaus und Mülheim/Bottrop. Insgesamt 40 Bausätze waren zu vergeben. Gespendet wurden die Roboterbausätze vom ehemaligen Verein der Technologie- und Gründerzentren NRW (TGZ NRW), der zum Ende des Jahres 2016 aufgelöst wurde. Ausgewählt wurden die Grundschulen durch die jeweiligen regionalen zdi-Netzwerke. Die Partnergrundschulen der zdi-Netzwerke mussten zuvor Konzepte zur Nutzung der Bausätze einreichen, die vor der Fördervergabe von einer Jury begutachtet wurden.

 

Ende Juni überreichten nun die zdi-Geschäftsstelle und das TGZ NRW die ersten 20 Bausätze an Grundschulen in Mülheim/Bottrop und Gummersbach. Die Übergaben in Ahaus und Paderborn folgen. Die Präsidentin der Hochschule Ruhr-West in Mülheim, Gudrun Stockmann, ist begeistert vom Konzept der Lego-Roboter-Bausätze und deren Einsatz in Grundschulen. Das Arbeiten mit den Bausätzen ermöglicht Kindern das Experimentieren und Ausprobieren. Genug Raum für kreative Prozesse gebe das didaktische Korsett unseres Bildungssystems nicht immer her, so Stockmann. Darüber hinaus lernten Kinder, dass sie Einfluss haben auf einen Roboter, dass sie ihn steuern können.

Connar und Zoe (links) probieren die Robotertechnik bei der Übergabe schon einmal interessiert aus.

Dieser Meinung schloss sich Bernd Rosenfeld, langjähriger Vorsitzender des TGZ NRW, an. Er erinnert sich an seine ersten Erfahrungen mit Maschinen und Robotern. Besonders beeindruckt habe ihn das Gefühl, welche Wirkung sein Handeln auf die Maschine hat. „Ich verstand, was eine Maschine macht und warum sie es tut. Ich war nicht mehr nur Konsument. Ich hatte Einfluss.“

In Nümbrecht übergibt Susanne Roll (2. v. links) vom TGZ Gummersbach zusammen  mit dem zdi-Netzwerk Oberbergischer Kreis die Roboterbausätze an Schulvertreter aus Nümbrecht und Wipperfürth.

Auch Susanne Roll vom Technologiezentrum zeigte sich bei der Übergabe der Roboterbausätze in der Gemeinschaftsgrundschule Nümbrecht von dem Interesse der Kinder begeistert. Viele Grundschulen in NRW haben keine MINT-Materialien und oft auch keinen MINT-Schwerpunkt. Dennoch setzt sich das Bewusstsein einer frühkindlichen MINT-Förderung immer mehr durch. Die Roboterbausätze können helfen, das Technikinteresse und -verständnis zu fördern. Verstärkt wird diese Begeisterung durch nationale und regionale Roboterwettbewerbe. zdi organisiert seit zwölf Jahren einen landesweiten Roboterwettbewerb. Angesprochen waren bisher Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen, im vergangenen Jahr nahmen erstmals Grundschulkinder teil. Bereits in diesem Jahr sollen die neu ausgestatteten Grundschulteams beim zdi-Roboterwettbewerb starten können. Wir drücken die Daumen!

 

3. Juli, 2017 | 09:00
cm, bdo/zdi
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