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Worte im Wettstreit – 1. Science Slam der Wittener Schulen

Vom Rap über Bienen bis hin zum Teilchenbeschleuniger DELTA – die Palette der präsentierten wissenschaftlichen Themen beim ersten Science Slam der Wittener Schulen war bunt und umfangreich. Bei der Veranstaltung kurz vor den Sommerferien war das gemeinsame Foyer der Stadtbibliothek und des Märkischen Museums bis auf den letzten Platz mit Zuschauern gefüllt. In spannenden Kurzvorträgen stellten acht Wittener Schülerinnen und Schüler ihre Forschungsprojekte vor, die bei Facharbeiten in naturwissenschaftlich-technischen Fächern entstanden waren.

Wie bei Science Slams älterer Nachwuchswissenschaftler war die Vortragszeit begrenzt, in diesem Fall auf fünf Minuten. In dieser Zeit galt es, das Facharbeitsthema auf möglichst verständliche und unterhaltsame Weise einem breiten Publikum von etwa 70 Personen zu präsentieren. Wer den Slam innerhalb der vorgegeben Zeit nicht schaffte, den stoppte spätestens nach der sechsten Minute eine Pressluftfanfare. Bei der Präsentation wurde nicht an kreativen Ideen gespart. Von der sprechenden Wolfspuppe als Co-Slamer bis hin zum praktischen Experiment war alles vertreten. Eines hatten alle Slams gemeinsam – am Ende ernteten sie tosenden Applaus.

 

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Die Gewinner des ersten Science Slams bei der Preisverleihung.

Auch die Organisatoren waren mit der Umsetzung des ersten Science Slam der Wittener Schulen sehr zufrieden. „Gut, dass wir nicht noch mehr Reklame gemacht haben, sonst hätten wir jetzt Platzprobleme“, meinte augenzwinkernd Michael Weigend vom Kompetenzteam des Ennepe-Ruhr-Kreises, der zusammen mit Vanessa Rudolph, Koordinatorin des zdi-Netzwerks Ennepe-Ruhr, die Veranstaltung organisiert und moderiert hatte. „An der Frauenquote müssen wir noch arbeiten“, sagte Gastgeberin Christine Wolf, Leiterin der Stadtbibliothek Witten. Nur eine weibliche Teilnehmerin war unter den Slammern. Eine sechsköpfige Jury mit Vertretern der Stadt Witten, der Universität Witten-Herdecke und der teilnehmenden Schulen bewerteten die Vorträge mit einem Kriterienkatalog.

Sieger des Sience Slams wurde Julian J. G. Marques (Schiller-Gymnasium) mit seinem Vortrag „Chillen oder Gamen“. In seiner Studie ging er der Frage nach, inwieweit Computerspiele oder – alternativ – entspannende Musik während einer Pause Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit in einer anschließenden Arbeitsphase hat.  Das Fazit trug Julian als Rap vor, während das Publikum den Rhythmus von „We will rock you“ klatschen musste. Wissenschaft als Abendprogramm? Die Veranstaltung zeigte, dass das funktioniert. Am Ende des Abends herrschte die einhellige Meinung, dass diese Veranstaltung wiederholt werden muss. Im Juli 2017 soll der zweite Science Slam stattfinden.

29. Juli, 2016 | 11:01
zdi/bdo
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