Startseite » Aktionen » Medi-Doc-Roboter bekämpft Hausärztemangel und reist nach Costa Rica

Medi-Doc-Roboter bekämpft Hausärztemangel und reist nach Costa Rica

Die Roboter AG Sisterbots der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen hat am vergangenen Sonntag das Deutschlandfinale der World-Robot-Olympiad (WRO) in Schweinfurt gewonnen. Mit ihrem Medi-Doc-Roboter sicherten sich Samira Bergau, Helen Yildirim und Jana Promesberger den ersten Platz. Das Trio überzeugte die Jury mit einem Roboter, der mit Hilfe von Sensoren Patienten untersucht und die Ergebnisse an einen Arzt weiterleitet. Der Mediziner kommuniziert mit den Erkrankten per Kamera-Live-Chat, stellt anhand der Untersuchungsergebnisse des Roboters seine Diagnose und verordnet dann ein Medikament, dass der Roboter ebenfalls auswirft. Mit ihrer innovativen Idee, mit der die Drei den Hausärztemangel in ländlichen Regionen ausgleichen wollen, treten sie nun im Herbst beim Weltfinale der WRO in Costa Rica gegen Teams aus der ganzen Welt an.

Drei Teams aus dem Kreis Unna waren erfolgreich. Foto: Henrik Schmale

Die Schollibotics, ebenfalls eine AG der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen, sicherten sich einen Preis bei dem Wettbewerb. Tim Erpelding, Erik Tiemann und Ronja Stahlhut traten mit einem Agrar-Roboter an, der mit Hilfe von Sensoren selbstständig Pflanzen auf Krankheiten und Schädlingsbefall untersucht. Anschließend bringt der Roboter punktgenau Schutz- und Düngemittel auf die befallenen Stellen. Für diese innovative Idee erhielten die Gesamtschüler den Jury Award.

Der Team Award ging an René Hülle, Cedrik Wolfkeil und Kevin Fahrni vom Team LUROBOTIX der Ludwig-Uhland-Realschule Lünen. Ihre Urban-Gardening-Idee kam bei den übrigen Wettbewerbsteilnehmern so gut an, dass sie sich am Ende über den Team-Award freuen durften. Diesen Preis vergeben die teilnehmenden Jugendlichen.

Nachhaltig in jeder Hinsicht

„Sustainbots – Robots for Sustainability” lautet das Motto bei der diesjährigen WRO. „Die Kinder und Jugendlichen mussten sich im Rahmen des Roboter-Wettbewerbs mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen”, erklärt Anica Althoff vom zdi-Netzwerk Perspektive Technik in Unna. Sie begleitete die Teams aus dem Kreis Unna zum Deutschlandfinale und ist sehr stolz, dass wieder ein Team aus dem Kreis Unna die Region im Weltfinale vertritt.

Die Teilnahme der Teams aus dem Kreis Unna wurde durch viele regionale Spenden möglich. Die KARL-KOLLE-Stiftung übernahm beispielsweise die Startgebühren. Genauso wie das zdi-Netzwerk Perspektive Technik möchte die Stiftung einen Beitrag zur Technikförderung der Kinder und Jugendlichen im Kreis Unna leisten. Sie unterstützt das zdi-Netzwerk seit mehreren Jahren.

Weitere Informationen

20. Juni, 2017 | 14:20
cm/zenit
zdi | Zukunft durch Innovation

zdi | Zukunft durch Innovation