Startseite » Aktuelles » Seltene Nacktschnecken in Leverkusen

Seltene Nacktschnecken in Leverkusen

Studentin Jasmin Sepahzad hört der Gruppe bei der Präsentation zu.

Studentin Jasmin Sepahzad hört der Gruppe bei der Präsentation zu.

Rund 20 Kinder sitzen in einem umgestalteten LKW-Anhänger, voll bestückt mit Mikroskopen, Messgeräten und anderen technischen Geräten. In der Mitte des Mobils haben sich die kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des TSV Bayer Leverkusen Feriensport versammelt und berichten von ihren spannenden Erlebnissen und Funden vom Vormittag. „Da war eine seltene silberne Nacktschnecke, welche kopfüber vom Ast hing“, berichtet ein kleiner Forscher stolz. Victoria hingegen schaut aufgeregt durch das Mikroskop und betrachtet die Heuschrecke, die sie kurz zuvor einfangen konnte. Auch Tiererrungenschaften wie zum Beispiel einen „riesen Regenwurm“ oder andere Insekten werden den anderen Kindern und Betreuern präsentiert.

Victoria betrachtet eine Heuschrecke unter dem Mikroskop.

Victoria betrachtet eine Heuschrecke unter dem Mikroskop.

Eine Woche lang war das Humboldt-Bayer-Mobil, ein Schulprojekt der Humboldt-Universität in Berlin und der Bayer Science & Education Foundation, zu Besuch auf dem Sportplatz Birkenberg. Das in Gründung befindliche zdi-Netzwerk cLEVer – Bildungsregion Rhein-Wupper hatte das Angebot organisiert. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fußballschule Birkenberg sowie des TSV Bayer Leverkusen Feriensport konnten sich in dem Forschungmobil in der Wissenschaft beweisen. Jeden Tag besuchten zwei Gruppen mit jeweils rund 20 Kindern das Mobil und erforschten den Sportplatz.

Kinder suchen das kleinste oder größte Tier

Die zu erforschenden Aufgaben durften sich die Kinder selbst aussuchen. So begaben sich die kleinen Forscher unter anderem auf die Suche nach „dem kleinsten/größten Tier“ oder stellten sich die Frage, wie viele verschiedene Tiere eigentlich auf der Sportanlage leben. Besonders gut gefallen hat den Kindern der Umgang mit den Tieren. „Ich möchte später Tierpflegerin werden, hier konnte ich schon einmal den Kontakt mit Tieren ausprobieren“, berichtet eine Teilnehmerin. Auch die Teamarbeit hat allen große Freude bereitet.

Der kleine Bruno erklärt Lars Bender, welche Tiere er gefunden hat.

Der kleine Bruno erklärt Lars Bender, welche Tiere er gefunden hat.

Nach der Mittagspause hatten die Kicker der Fußballschule Birkenberg die Chance, Fragen wie „Wie blind ist der Schiedsrichter eigentlich?“ oder „Machen Kopfbälle wirklich dumm?“ auf den Grund zu gehen. Der Kreativität war hierbei keine Grenze gesetzt. So wurden kurzerhand Kopfrechenaufgaben gelöst und diese wiederum nach einem Kopfball wiederholt, um die entsprechende These zu prüfen. Eine tolle Initiative, findet auch Lars Bender, Fußballprofi des Bayer 04 Leverkusen, welcher den Kickern an einem Mittag einen Besuch abstattete.

Studierende betreuen die Kinder und Jugendlichen

Betreut wurden die Freizeitsportler von fünf Lehramtsstudenten der Humboldt-Universität in Berlin. Auch die Studierenden fanden die Thematik spannend, wie man das Lieblingshobby Fußball mit der Forschung verknüpfen kann. Für die Lehreraspiranten war es kein Problem, die Thematik speziell auf den Fußballsport umzugestalten und diesen mit der Forschung zu verknüpfen. Die Forschungsthematik wird je nach Bedarf an die Gruppen angepasst – manchmal geht es im Humboldt-Bayer-Mobil auch um die Suche nach einem Dieb, der mit Hilfe von Haarproben und Fingerabdrücken überführt werden muss.

Auch Volker Schröder vom TSV Bayer 04 Leverkusen findet es eine super Sache, dass man sich neben dem Sport auch der Wissenschaft widmet und diese beiden Thematiken zusammen vereint. Thomas Edelmann vom SportBund Leverkusen gab sich froh, dass die Organisation des Humboldt-Bayer-Mobil so super umgesetzt wurde. Und auch Timo V. Schmitt-Lord von der Bayer Science & Education Foundation zeigte sich begeistert von der Idee Forschung und Fußball zu kombinieren.

Das Humboldt-Bayer-Mobil besteht seit 5 Jahren und ist das Jahr über in Berlin unterwegs. In den Ferien werden verschiedene Bayer-Standorte angefahren und den Kindern die Möglichkeit zum forschen zu geben. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Aktion wiederholt werden muss.

150 Kinder forschten eine Woche lang im Humboldt-Bayer-Mobil in Leverkusen.

150 Kinder forschten eine Woche lang im Humboldt-Bayer-Mobil in Leverkusen.

15. August, 2014 | 09:31
zdi | Zukunft durch Innovation

zdi | Zukunft durch Innovation