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Kleine Erfinder bauen Windrad in Wetter

Wie baut man ein Windrad? Erste Entwurfzeichnungen der jungen Konstrukteure.

Wie baut man ein Windrad? Erste Entwurfzeichnungen der jungen Konstrukteure.

In den Herbstferien haben 14 kleine Tüftler in der ersten Erfinderwerkstatt der Firma Qass aus Wetter im Ennepe-Ruhr-Kreis ein Windrad gebaut. So lernten sie im Kurs des zdi-Netzwerks Ennepe-Ruhr, wie man umweltfreundlich Energie erzeugt.

Vom 13. bis 17. Oktober wurde fleißig geschweißt, geschraubt, gebohrt, geschnitten, gerechnet und ausprobiert. Und das in den Herbstferien! Entstehen sollte ein Darrieus-Windrad, bei dem sich die Rotorblätter entlang der vertikalen Achse drehen. Dass die Kids sogar selbst unter Aufsicht schweißen durften, löste verständlicherweise Begeisterung aus. Ausprobieren und Verstehen standen im Mittelpunkt dieser ersten Erfinderwerkstatt zum Thema “Erneuerbare Energien – Windenergie”.

Ein Laubbläser als Windkanal

Tag für Tag konnten die jungen Konstrukteure in der Werkstatt ihr handwerkliches Geschick ausprobieren und technischen Prozessen auf den Grund gehen. Wie funktioniert eigentlich ein Windrad und welche Bauweisen sind möglich, waren nur zwei Fragen, mit welchen sich die Erfinder befasst haben. Zur Lösung der Fragen wurden theoretische Inhalte und Praxisphasen miteinander kombiniert. Um die Funktionsweise eines Rotors zu erproben, wurden im Themenblock Aerodynamik verschiedene Tragflächen von den Schülern konstruiert. Im Windkanal, einem umgewandelten Laubbläser (Foto unten), testeten die Energie-Kids dann die Flügelform “Rotorblatt” unter stürmischen Bedingungen. Wie man elektrischen Strom selbst herstellen kann, wurde mit dem Bau eines kleinen Generators verdeutlicht. Tag für Tag konnten die Schüler so ihr handwerkliches Geschick ausprobieren und den technischen Prozessen auf den Grund gehen.

Strom vom Dach

Am Ende der Woche war das Darrieus-Windrad zu 90 Prozent fertig gestellt. Und die Begeisterung war so groß, dass die Kinder auch zum Folgetermin kommen, um das Windrad komplett fertig zu stellen und selbst Strom zu erzeugen. Denn das Rad soll nach Fertigstellung auf dem Dach der Qass GmbH stehen und von dort Strom ins Netz einspeisen.

Ulrich Seuthe, Geschäftsführer Qass GmbH, ist zufrieden: “Die Erfinderwerkstatt war ein voller Erfolg. Das zeigen insbesondere die positiven Rückmeldung der Schüler. Alle Kinder würden noch einmal an der Erfinderwerkstatt teilnehmen.” Ulrich Seuthe selbst kann sich gut vorstellen, im nächsten Jahr noch einmal eine Erfinderwerkstatt durchzuführen.

Die Erfinderwerkstatt fand in Kooperation mit dem zdi-Netzwerk Ennepe-Ruhr statt. Realisiert werden konnte das zukunftsweisende Projekt dank Mitteln der RD NRW der Bundesagentur für Arbeit und dem Wissenschaftsministerium NRW.

Beim Rotorblatt-Test im Windkanal gings stürmisch zu. Auch wenn der Windkanal nur ein umgebauter Laubbläser war.

Beim Rotorblatt-Test im Windkanal gings stürmisch zu. Auch wenn der Windkanal nur ein umgebauter Laubbläser war.

4. November, 2014 | 13:12
zdi | Zukunft durch Innovation

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