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Staatssekretär Horzetzky bei Geberkonferenz in Bielefeld

Vor dem MINTmobil in BielefeId ( v.l.n.r.): Thomas Richter (Geschäftsführer Agentur für Arbeit Bielefeld), Dr. Helmut Jansen in de Wal  (Vorstandsmitglied experiMINT), Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky, Holger Nußbeck  (Vorstandsmitglied experiMINT), Imke Rademacher, Gero Hesse (Geschäftsführer medienfabrik Gütersloh) und Martina Zurmühlen.

Vor dem MINTmobil in BielefeId ( v.l.n.r.): Thomas Richter (Geschäftsführer Agentur für Arbeit Bielefeld), Dr. Helmut Jansen in de Wal (Vorstandsmitglied experiMINT), Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky, Holger Nußbeck (Vorstandsmitglied experiMINT), Imke Rademacher, Gero Hesse (Geschäftsführer medienfabrik Gütersloh) und Martina Zurmühlen.

Mit großem Erfolg hat der Verein experiMINT e.V. in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Bielefeld und weiteren regionalen Partnern seine erste Veranstaltung „engageMINT für die Region“ durchgeführt. Mehr als 50 Vertreter regionaler Unternehmen und Institutionen nutzten die Chance, sich über neue Ansätze zu Fachkräftesicherung in den MINT-Branchen zur informieren und über Chancen der Region zu diskutieren. experiMINT ist Träger der zdi-Zentren Bielefeld und Herford.

Der Nachmittag begann mit einem Statement von Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk, zum Potenzial des „MINT-Nachwuchs als Wachstumsmotor für die Wirtschaft“ in einer Region, die als Spitzenclusterregion in der Technologieentwicklung führend ist: „Wer sich für die Zukunft gut aufstellen will, muss dafür Sorge tragen, dass genügend Fachkräfte ausgebildet werden. Studien zeigen, dass Regionen mit einem größeren Anteil an hochqualifizierten Arbeitskräften ein überdurchschnittliches Wachstum aufweisen. Entscheidend sind deshalb erfolgreiche Konzepte, um junge Menschen frühzeitig für MINT-Themen zu begeistern.“

Haben KMU eine Chance im Kampf um Köpfe?

Anschließend provozierte Gero Hesse, Mitglied der Geschäftsleitung embrace Medienfabrik Gütersloh mit seinem Vortag „David gegen Goliath – haben KMU (kleinen und mittelständischen Unternehmen) im Kampf um Köpfe überhaupt noch Chancen?“ . Er zeigte auf sehr markante Weise, dass die sogenannten Generationen Y und Z ganz neue Lebensziele haben und althergebrachten Karriereversprechen bei ihnen nicht funktionieren. Und er hielt auch den kleinen und mittelständischen Unternehmen den Spiegel vor – zu oft vernachlässigen sie bisher die Entwicklung als Arbeitgebermarke. Sein Fazit: „erst säen, dann ernten“.

Beispiele aus der Region Bielefeld

Dann ging es in die gelebte Praxis: Um für MINT-Berufe und Studiengänge (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern, engagieren sich bei experiMINT viele Akteure, von der Wirtschaft bis hin zu den Hochschulen in Bielefeld und den weiterführenden Schulen der Stadt Bielefeld. Nino Wotawa, Hettich Management Solution GmbH und Jürgen Seidler, Dürkopp Adler AG stellten im Rahmen der Veranstaltung Ihre Aktivitäten zur Fach- und Führungskräftegewinnung vor. Dabei nutzen die Unternehmen – genau wie die Mitgliedsschulen- intensiv die Angebote von experiMINT. Beispielhaft stellten Claudia Wolff, Ceciliengymnasium und Ulrike Gottschalk von der Realschule Jöllenbeck vor, wie sie Studien- und Berufsorientierung ab Klasse 8 umsetzen.

Bei der Geberkonferenz in Herford (v.l.n.r.): Dr. Helmut Jansen in de Wal (Vorstandsmitglied experiMINT), Martina Zurmühlen, Dr. Oliver Koppel (Institut der deutschen Wirschaft Köln), Jens Euscher-Klingenhagen (Vorstandsmitglied), Imke Rademacher, Frauke Schwietert (Geschäftsführerin Agentur für Arbeit Herford).

Bei der Geberkonferenz in Herford (v.l.n.r.): Dr. Helmut Jansen in de Wal (Vorstandsmitglied experiMINT), Martina Zurmühlen, Dr. Oliver Koppel (Institut der deutschen Wirschaft Köln), Jens Euscher-Klingenhagen (Vorstandsmitglied), Imke Rademacher, Frauke Schwietert (Geschäftsführerin Agentur für Arbeit Herford).

Geberkonferenz in Herford ebenfalls gut besucht

Zwei Tage später wiederholte der Verein experiMINT die Geberkonferenz in Herford in Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Agentur für Arbeit. Insgesamt 40 Interessiert informierten sich über die Arbeit von zdi.

Dieser Nachmittag begann mit einem Impulsvortrag von Dr. Oliver Koppel, Institut der deutschen Wirtschaft Köln mit Informationen zu „Trends und Zukunftsthemen in den MINT-Berufen“. Basierend auf aktuellen demografischen Analysen des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigte Dr. Koppel auf, dass die MINT-Branchen von existenzieller Bedeutung für das „Geschäftsmodell Deutschland“ sind. Das erfordert im Zuge der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung zwangsläufig ein Umdenken in den Köpfen der Personalverantwortlichen. Sie müssen bereit sein, auch sogenannte bildungsferne Personen einzustellen und noch aktiver für ihre Ausbildung werben. Die Bildungspolitik forderte Dr. Koppel auf, mehr für die schulische MINT-Bildung zu tun.

“Wir brauchen engagierte Unternehmen”

„Wir haben uns sehr über die große Resonanz auf unsere Einladung gefreut. Hochqualifizierte Referenten und der Besuch des Staatssekretärs bei unserer Auftaktveranstaltung in Bielefeld zeigen ebenso wie die zahlreichen Fragen unserer Teilnehmer, wie wichtig es ist, Lösungsansätze für die Nachwuchsgewinnung zu finden. Die Schülerinnen und Schüler sollen schon früh erkennen, dass MINT-Berufe Spaß machen und tolle Karrierechancen bieten – dazu braucht es die tollen und engagierten Unternehmern aus unserer Region“, freute sich experiMINT-Sprecher Dr. Helmut Jansen in de Wal über die gelungene Veranstaltung.

Weitere Informationen über experiMINT: www.experimint.de

16. September, 2014 | 09:31
zdi | Zukunft durch Innovation

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