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Selbstgebauter Windrotor auf dem Schuldach

Kurz vor den Sommerferien konnte neben den Solarzellen auch ein Windrotor auf dem Schuldach der Realschule Lemgo aufgebaut werden. 12 Schüler bauten in Kooperation mit Unternehmen aus der Region und dem zdi-Zentrum Lippe.MINT im Kreis Lippe eine Windkraftanlage, die Strom für das schulinterne MINT-Labor produziert.

Schüler bauen Windkraftanlage zur Stromerzeugung für MINT-Labor

Schüler bauen Windkraftanlage zur Stromerzeugung für das eigene MINT-Labor

Im Rahmen der Projektwoche entwickelten und bauten Schüler aus den 8. und 9. Jahrgangsstufen ein kleines Windkraftwerk. Parallel zu den vertieften Einblicken in die Energieerzeugung mittels Windkraft, informierten sich die Schüler über Studien- und Berufsfelder in diesem Bereich. „Als MINT Schule NRW ist es uns sehr wichtig, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler auch mit erneuerbaren Energien auseinandersetzen und dabei einen direkten Einblick in Unternehmen erhalten“, erklärt Schulleiter Norbert Fischer. So mussten sich die Schüler selbstständig für eine geeignete Bauart der Windkraftanlage entscheiden. Zu den Aufgaben gehörten auch die Materialbeschaffung und die Erarbeitung eines Zeitplans.

Windrad_Lemgo_Fluegelbohren

Das Rotorblatt besteht aus einem Holzkern mit einer Aluminiumschicht.

Zusammen mit den Auszubildenden der Firma Gebr. Brasseler fertigten die Schüler in der Ausbildungswerkstatt die Einzelteile des Windrotors an. Sie arbeiteten mit unterschiedlichen Materialien und bohrten und feilten fachmännisch. Fachkundig erklärten die Schüler: „Da wir unterschiedliche Metalle verwendet haben, mussten wir die Kontaktstellen voneinander abdichten, damit das unedlere Metall nicht vorzeitig korrodiert.“

Für die sichere Befestigung des fast 40 kg schweren Rotors auf dem Flachdach der Schule, kooperierte die Schule mit BSS Metallbau-Schiffsausbau. Die Firma fertigte das Gerüst an, auf dem die Schüler die Windkraftanlage installierten.

Windrad_Lemgo_Installation

Ein speziell angefertigtes Gerüst trägt das kleine Windkraftwerk.

Durch die Mitarbeit der Stadtwerke Lemgo kann nun die gewonnene Energie des Windrades direkt ins schuleigene MINT-Labor geleitet werden. Die Schüler hoffen, dass ab jetzt stürmische Zeiten auf sie zukommen, damit ihr Windrad einen starken Ertrag zur Energieversorgung ihres Schülerlabors leisten kann. Der begleitende Techniklehrer Wolfgang Schmidt unterstreicht: „Solche Projekte wären nicht möglich, wenn Unternehmen vor Ort und das zdi-Zentrum Lippe.MINT uns nicht so tatkräftig unterstützt hätten.“

 

11. Juli, 2016 | 16:55
zdi | Zukunft durch Innovation

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