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Von der Physik des Lichts

„Was fällt euch zum Thema Licht ein?“ Eine Frage, mit der Dr. Bärbel Siegmann von der Fakultät Physik der TU Dortmund ihre jungen Gäste gleich am frühen Morgen wach kitzelte. Die Fragestellung „zog“: Begriffe wie Sonne, Mond, Himmel, Regenbogen oder Polarlichter machten die Runde. Fünfzehn acht- bis zwölfjährige Mädchen assoziierten frei und straften alle Lügen, die mit einer eher theorie-lastigen Veranstaltung gerechnet hatten.

Nicht zuhören, sondern Selbermachen hieß die Devise, und so standen viele unterschiedliche, spannende Inhalte auf dem Programm des Ferienworkshops „Physik des Lichts“. Experimentell und spielerisch war der Zugang zum Thema. Im Mittelpunkt stand der Spaß beim Basteln einer Lochkamera, dem Bau eines Lichtfilters und eines Handspektrometers oder die neue Erkenntnis, in welchen Farben Lichtquellen leuchten.
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Vom Staunen und einem ersten Blick in die Zukunft

Während der Vormittag vom eigenen Ausprobieren dominiert war, standen am Nachmittag zwei Highlights zum Staunen auf dem Programm: der Besuch eines Laserlabors und eine Vorführung mit flüssigem Stickstoff. Letzteres hatte zwar nicht direkt mit dem Thema zu tun, beeindruckte die Mädels aber sichtlich. Kein Wunder, schließlich bietet sich nicht häufig die Gelegenheit, innerhalb von weniger als einer Minute Wasser zu Eis gefrieren zu lassen.
Zum Abschluss erfuhren die Besucherinnen Wissenswertes aus der vielfältigen Berufswelt von Forschung und Technik. Vorgestellt wurden unter anderem die Aufgaben vom Astrophysiker und Atmosphärenforscher, Biologen, Fotografen, Mediziner oder Mechaniker, Piloten oder Psychologen. Auch wenn das Thema Beruf für die Mädchen noch keine zentrale Frage ist, stieß auch dieser Workshopteil auf reges Interesse.

Die zu Beginn des Kurses assoziierten Begriffe zum Thema Physik des Lichts wurden gegen Ende noch einmal aufgegriffen. Dabei zeigte sich, wie das neu erworbene Wissen das Verständnis für komplexe Zusammenhänge verändert hatte und der ein oder andere Begriff aus dem Dunkel ans Licht geführt und mit neuen Inhalten gefüllt werden konnte.

Der Ferienworkshop des zdi-Schülerlabors DLR_School_Lab an der Technischen Universität Dortmund fand im Rahmen der zdi-Mädchenwochen statt und wurde gemeinsam mit der Fakultät Physik organisiert.

Hintergrund DLR_School_Lab

Das Schülerlabor entstand im Jahre 2008 als gemeinsames Projekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Technischen Universität Dortmund. Es kombiniert die Themen des DLR als eine der größten Forschungseinrichtungen Deutschlands und der TU Dortmund als moderne und leistungsfähige Hochschule. Gefördert wird es vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen von zdi.
Aufbauend auf dem bereits seit dem Jahre 2000 bewährten Konzept der DLR_School_Labs wurde das neue Schülerlabor direkt auf dem Campus der TU Dortmund angesiedelt. Neben dem Besuch des Labors selbst mit seinen zahlreichen Experimentieranlagen, besteht für Schulklassen je nach Altersstufe und Terminlage auch die Möglichkeit, den großen Elektronenbeschleuniger Delta zu besichtigen.

Internationales Jahr des Lichts

Zum Thema Licht haben auch verschiedene andere zdi-Zentren Aktivitäten geplant. Kein Zufall, steht das Jahr 2015 doch unter dem Motto “Internationales Jahr des Lichts und der lichtbasierten Technologien”. Ausgerufen wurde es von der UN-Generalversammlung, eine Internetseite informiert über verschiedenste Angebote der nächsten Monate.

20. April, 2015 | 12:47
Autor: cm/aw
zdi | Zukunft durch Innovation

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