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Schüler lernen den Lotuseffekt kennen

Nachdem die Schulklasse eingeführt wurde, konnten die Experimente beginnen.

Nachdem die Schulklasse eingeführt wurde, konnten die Experimente beginnen.

Als die Gruppe der 15- bis 16-jährigen Schüler im großen Hörsaal des Auditoriums ankamen, waren die Tische bereits mit einfachen, aber außergewöhnlichen Experimentiermaterialien gedeckt. Pinzetten, Kupferblech, Schmirgelpapier, große Messbecher, destilliertes Wasser, Silberlösung und auch Haarföhn, Honig und Zewa lagen für jeden in greifbarer Nähe. Die obligatorische Schutzbrille durfte natürlich auch nicht fehlen.

Schüler bauen Kupferblech mit Lotuseffekt

Vom „Lotuseffekt“ hat jeder schon einmal gehört, aber dass man – in dem Fall die Schüler – diesen auch mit einfachen chemischen Mitteln nachbauen kann, weiß kaum jemand.

Prof. Dr. Günther Lauth und sein Team schafften es innerhalb kurzer Zeit die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen. Aus Mangel einer Lotuspflanze mussten Kohlrabiblätter exemplarisch die Funktion des Lotuseffektes aufzeigen. Und dann durften die Schüler auch schon selber ran. Das Kupferblech wurde geschmirgelt, gewaschen, geföhnt und gelegt – in die Silberlösung! Durch die daraus resultierende chemische Reaktion erhält das Kupferblech eine raue Oberfläche, die einen Honigtropfen vom Blech, ähnlich wie den Wassertropfen vom Lotusblatt, abperlen lässt.

„In der Schule können wir mit solchen Materialien nicht experimentieren. Allein die Silberlösung ist viel zu teuer“, so Frau Dr. Schwab, Chemielehrerin am Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen. „Für die Schüler ist es eine ganz neue Erfahrung auch einmal außerhalb der Schulmauern selbständig Versuche durchzuführen.“

Wer selbst forscht, versteht die Phänomene besser.

Wer selbst forscht, versteht die Phänomene besser.

Im Anschluss hatten die Schüler noch die Möglichkeit den Campus in Jülich kurz selber zu erkunden und die Gebäude, die Mensa sowie die umliegenden Studentenwohnungen kennenzulernen.

 Mit Workshops für Chemie begeistern

„Uns ist es wichtig, dass die naturwissenschaftlichen Workshop- und Praktika-Angebote nachhaltig auf die Studien- und Berufswahl der Schülerinnen und Schüler wirken.“ betont Ellen Stollenwerk vom zdi-Zentrum ANTalive e.V. Der Verein hat sich im Rahmen der landesweiten „Initiative Zukunft durch Innovation“ zum Ziel gesetzt, die jungen Menschen wieder für die Naturwissenschaften zu begeistern. „Es wäre schön, wenn wir mit diesem Workshop den ein oder anderen für Chemie begeistern konnten.“

Und dass dieses Ziel erreicht wurde, zeigte das positive Feedback aller Beteiligten. Ein Tag den es auf jeden Fall zu Wiederholen gilt.

 

Am Ende tropfte der Honig von der Kupferplatte.

Am Ende tropfte der Honig von der Kupferplatte.

27. Juni, 2014 | 15:06
zdi | Zukunft durch Innovation

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