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Roboter-Olympiade im Wüstenstaat

Das Team "Schollibotics" mit Roboter (v.l.n.r.): Samira, Alexander und Ronja

Das Team “Schollibotics” mit Roboter (v.l.n.r.): Samira, Alexander und Ronja.

Bei Samira (15), Ronja (13) und Alexander (15) gibt es derzeit nur ein Thema: „Doha“. Die drei sind das Team „Schollibotics“ der Geschwister Scholl-Gesamtschule aus Lünen, welches sich als eines von fünf deutschen Teams in der Open Category für das Weltfinale der World Robot Olympiad in der Hauptstadt des Wüstenstaates Katars qualifiziert hat. So langsam steigt die Aufregung. In wenigen Tagen werden die Jugendlichen mitsamt ihrem Roboter im Flieger sitzen. Während die Teamcoachs bei jeder Gelegenheit den Reiseführer studieren, um sich über den Nahen Osten zu informieren, verleihen die drei ihrem Roboter den letzten Schliff.

Der Weg zum Finale war lang und nicht immer einfach. Beim Regionalwettbewerb im Kreis Unna schaften die drei den Sprung ins Deutschlandfinale, dort holten sie dann völlig überraschend den vierten Platz und seitdem läuft die Vorbereitung auf „die Reise ihres Lebens“. Sponsorengelder mussten eingeworben werden, der Roboter, der nach Mineralien in Vulkangebieten sucht, verbessert werden und vor allem musste die gesamte Präsentation ins Englische übersetzt werden.

Der "Schollibotics"-Roboter kann in Vulkangebieten nach Mineralien suchen.

Der “Schollibotics”-Roboter kann in Vulkangebieten nach Mineralien suchen.

Anica Althoff vom zdi-Netzwerk Perspektive Technik in Unna begleitet die Gruppe seit der AG Gründung vor drei Jahren. Sie half bei der Spendensuche, unterstütze die Jugendlichen beim Präsentieren auf Englisch und gab als Geowissenschaftlerin letzte Tipps zum Thema Vulkanausbrüche. „Ich bin wirklich beeindruckt, was die Jugendlichen auf die Beine gestellt haben. Dass sich neben den „Schollibotics“ mit „Dacil Schwerte“ noch ein zweites Team aus dem Kreis Unna für das Weltfinale qualifiziert hat, zeigt, dass wir mit unserer Aktion ‚Schreib deine Robotergeschichte‘ absolut ins Schwarze getroffen haben.“ Die Aktion hatte das zdi-Netzwerk Unna zuvor gemeinsam mit der Karl-Kolle-Stiftung, Technik begeistert e.V. und zahlreichen Unternehmenspartnern gestartet, um Schulen aus dem Kreis Unna bei der Gründung und Weiterentwicklung einer Roboter AG zu unterstützen. Mittlerweile haben so 14 Schulen in der Region eine Roboter AG eingerichtet. Sie alle nahmen in diesem Jahr an der World Robot Olympiad sowie weiteren Wettbewerben teil.

Dass die Idee der drei Lüner konkurrenzfähig sein könnte, ist spätestens seit vorletzer Woche klar: „Wir haben eine E-Mail aus Asien bekommen. Darin wurde gefragt, ob wir unseren Roboter verkaufen würden und was man uns bezahlen müsste damit ein anderes Team damit beim Weltfinale starten darf“, amüsiert sich Teamcoach Birgit Straker. Natürlich ist der Roboter der drei absolut unverkäuflich. So bleibt nur zu hoffen, dass alles unbeschädigt in Doha ankommt und die „Schollibotics“ auch die internationale Jury überzeugen können.

Auf ihrem Blog berichtet das Team tagesaktuell über die Reise.

 

 

 

3. November, 2015 | 10:44
zdi | Zukunft durch Innovation

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