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Techniktalente entdecken im Ruhrgebiet

Unter der Federführung des zdi-Netzwerks IST.Bochum und dem Motto „Techniktalente entdecken“ boten sieben zdi-Zentren aus dem Ruhrgebiet rund 100 Jugendlichen im Essener thyssenkrupp Quartier acht spannende Workshops. Das Angebot bildete das Rahmenprogramm der Abschlussveranstaltung „TalentPerspektiven Ruhr“ der TalentTage Ruhr , einer von der Initiativkreis Ruhr GmbH unterstützten Veranstaltungsreihe, in deren Mittelpunkt die Talentförderung steht. Vom 21. bis zum 30. September zeigten mehr als 75 Initiativen, Hochschulen , Unternehmen Kammern, Vereine und Kommunen aus dem Ruhrgebiet, wo Talente zu finden sind und wie Nachwuchsförderung dank gezielter Bildungsangebote gelingen kann. An zehn Tagen fanden in 19 Städten mehr als 80 Veranstaltungen statt. Am 30. September schloss die Veranstaltungsreihe mit dem Bildungskongress im thyssenkrupp Quartier.

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Sieben an einem Strang

Auf Initiative des zdi-Netzwerks IST-Bochum und des MSW-Landeskoordinators für zdi hatten sich in der Planungsphase gleich sieben zdi-Netzwerke (das zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen, das zdi-Netzwerk Ennepe-Ruhr, das zdi-Netzwerk technik-mark, das zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW, das zdi-Zentrum Kamp-Lintfort/Kreis Wesel, das zdi-Netzwerk Perspektive Technik/Kreis Unna und das zdi Netzwerk MINT Herne) zusammengetan, um ein praxisnahes, eindrucksvolles Angebot für Schülerinnen und Schüler aus Hagen, Herne, Essen und Kamp-Lintfort beizusteuern. Organisiert von den MitarbeiterInnen des zdi-Netzwerks in Bochum wurden in drei 1,5 stündigen Workshoprunden viele leuchtende Kinderaugen erzeugt. Die Jugendlichen nutzten die Gelegenheit, um herauszufinden, ob ein technischer Beruf oder ein technisches Studium das Richtige sein könnte – angeleitet wurden sie von Partnern aus Schulen, Institutionen, Unternehmen und Hochschulen der Region. Dass das Angebot auf ungeteilt positives Echo stieß, belegten zahlreiche Bewertungen, wie die einer begleitenden Lehrerin: „Vielen Dank für die Ermöglichung der Teilnahme und für die Organisation; Lehrer wie Schüler waren begeistert.”

Anspruchsvolles Workshopangebot

Das Workshopangebot reichte von Einblicken in das Thema Geoinformatik im Alltag bis zu den Grundlagen der Spektroskopie. Beim Kurs „Hast Du Töne? – Musik programmieren mit SonicPi“ des zdi-Netzwerks MINT Herne ging es zum Beispiel darum, Melodien mit Hilfe des Computers zu erzeugen. Diese Art Musik wird hauptsächlich in großen Gebäuden eingesetzt. Um die Aufgabenstellung zu bewältigen, vertieften sich Sina und Benedikt in die Herausforderung, die Melodie mit dem richtigen Rhythmus zu verknüpfen. Sina belegt in der Schule das Fach „Zukunftstechnologien“ und wollte praktische Erfahrungen zu diesem Thema sammeln, Benedikt reizte vor allem die Frage, wie Technik und Musik miteinander verbunden sind.

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Der Workshop „Vom Fliegen und Schweben“ des zdi-Zentrums MINT-Netzwerk Essen bot den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Physik des Fliegens. Die Jugendlichen konnten ganz unmittelbar zum Fliegen gehörende Herausforderungen erleben. Dazu gehören Kenntnisse im Bereich Navigation, Thermodynamik oder auch Motorik. Lara, erst 14 Jahre alt aber schon sicher, dass sie später einmal etwas aus dem Bereich Biotechnologie machen möchte, übte am Flugsimulator die Steuerung einer Drohne und war fasziniert. Ebenso begeistert war der 13jährige Alexander. Er konnte in dem Workshop einen Quadcopter steuern. „Ich interessiere mich sehr für dieses Thema und werde später auf jeden Fall ein Studium im Bereich Regelungs- und Steuerungstechnik machen.“

Fazit

Auch Klaus Trimborn, Landeskoordinator des MSW für zdi und Mit-Organisator der Veranstaltung, zieht ein begeistertes Resümee: „Wie beim thyssenkrupp IdeenPark 2012 zeigten die sieben beteiligten zdi-Netzwerke eine große Bandbreite an Workshopthemen, mit denen man Schülerinnen und Schüler für Technik begeistern kann. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bildungskongresses TalentPerspektiven Ruhr zeigten sich beeindruckt. Sie fanden diese vielfältigen, praktischen Beispiele zur Talentsuche als Bereicherung des Kongresses. Die sieben zdi-Netzwerke sind sich einig: derartige gemeinsame Veranstaltungen sollten auch zukünftig durchgeführt werden.“ Überzeugt vom Konzept ist auch Prof. Stefan Heinemann vom zdi-Netzwerk in Essen: „Die MINT-Aktivitäten zum Anfassen kamen sehr gut an. Das freut mich und zeigt, dass unsere Zusammenarbeit mit vielen kompetenten Partnern aus Schulen und Wirtschaft sehr gut funktioniert und MINT nach vorne bringt.“

Kontakt:
zdi-Netzwerk IST.Bochum.NRW
Klaus Trimborn
Tel.: 0234/38870225
Internet
E-Mail: ktrimborn@ist-bochum.de

4. Oktober, 2016 | 14:55
aw
zdi | Zukunft durch Innovation

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