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Im Druckfieber – Siebdruckkurs in Wuppertal

Die Druckfarbe wird mit einem Gummirakel auf das Gewebe aufgetragen und durch die Schablone auf den Stoff gedruckt.

Die Druckfarbe wird mit einem Gummirakel auf das Gewebe aufgetragen und durch die Schablone auf den Stoff gedruckt.

Siebdruck – im Zeitalter des 3D-Drucks und der Laserprinter ist diese althergebrachte Form des Drucks vom Aussterben bedroht. Die Solinger Firma CCL Design ist eines der immer seltener werdenden Unternehmen, die noch zum Siebdrucker ausbilden. Doch in diesem Jahr konnte die Firma keinen Auszubildenden gewinnen. So tat man sich mit dem zdi-Zentrum BeST Bergisches Schul-Technikum zusammen. Gemeinsam veranstalteten sie den zdi-Ferienkurs “Gerate ins Druckfieber”. Sieben Schülerinnen und Schüler lernten dabei die Welt des Siebdrucks kennen.

Klebeetiketten, T-Shirts und Jutebeutel

Drei Tage lang drehte sich für die Jugendlichen aus Solingen, Remscheid und Wuppertal alles um das seltene Druckverfahren. Am Lehrstuhl für Druck- und Medientechnik der Bergischen Universität Wuppertal probierten die Jugendlichen die Technik selbst aus. Beim Siebdruck wird das gewünschte Motiv fotografisch oder per Hand auf ein Sieb übertragen. Diese Schablone wird in einen Rahmen gespannt. Die Stellen, die nicht bedruckt werden sollen, werden durch die Schablone ausgespart. Die Jugendlichen suchten sich als Motive die Bergische Skyline und den BeST-Roboter aus. Selbstständig konnten sie dann eigene Textilien bedrucken und lernten, wie man eine Siebdruckmaschine bedient. Heraus kamen Klebeetiketten, T-Shirts und schicke Jutebeutel mit dem BeST-Roboter.

Einblick ins Unternehmen

Am dritten Tag des Ferienkurses besuchten die sieben Drucklehrlinge die Firma CCL Design in Solingen. Das Unternehmen stellt Designprodukte für die Automobilindustrie her. In diesem Bereich ist der Betrieb weltweit führend. Bei einer Betriebsführung lernten die Jugendlichen die Werksleitung sowie Ausbildungsleitung persönlich kennen. In einer kleinen Abschlusspräsentation stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten schließlich dem Unternehmen und der lokalen Presse vor. Für ihr Engagement erhielten sie zudem ein Zertifikat.

Durch den zdi-Kurs und die Kooperation zwischen Unternehmen und Universität erhielten die Jugendlichen Ausbildungs- und Studieninformationen über den Bereich des Siebdrucks. So konnten sie sich ein Bild über die verschiedenen Bildungswege machen. Vielleicht fasst ja einer der Teilnehmenden den Entschluss, den Beruf des Siebdruckers vor dem Aussterben zu bewahren.

Weitere Infos unter: www.zdi-best.de

21. April, 2015 | 16:15
Autorin: zdi/mwi
zdi | Zukunft durch Innovation

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