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Schollibotics in Neu Delhi: Schülerteam belegt bei der World Robot Olympiad den 7. Platz

Matthias Müller (l.) von der WFG besuchte das Team um Alexander Hauschopp (v.l.n.r.), Tim Erpelding und Samira Bergau vor der Abreise. Sie werden von Birgit Straker (r.) betreut. Foto: WFG (Ute Heinze).

Matthias Müller (l.) von der WFG besuchte das Team um Alexander Hauschopp (v.l.n.r.), Tim Erpelding und Samira Bergau vor der Abreise. Sie werden von Birgit Straker (r.) betreut. Foto: WFG (Ute Heinze).

Wochenlang haben Samira Bergau, Tim Erpelding und Alexander Hauschopp im Keller der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen an ihrem Roboter getüftelt. Die drei Jugendlichen der Roboter-AG „Schollibotics” des zdi-Netzwerks Perspektive Technik reisten nun nach Neu Delhi, um in der indischen Hauptstadt am Weltfinale der World-Robot-Olympiad (WRO) teilzunehmen. Die WRO ist ein internationaler Roboterwettbewerb, der Kindern und Jugendlichen den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern erleichtern und sie für einen Ingenieur- oder IT-Beruf motivieren soll.

Unter dem Motto „Rap the Scrap – Roboter reduzieren, verwalten und recyceln Müll” traten die Sechzehnjährigen in der „Open Category” gegen Teams aus 55 weiteren Ländern an und sicherten sich den 7. Platz! Mit ihrem Robotermodell einer umfunktionierten Bohrplattform, mit der Plastik aus dem Meer gesammelt und anschließend direkt zu Kunststoffgranulat verarbeitet wird, überzeugten die drei Lünener sowohl im Mai dieses Jahres beim Regionalentscheid der WRO in ihrer Heimatstadt, als auch beim Deutschlandfinale in Ludwigshafen. Dort sicherten sich die Gesamtschüler im Sommer mit dem zweiten Platz eines der begehrten Tickets für das Weltfinale in Neu Delhi.

Rap the Scrap ─ Recycling bilingual

Seitdem liegt ein hartes Stück Arbeit hinter dem Finalteam: „Wir mussten die komplette Dokumentation ins Englische übersetzen und ein Video zu unserem Projekt drehen. Auch die Vorträge, in denen wir der Jury unsere Idee und die Funktionsweise unseres Roboters erklären werden, haben wir natürlich in Englisch eingeübt”, berichtete Samira Bergau vor der Abreise. Für das Weltfinale in Indien sahen sich die Schollibotics zudem noch mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: Der anderthalb Meter große Roboter und die Bühnendekoration von zwei Mal zwei Metern mussten natürlich so verpackt werden, dass sie ins Fluggepäck passen. „Bei der Größe und dem Gewicht gibt es enge Vorgaben. Zum Glück haben uns die Experten aus der Logistikabteilung der Bayer AG aus Bergkamen geholfen,” sagte Alexander Hauschopp.

Das Trio wurde bei seinem Projekt von zahlreichen weiteren Unternehmen aus der Region unterstützt, darunter die Remondis Production GmbH, der Lions Club Lünen, und der Förderverein Netzwerk Perspektive Technik, der die Startgebühren für das Finale der WRO in Indien übernahm. „Wir freuen uns sehr, dass sich erneut ein Team aus dem Kreis Unna für das Weltfinale qualifiziert hat. Dieser Erfolg zeigt, dass wir mit der Gründung der Robotik-AGs einen wichtigen Beitrag geleistet haben, um Jugendliche für technische Themen zu begeistern”, sind sich Matthias Müller und Anica Althoff von der Wirtschaftsförderung Kreis Unna, dem Träger des zdi-Netzwerks Perspektive Technik, einig. Im vergangenen Jahr sicherten sich die Schollibotics in anderer Besetzung in Katar die Bronzemedaille bei der internationalen Roboterolympiade.

29. November, 2016 | 07:00
Autor: zdi/cgl
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