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Rhein-Kreis Neuss: Programmieren lernen mit Musik

Jugendliche entwerfen mit Sonic Pi ihre eigenen Klänge

Wie verwandle ich einen einfachen Computer in ein Musikinstrument?

Zum Beispiel mit der Live Coding Sprache Sonic Pi. Dies ist ein Open-Source-Musikprogramm, das für den Kleincomputer Raspberry Pi entwickelt wurde. Mit Sonic Pi kann man eigene Sounds und Beats komponieren. Sonic Pi basiert nicht auf imitierten Klanggeräuschen von Instrumenten, wie zum Beispiel bei einem Synthesizer, sondern nutzt einen Programmquelltext der die Grundlage der Klangerzeugung bildet. Das an der Universität Cambridge entwickelte Programm wurde für den Informatik- und Musikunterricht in Schulen entwickelt. Die kreativen Möglichkeiten von Sonic Pi begeistern Jugendliche. 

 

 

Dieses Begeisterungspotential machte sich das zdi-Netzwerk Rhein-Kreis Neuss zu Nutze. Zusammen mit der Musikschule Neuss und dem IT-Experten Herbert Päffgen entwickelte zdi-Koordinator Frank Heidemann den zehnstündigen Workshop für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8: „Live Coding – Musik programmieren mit Sonic Pi“. In der Musikschule Neuss trafen sich die Jugendlichen zu fünf Sessions und programmierten ihre eigenen Klänge, sogenannte Scripts. Eine besondere Aufgabe war die Simulation des Gitarrensounds. Die Herausforderung: Spielt man einen Akkord schwingen sechs Stimmen gleichzeitig. Um dies zu imitieren, nahmen die Schülerinnen und Schüler im Tonstudio Gitarrenakkorde auf und wandelten sie in einen Programmquelltext um.

Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Dozenten, IT Experte Herbert Päffgen und Komponist Andreas Kolinski (2. Reihe links)

Die Resonanz der Jugendlichen war außerordentlich positiv. Der nächste Sonic Pi-Kurs ist im Juni 2018 geplant.

 

 

10. April, 2018 | 12:36
zdi | Zukunft durch Innovation

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