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Schüler-AG in Lemgo baut ein Solarmobil

Die Projektgruppe zeigt ihr bisheriges Werk.

Die Projektgruppe zeigt ihr bisheriges Werk.

Jakob, Paul und Georg haben ein besonderes Hobby: Jede Woche treffen sich die Schüler des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums (EKG) in Lemgo mit Schülern des Technischen Gymnasiums am Berufskolleg Lüttfeld – und bauen ein Solarmobil. Angefangen hat alles im März 2013. “Damals hat mich Herr Muschiol angesprochen und gefragt, ob ich Lust hätte, bei der AG mitzumachen”, sagt Jakob (15). Daniel Muschiol, Lehrer am EKG, ist der Initiator der AG. Umgesetzt wird sie in Kooperation mit dem zdi-Zentrum Lippe.MINT sowie dem Berufskolleg.

Für die insgesamt 14 Teilnehmer bedeutet die AG vor allem eins: Spaß und Erfolg. “Es ist toll, sich der Herausforderung zu stellen und am Ende ein richtiges Ergebnis in der Hand zu haben”, sagt Georg (14). Zudem lernen die Jungs viel über technische Berufe. “Wir planen mit CAD, bauen, konzipieren”, sagt Jakob. Im Grunde, meint er, erhalten sie Eindrücke in die unterschiedlichsten Berufe wie zum Beispiel Ingenieur, Elektroniker und Mechaniker.

Während der Arbeit profitieren die Jüngeren von den Älteren. “In der ersten Stunde waren die Jüngeren schon beeindruckt von den Dingen, die die Schüler des Berufskollegs alles können”, erinnert sich Michael Bippig, Koordinator und Dozent am Berufskolleg. Diese sind allesamt schon über 18 Jahre alt und technisch erfahren. Gerne geben sie ihr Wissen an die Schüler des EKG weiter.

Trikes dienen als Prototypen

Jakob (l.), Paul (2.v.l.) und Georg (r.) lernen von Jascha, wie man schweißt.

Jakob (l.), Paul (2.v.l.) und Georg (r.) lernen von Jascha, wie man schweißt.

Konkret haben die Schüler zu Beginn der AG klein angefangen. Unter Anleitung von Addy Schulze, Erfinder aus Lemgo, bauten sie kleine solarbetriebene Trikes für eine Person. Diese stellten sie am Tag der offenen Tür des EKG vor und ließen ein Wettrennen veranstalten. “Es war schön, weil sich so viele Leute für unser Projekt interessiert haben”, sagt Jakob.

Erst dann erarbeiteten sie in Gruppen ein Konzept für ihr großes Solarmobil. “Wir haben uns am Ende für ein Konzept entschieden und setzen dies nun gemeinsam um”, sagt Paul (14).

Fertig sind bereits der Rahmen, die Räder und der Motor. Diesen sponserte die Firma Meyra, die Krankenfahrstühle herstellt. “Der Motor hat ein Kilowatt Leistung”, sagt Jakob. Das Mobil kann hinterher etwa 25 bis 30 km/h schnell fahren. Die Solarmodule spendet die Firma Sunpower mit der Solarwerkstatt Lemgo. Insgesamt fünf Panels in der Größe von 1,60 Meter mal 0,80 Meter, die jeweils bis zu 250 Watt Leistung bringen, werden die Schüler noch an ihr Fahrzeug anbauen. Auch die Stadtwerke Lemgo konnten für ein Sponsoring gewonnen werden.

Ziel: Wettrennen in Dallas

Neben der Freude am Tüfteln hat die Projektgruppe noch ein anderes Ziel im Kopf: Das Wettrennen “Solar Car Challange” in Dallas. Dort treten Erfinder aus aller Welt gegeneinander an, um mit ihren sonnenbetriebenen Gefährten im Wettrennen zu gewinnen. “Aber ehrlich gesagt, dauert es noch, bis unser Mobil so schnell und stabil ist, dass wir dort mitmachen können”, sagt Paul. Von der Challenge träumen die Jungs aber weiterhin – und bei so viel Engagement ist es gut möglich, dass dies kein Traum bleibt.

 

Weitere Infos zum Projekt finden Interessierte auf dem Blog der Schüler unter solarmobil-lemgo.jimdo.com.

 

6. Februar, 2014 | 13:16
zdi | Zukunft durch Innovation

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